<<

Sure 111   Al-Masad

Das Verderben (oder) die Palmfasern

Bismil-lahir-rahmanir-rahim

(1) Zugrundegehen sollen die Hände von Abu Lahab, und er selbst soll zu grnde gehen.
(2) Nichts nützte ihm sein Vermögen und nicht das, was er erwarb.
(3) Er wird in ein Feuer mit Flammen heineingeworfen,
(4) sowie seine Ehefrau, die Trägerin des Brennholzes,
(5) um ihren Hals ist ein Seil aus Palmenbast.


 
 
Erläuterung zur Sure 111

Diese Sure wurde zu Mekka offenbart. Abu Lahab war ein Onkel des Propheten Muhammed (s.s.a.) und zugleich sein erbitterste Feind.

Abu Lahab "Vater der Flamme", so wurde er von den Mekkaner genannt, schimpfte bei jeder Gelegenheit, zu sammen mit seiner Frau, gegen den Propheten. Seine eigenen Wünsche -das verderben des Propheten- trafen ihn selber. Der Mann, der im Zorn gegen Allahs Propheten entbrannte, verbrennt schließlich in seinen eigenen Zorn. Seine Hände, mit denen er Unfriedenheit schaffen wollte, wurden ihn selber zur Plage. Seine Vermögen, mit dem er gerne Prahlte, seine gesellschaftliche Stellung, alles dies verlor er im Kampf gegen den Islam.

So bewahrheitet sich der Sprch: Der Menschen geht durch das unter, wodurch er den Untergang anderer herbeiführen wollte.

Und noch ein anderes sagt uns diese Sure, das keine Mensch vor Allah bevorzug wird. Sei es wegen seiner Abstammung, Hautfarbe oder sonstiges. Abu Lahab war ein Verwandter des Propheten (s.s.a.) und doch fiel er der Ungnade zum Opfer. Jeder Mensch ist für sich selber Verantwortlich. Dafür wird auch jeder vor Allah Rechenschaft ablegen müssen. Der Erbsünde, wie es das Christentum kennt, wird hiermit eine klare Absage erteilt. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen.

Wer den Gesandten Allahs Krieg erklärt, der hat Allah den Krieg erklärt. Es spielt keine Rolle, aus welcher Familie er kommen mag.
Wer sich zum Gesandten Muhammeds bekennt, der hat sich zu Allah bekannt.   ...und wisset, vor Allah sind alle gleich.

<< zurück zu den Suren