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Sure 102  Al-Takathur

Das Streben nach mehr (oder) Die Vermehrung
 

Bismil-lahir-rahmanir-rahim

(1) Euch abgelenkt hat (die Sucht) nach Vermehrung,
(2) bis ihr die Gräber besucht habt.
(3) Gewiß, nein! Ihr werdet es noch wissen.
(4) Abermals gewiß, nein! Ihr werdet es noch wissen.
(5) Gewiß nein! Würdet ihr über das Wissen der Gewißheit verfügen,
(6) würdet ihr bestimmt die Hölle erkennen.
(7) Dann werdet ihr es bestimmt mit dem Auge der Gewißheit sehen.
(8) Dann werdet ihr an diesem Tag zweifelsohne für das Wohlergehen
zur Rechenschaft gezogen.


 
 
Erläuterrung zur Sure 102

Der Mensch wurde schwach erschaffen. Daher ermahnt uns Allah immer wieder vor unserer eigenen Habsucht. Unsere edele Seel besteht aus Ruh und Nefis. Nefis ist der Treib. Diesen Trieb brauchen wir Menschen um uns in gewisser Hinsicht selbst zu erhalten. Darunter fällt der Treib zur Fortpflanzung, der Trieb zum Essen, aber auch der Trieb zum Schönen. Um aber den Nefis unter Kontrolle zu bringen, bedarf es das Bekennen zu Allah. ER gibt uns die Kraft, unseren Nefis unter Kontrolle zu halten. Menschen ohne Glauben, benehmen sich wie Tiere. Den Tieren ihr Trieb wurde zur Lebenserhaltung geschaffen. Daher handeln sie nur nach der Zweckmäßigkeit. Bei uns Menschen
ist der Trieb aber ein Mittel zum edlen Leben. Deshalb soll man seinen Trieb nicht freien Lauf lassen, sondern seinen Verstand einsetzen.

Wir Menschen haben unterschiedliches Aufnahmevermögen. Wo bei einen der normal Verstand ausreicht, um zu begreifen,
müssen beim anderen erst Drohungen eingesetzt werden. So wird den achtlosen Menschen die Erinnerung an den Tod nahe gebracht. Wenn man über den Tod nachdenkt, so ist man doch eher bereit Zugeständnisse zu machen. Mit dem Tod hört das Leben nicht einfach auf. Der Körper wird wieder das, was er einst war, Erde. Aber die Seele verweilt bis zur Auferstehung im Grab. Und das sich der Verstorbene seiner Taten gleich bewusst wird, findet im Grab das kleine Gericht statt. Dazu kommen zwei Engel und stellen den Gestorbenen Fragen über sein Glauben und sein Lebenswandel. Und noch von Grab aus, werden die einen das Höllenfeuer und die anderen das Paradies sehen können.Dann herrscht Gewißheit. Wehe dem, der nicht als Muslim gestorben ist!

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