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Das Leben des Propheten Muhammeds Einleitung: Das Prophetentum
Daran sollten sie ihre Nation stets erinnern und den Menschen konkrete
Anweisungen geben, wie dies zu erfolgen hat. Zusätzlich hierzu vermitteln
die Gesandten ihrem Volk Allahs Wort und SEINEN Willen in Form von Schriften
(Suhuf und Kutub): wie die Psalmen Davids (Davud = az-Z?b?r), die Thora
Moses (Musa = at-Taur?), das Evangelium Jesu (Isa = al-'In??l), usw. Deshalb
sprechen die Muslime im Bezug auf Juden und Christen von "Ahl al-Kit?b",
also von Angehörigen der Schriftbesitzer; Schriften bzw. Bücher,
an die jeder Muslim in ihrer ursprünglichen, unveränderten, unverfälschten
Form zur Überzeugung verpflichtet ist. Das bedeutet auch, dass die
Muslime alle Propheten als solche anerkennen müssen:
Das Ereignis vor der Geburt Noch vor der Geburt des Propheten gab es erste Anzeichen für seine
Sendung.Nicht nur, dass er bereits durch seine Vorgänger mit dem Namen
Ahmad angekündigt wurde, sein Geburtsjahr war das Jahr des Elefanten,
in dem Allah auf wunderbare Weise Sein Heiliges Haus in Mekka vor der Zerstörung
durch das Heer des abessinischen Königs Abraha bewahrte. Dieser hatte
nach den Perserkönigen die |Herrschaft über den Jemen übernommen
und einen Tempel errichten lassen, von dem er vergeblich gehofft hatte,
dass die Araber ihn statt der Ka‘ba zum Ziel ihrer Wallfahrten machen würden.
Als dies ausblieb, entschloss er, die "Konkurrenz" aus dem Weg zu räumen
und ließ seine Armee und seine Kriegselefanten zum Kampf rüsten;
davon zeugt Sure 105:
Familie Kindheit
Gechiche mit der Opferung des 10 Sohnes
Tod des Vaters
Geburt
Weggabe zur Amme
Erste Wunderzeichen
Brustöffnung
...zwei Männer in weißen Gewändern kamen auf mich zu.
Sie trugen ein goldenes Becken, gefüllt mit Schnee. Sie ergriffen
mich, öffneten meine Brust und holten mein Herz heraus, das sie ebenfalls
öffneten und daraus einen schwarzen Klumpen von geronnenen Blut entfernten,
den sie fortwarfen. Dann wuschen sie mein Herz und die Brust mit dem Schnee.
Muhammeds Rückkehr
Tod der Mutter
Muhammed kam zu Muttalib
Tod des Großvaters
Muhammed kam zu Abu Talib
Begegnung mit den Mönchen
Muhammeds Heirat
Kinder aus erster Ehe
Familienhaushalt
Wiederaufbau der Kaba
Zurückgezogenheit
Der Quran spricht von Hanifen. Der Name hat nichts mit dem Meshab Hanifa zu tun. Es sind viel mehr Leute die den Weg des Propheten Ibrahim treu geblieben sind. Sie beteten nur den lebendigen Einen Gott an. Sie vollzogen die Umkreisung der Kaba. Es dürfte Muhammed sicherlich bewusst gewesen sein, das sie Kaba für unterschiedliche Zwecke gebraucht, bzw. Missbraucht wurde. So wurden in der Kaba Götzen an die 300 aufbewahrt. Hätte Muhammed sich damals auch den Götzenkult hingegeben, so hätten mit Sicherheit die Mekkaner das Angesprochen. Sinn und Nützlichkeit als Waisenkind Warum hat Allah Muhammed die Eltern genommen? Warum lernte Muhammed seinen Vater nie kennen? Warum durfte die Mutter Muhammed nicht Großziehen? Über diese Dinge haben sich die Ulema Gedanken gemacht. Allah hat ein komplexes System ausgearbeitet, das die Gegner Muhammed’s keine Vorwände, bzw. Einwände in Bezug auf seine verkündende Botschaft bringen können. Hätte Muhammed’s Vater und Mutter ihn Großgezogen, würde man Muhammed vorwerfen, seine Eltern haben ihn die Botschaft eingeredet. In der Zeit, in der ein Mensch besonders gut für Dinge empfänglich ist, in der Pubertäts- und Jugendzeit, in dieser Zeit lebte er bei seinen Onkel Abu Talib, von dem wir wissen, dass er den Götzenkult selbst am Sterbebett nicht abschwor. Man kann in Muhammed’s Jugend keinen Ansatzpunkt finden, indem es ihn Möglich gewesen wäre von jemanden den Gedankengut des Islam eingeredet bekommen zu haben. Ebenfalls lässt sich in der Ehe mit Khadidsche kein Ansatzpunkt irgendwelcher Beeinflussung finden. Die Arabische Halbinsel, in der Muhammed s.s. lebte unterstand nicht den damaligen Einflüssen. Auf der einen Seite war das Reich der Römer die in Vermischung mit ihren Götzenkult der christlichen Religion nachgingen, auf der anderen Seite war das Perserreich, welches damals das Feuer huldigte. Zwischen diesen beiden Reichen lag das unbedeutende Arabien, welches für die beiden Großreiche nicht interessant war. Arabien hatte zur damaligen Zeit keine Wissenschaft, keine Kultur, keine Bodenschätze, geringes Wasservorkommen. Es war nur ein, von der Sonne verbranntes Land. Das einzige was die Araber besaßen und wovon sie lebten war die Rute der Handelskarawane die von Jemen und Asien herkamen und in das römische Reich gingen und umgekehrt. Da der Handelsweg ohne große Probleme funktionierte, sahen die Nachbarstaaten keine Notwendigkeit diese trockene Einöde militärisch zu besetzen. Die Araber selber hatten keine einheitliche Religion. Sie bastelten sich ihre Götter selber, legten ihre religiösen Bräuche selber fest. Nichts unterlag einer gewissen Norm. Nur ein Gesetz war für sie heilig und verbindlich, die der Stammeseinhalt. Der Stamm legte die Gesetze fürs Zusammenleben fest. Kriegerische Auseinandersetzungen mit den Nachbarstämmen prägten den Alltag. Deshalb war das Prinzip wichtig: „Einer für alle, Alle für einen“ Nur diese Prinzip sicherte das langfristige Überleben eines Stammes. Es waren raue und unmenschliche Sitten, welche die Araber lebten. Es herrsche in Arabien keine der großen Religion vor. Das Christentum war nur in diesen Ländern vertreten, deren Machthabern das christliche Bekenntnis angenommen hatten. Vereinzelnd gab es in Arabien Christen. Diese waren aber nur ausländische Sklaven. Einen Einfluss wegen ihres Ansehens konnten die christlichen Sklaven nicht ausüben. Welcher Herr hätte sich von seinen Sklaven über seine Religion belehren lassen? Als Muhammed s.s. den Islam verkündete hatte er jede Menge Anfeindungen zu ertragen. Muhammed war aber ein freier und durch seinen Stamm, geschützter Mann. Muhammed s.s. lebte vor der Berufung ein vorbildliches Leben. Er war als ehrlicher und vertrauenswürdiger Mann bekannt. Er wurde durch seine Berufung als Prophet nicht anders. All diese Begebenheiten hat Allah bewusst so geschehen lassen. Das alles
nur, damit man Muhammed nicht vorwerfen kann, er wurde von denen oder denen
beeinflusst.
Berufung Hira
Offenbarung
...als ich in der Höhle schlief, kam ein Engel zu mir und sagte: Rezitiere! Erschrocken und unter den Einfluss eines Schockes sagte ich, ich kann nicht rezitieren! Da kam der Engel auf mich zu und umarmte mich so heftig, das ich meinte, erdrückt zu werden. Und wieder sprach der Engel: Rezitiere! Ich sagte wieder, ich kann nicht rezitieren! Worauf mich der Engel ein zweites Mal heftig an sich randrückte und wieder sagte: Rezitiere! Dies wiederholte sich dreimal, sodass ich schließlich aus Angst sagte: Was soll ich rezitieren? Darauf sagte der Engel: Rezitiere! Im Namen Deines Herrn, der erschuf!
Engel am Horizont
Langsam konnte Muhammed den Schock überwinden und machte sich auf, schleunigst sein Haus zu erreichen. Als er nach Hause kam, erkannte seine Frau gleich, dass etwas nicht stimmte. Doch bevor sie Fragen konnte, sagte Muhammed: Bedecke mich! Bedecke mich! Khadidscha merkte, das ihr Mann zitterte und das Herz schien, als wollte es die Brust aufreisen. Nach einiger Zeit kehrte die Beruhigung ein und Muhammed erzählte seiner Frau welches Erlebnis er hatte. Man muss sich das mal persönlich vorstellen! Man geht spazieren in einer einsamen Gegend und plötzlich geschieht es völlig unerwartetest, noch nie da gewesenes Ereignis. Wie würde man bei einen solchen außergewöhnlichen Ereignis reagieren? Mit Sicherheit würde man keinen Ton herausbekommen. Man könnte nicht klar denken. Wenn man nun aufgefordert werden würde etwas zu tun, man könnte es nicht, weil man einfach unter Schock steht. Von Cool sein, kann hier keine Rede sein. Diese Erzählung in der Hölle gibt klare menschliche gefühlsmäßige Erzählung wieder. Hätte Muhammed dieses Ereignis erfunden, er würde den Sachverhalt ganz anders erzählt haben. Aber genau der Schockzustand, der bei der Erzählung herauszuhören ist, lässt keinen Zweifel zu, das die Erzählung erfunden ist. Was soll ich rezitieren? Dies sagt man nur unter Schockeinwirkung! Die dreimalige Wiederholung untermauert die Schockeinwirkung. Erst als die Schockwirkung einwenig nachgelassen hat, begreift der Prophet erst, dass da jemand ist, der etwas von ihm will. Nun handelt er wie jeder von uns handeln würde. Was soll ich sagen, bzw. rezitieren! Besuch bei Waraqah
Khadidscha kehrte frohen Mutes nach Hause und erzählte Muhammed, was ihr Vetter sagte. Muhammed ging wieder in die Höhle um die Tage seiner Besinnung zu vollenden. Als er wieder von der Höhle herabstieg, ging er zuerst zur Kaba. Dort erblickte er Waraqah und grüßte ihn. Waraqah sagte zu Muhammed: Berichte mir, was hast du gesehen und gehört? Muhammed wiederholte sein Erlebnis und Waraqah sagte darauf: Wahrlich, Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt! Du bist der angekündigte Prophet. Sei standhaft, denn man wird dich einen Lügner nennen, sie werden dir Übles antun, und sie werden dich vertreiben, dich verstoßen und dir den Krieg erklären. Wenn ich diesen Tag noch erlebe, werde ich dich unterstützen. Waraqah küsste seine Stirn und ging nach Hause. Zeit des Wartens
Die ersehnte zweite Offenbarung
...beim Morgen und bei der Nacht, wenn alles still ist! Dein Herr hat dich nicht verlassen und verabscheut dich auch nicht... (Sure 93) Wie er die zweite Offenbarung empfing, darüber gibt se keine Gewissheit. Der Prophet sagte: Manchmal überkommt sie mich wie Glockengeläute, und das ist die schmerzhafteste Art. Sobald sich die Botschaft in meinem Herzen gefestigt hat, verklingt das Läuten. Oder der Engel kommt in Menschengestalt. Er spricht zu mir und ich verstehe was er sagt. Geheimer Aufruf zum Islam
Die erste Verpflichtung
Die ersten Muslime
Als nächstes bekannte sich Muhammed Adoptivsohn Zayd ibn Haritha zum Islam. Muhammed erzählte Abu Bakr von seiner Berufung und forderte ihn auf, Muslim zu werden. Ohne zu zögern folgte Abu Bakr der Aufforderung und wurde Muslim. Der Prophet erzählte später, Abu Bakr war der einzige, als ich ihn fragte ob er Muslim werden will, der ohne Nachzudenken den Islam sofort annahm. Als Abu Bakr den Islam annahm zeigte er gleich öffentlich seine Zugehörigkeit zum Islam und rief seine Freunde und Bekannte zum Bekenntnis an den Einen Lebendigen Gott auf. Den Aufruf Abu Bakr folgten Uthman ibn Affan, Abdur-rahman ibn Auf, Talha ibn Ubaidullah, Sad ibn Abu Wakkas und Zubair ibn al-Auvam. Diese wiederum riefen wieder ihre Freunde und Bekannten zum Islam. So folgten Abu Ubaida ibn al-Dscharrah, Abd Allah ibn Masud, Uqbah ibn abi Muayt den Aufruf zum Islam. In der Anfangsphase verheimlichten viele ihr Bekenntnis zum Islam. Man traf sich außerhalb Mekka in einer Schlucht und betete zusammen und vernahm die Worte Allahs. Doch durch die rasche Zunahme an Gläubigen, erzeugte die neue Religion Streitgespräche. Es ließ sich nicht mehr verheimlichen, das Muhammed eine Religion verkündete, die anders war, als die, welche die Götzendiener von Mekka praktizierten. Öffentliches Auftreten ...o du Bedeckter, steh auf und warne, und deinen Herrn verherrliche, und deine Kleider reinige, und den Greul entflieh... Muhammed lud eines Tages seine Verwandten zu einem Essen in sein Haus ein. Muhammed sagte zu den Anwesenden: Wenn ich euch sage, hinter den Hügeln steht eine Streitmacht, die Mekka überfallen wollen, würdet ihr mir glauben schenken! Die Anwesenden sagten: Gewiss! Wir kennen dich nur als vertrauenswürdigen, ehrlichen Menschen. Darauf sagte Muhammed: So sage ich euch, das ich ein Bote Allahs bin, der euch Aufruft den Islam als euer Heil und eure Errettung anzunehmen. Als sein Onkel Abu Lahab dies hörte unterbrach er den Gesandten und forderte die Leute auf, das Haus des Propheten zu verlassen, was sie auch taten. Konflikte
Er sprach: Was meint ihr, wenn ich euch mitteile, dass sich eine Reitergruppe am Fuße dieses Berges befände: würdet ihr mir glauben? Sie sagten: Ja! Wir vertrauen dir, denn wir haben von dir niemals eine Lüge gehört. Darauf sagte er: Also denn, ich bin ein Warner, der vor einer heftigen Strafe warnt. Wahrlich, Allah hat mir befohlen, meine nächsten Verwandten zu warnen, und wahrlich, ich vermag euch weder im Diesseits Nutzen noch im Jenseits einen Anteil zu garantieren, es sei denn, ihr sprecht: Es gibt keine Gottheit außer Allah. Da erhob sich Abu Lahab leicht erzürnt und schrie: Vernichtung über dich den ganzen Tag! Hast du uns deswegen gerufen! Darauf offenbarte Allah der Erhabene: Vernichtet sind die beiden Hände Abu Lahabs, und vernichtet ist er. Nichts nützt ihm sein Vermögen und was er erwarb. Er wird in ein Feuer mit Flammen hineingeworfen sowie seine Ehefrau, die Trägerin des Holzes, um ihren Hals ist eine Seil aus Palmenbast. (Sure 111) Es gab in der ganze Stadt nur noch ein Gesprächsthema: Muhammed und seine neue Botschaft, der Islam genannt. Die Führer Mekkas entschlossen sich, mit Abu Talib, seinen Beschützer zu reden. So gingen sie zu ihm und sagten: Abu Talib! Der Sohn deines Bruder hat unsere Götter beschimpft, unsere Religion geschmäht, unsere Tugenden lächerlich gemacht und unsere Väter des Irrtums bezichtigt. Wenn es Geld ist was er will, so soll er unsere Schätze bekommen, wenn es Macht ist, was er will, so geben wir ihm die Macht. Er soll uns sagen was er will. Aber wir sagen dir eins: entweder du sorgst dafür, dass er uns nicht weiter belästigt, oder du lässt uns freie Hand gegen ihn. Du stehst doch ebenso im Gegensatz zu ihm wie wir, und wir werden dich von ihm erlösen. Abu Talib lies Muhammed holen und sprach zu ihm: O Sohn meines Bruders, die Vertreter deines Stammes waren bei mir. Er erzählte ihm alles und fuhr fort: Verschone uns und bürde mir nicht etwas auf, was ich nicht tragen kann! Muhammed sagte: O mein Onkel, bei Allah, selbst wenn sie mir die Sonne in meine rechte und den Mond in meine linke Hand legen würden, um mich davon abzubringen, ich werde nicht davon ablassen, den Islam zu verkünden. Die Quraisch fingen an gegen die Gefährten des Propheten vorzugehen. Um keinen Stammeskrieg heraufzubeschwören einigten sich die Stammesführer von Mekka, das aus jedem Stamm Kämpfer sich beteiligen sollten um die Muslime zu schikanieren, zu schlagen oder gar zu töten. Schließlich war schon aus jedem Stamm Muslime vertreten. So ging die Hetzjagd gegen die Muslime los. Abu Dschahl Mordvorhaben
Erste Prüfung
Dieses Ereignis sagt uns, dass der Prophet nicht aus sich selber sprach. Denn wäre er ein Betrüger, warum sollte er sich selber blamieren und seinen Ruf aufs Spiel setzten. Weil er aber keinen Einfluss auf die Offenbarung hatte und weil er von sich aus sagte, „morgen werde ich euch eine Antwort geben“, ist es ersichtlich, dass er kein falscher Prophet war. Allah spricht dies im Quran an: (18:23-24) Und sage zu keiner Sache: „Ich vollbringe dies morgen.“ (24) Es sei denn, wenn ALLAH es will… Erste Auswanderung
Umar (r.) wird Muslim
Wohin willst du Umar? Zu Muhammed, der die Quraisch gespalten, ihre Tugenden für dumm erklärt, ihre Religion geschmäht und ihre Götzen beschimpft hat, damit ich ihn umbringe. Nu’aim sagte darauf zu Umar: Du betrügst dich selbst. Willst du nicht lieber zu deiner eigenen Familie gehen und dort nach dem Rechten sehen? Dein Schwager und Vetter Said und deine Schwester Fatima haben den Islam angenommen und folgen Muhammeds Glauben. Willst du nicht erst einmal dort nach dem Rechten sehen?! Da kehrte Umar um und begab sich zu seiner Schwester und seinem Schwager.
Als Umar an der Türe war hörte er jemanden, der etwas in einer
Art vorrezitierte, was er vorher noch nie gehört hatte. Umar trat
ins Haus ein und fragte:
Als Umar sah, wie seine Schwester blutete, bereute er seine Tat, wich
zurück und sagte zu ihr:
Umar ging nach Hause vollzog die Waschung kam zurück und las auf dem Blatt die Sure „Ta’Ha“ (Sure 20). Nachdem er einen Abschnitt davon gelesen hatte sagte er: Welch schöne und edle Worte! Umar sagte, führe mich zu Muhammed, damit ich Muslim werde! Muhammed ist mit einigen seiner Gefährten im Hause bei Safa. Da gürtete Umar sein Schwert um, ging zum Propheten und klopfte an der Tür. Einer seiner Gefährten ging zu Tür, sah durch eine Spalt Umar mit seinem Schwert und ging zu Muhammed und sagte: O Gesandter Allahs, es ist Umar, und er trägt ein Schwert! Hamza aber sprach: Lasst ihn ein! Hat er Gutes im Sinn, werden wir ihn entsprechend behandeln; hat er Schlechtes im Sinn, werden wir ihn mit seinem eigenen Schwert töten. So lass ihn ein! Der Prophet stimmte zu. Muhammed sagte: Was bringst du, Sohn des Khattab? Bei Allah, ich fürchte, du wirst die Muslime so lange verfolgen, bis Allah Unheil über dich herabsendet! Umar entgegnete: ich bin gekommen, um an Allah, Seinen Propheten und dessen Offenbarung Zeugnis abzulegen. Ich möchte Muslim werden. Da rief Muhammed aus: Allahu akbar! Allah hat meine Du’a erfüllt. Der Prophet sprach eine Du’a in der er Allah darum Bittete einen der beiden Umar zum Islam zu führen. Allah erwählt Umar Khattab und nicht einen der Onkel des Propheten der ebenfalls Umar hieß. Nach dem Hamza und Umar den Islam angenommen hatten, sahen sich die Quraisch geschwächt. Umar ging durch die Straßen und sagte zu den Leuten: ich habe den Islam angenommen, hat einer etwas dagegen, so soll er es gleich jetzt sagen! Umar war für seine Strenge und Härte bei den Quraisch bekannt. Man fürchtete sich vor ihm und Hamza. Der Boykott
In einen Tal von Mekka zogen sich die Muslime und die Sippe der Haschim zurück. In den zwei Jahren des Boykotts erlitten sie sehr große Not. Zwar wurde der Boykott nicht von allen eingehalten, sodass immer wieder Lebensmittel geschuckelt werden konnte, doch die Not wurde dadurch nicht gelindert. Der Hunger trieb die Muslime manchmal so weit, dass sie sich einen Stein um den Bauch banden um den Hunger erträglicher zu überstehen. Mit der Zeit wurde es einigen der Quraisch doch zu viel, täglich das Leid der Verbanden ansehen zu müssen. Schließlich waren es doch ihre Verwandten die an Hunger litten. Eines Tages als die Leute wie immer sich bei der Kaba einfanden, trat Zubair hervor und sprach zu den Anwesenden: Mekkaner! Können wir noch essen und uns kleiden, während die Banu Haschim dem Untergang geweiht sind? Wahrlich ich werde mich nicht setzen, solange diese ungerechte Boykotturkunde nicht zerrissen ist. Abu Dschahl wandte sich dagegen, das der Boykott aufgehoben werden soll.
Die Mehrheit entschied sich, die Urkunde abzunehmen und zu zerreisen. Doch
als sie das Blatt abnehmen wollten, war nur noch ein kleiner Fetzen übrig
auf dem die Worte standen:
Einschub
Während des Boykotts soll es eine Annäherung zwischen den Mekkaner und den Propheten gegeben habe. So sagt man, der Prophet sei geneigt gewesen die Götzen zu huldigen, wenn die Götzendiener dafür den Islam anerkennen. So soll es schließlich gekommen sein, dass der Prophet sich vor den Götzen niederwarf, worauf die Mekkaner ihn versprachen nicht mehr gegen die Muslime vorzugehen. Dann aber soll eine Offenbarung gekommen sein, die dem Propheten verbot, andere Götter zu huldigen. Diese Erzählungen sind reine Wunschträume der Feinde der islamischen Lehre. Der Prophet hatte seinen Auftrag und hielt an ihn fest. Würde er geneigt sein, den Götzendienern entgegenzukommen, so hätte man seine Lehre verwerfen können. Kein Prophet hat jemals versucht einen Kompromiss mit den Götzendienern zu machen. Daher wurden die Propheten ja auch schlecht behandelt und einige wurden sogar getötet. Der Prophet Muhammed hatte in den ersten Jahren soviel ertragen müssen, und doch ging der Islam immer gestärkter hervor. Es bestand für ihn gar kein Anlass, das Vertrauen auf Allah zu vernachlässigen und selbstständige Wege zu suchen. Andernfalls hätte er schon am Anfang seiner Verkündung einen Handel mit den Götzendienern abschließen können, somit wäre den Muslimen viel Leid erspart geblieben. Es ist ganz offensichtlich, das diese Erzählungen Erfindungen sind, um die Lehre des Islam ins schlechte Licht zu stellen, und um Muhammed die Glaubwürdigkeit als Prophet abzusprechen. Die Erzählung dieses Ereignisses widerspricht der Vernunft der Vorgehensweise der Propheten. Aufgrund dieser Lügengeschichte erkennt man den besonderen Schutz, den Allah Seiner Religion verliehen hat. Damals wie heute, gibt es Leute, die versuchen die Lehre Allah mit ihren Mund kaputt zureden. Die Lügner und Verleugner sterben und mit ihnen ihre Lügen, doch Allahs Botschaft bleibt bestehen und findet immer wieder Platz in den Herzen der Menschen, die sich zum Islam bekennen. Wenn man gerade die heutige Situation der Muslime anschaut, so kann es nur Verwundern, dass gerade die Menschen des Westens sich für die islamische Lehre entscheiden und ihren Lebensstil zu Gunsten des Islams ändern. Und dahinter steht keine Gewalt, die sie gezwungen hat, zum Islam überzutreten. ...und beinahe hätten sie dich durch Fitna von dem abgebracht, was Wir dir als Wahy zuteil werden ließen, damit du in Unserem Namen anderes erdichtest. Und (hättest du es getan), dann hätten sie dich sicherlich als engen Freund genommen. ...und hätten wir dich nicht gefestigt, bereits wärest du beinahe ihnen ein wenig zugeneigt. ...dann hätten Wir dich doch das Zweifache (an Peinigung) im Leben und das Zweifache nach dem Tod erfahren lassen. Dann wirst du für dich gegen Uns keinen Beistehenden finden. (17:73-75) ...und Wir entsandten vor dir keinen Gesandten und keinen Propheten, ohne dass, wenn er vortrug, der Satan zu seinem Vortrag etwas hinzufügte. Doch Allah verwischt das, was der Satan einfügte und Allah bestätigt Seine Zeichen, und Allah ist Allwissend und Allweise. ...auf dass ER das, was Satan einwirft, zu einer Versuchung für jene macht, in deren Herzen eine Krankheit ist und deren Herzen verhärtet sind; und wahrlich, die Frevler sind in äußerstem Zwist. (22:52-53) Die Befürworter in der Angelegenheit mit den „Kranichen“ argumentieren, dass deswegen die Auswanderer von Abessinien zurückkamen, weil der Prophet mit den Quraisch Frieden schloss. Der Prophet hätte die Peinigung seiner Leute nicht länger ertragen können. Die Gegner dieser Geschichte sagen, dass die Auswanderer wegen andere Gründe zurückkamen. Einmal weil Hamza und Umar den Islam annahm und dadurch die Quraisch eingeschüchtert wurden, zum anderen war eine Revolution in Abessinien ausgebrochen, weil der König Sympathie für den Islam zeigte. Als jedoch die Auswanderer kurz vor Mekka waren, kam ihnen zu Ohren, das die Konflikte weiterhin stattfinden und viele und noch andere unternahmen die zweite Hicra nach Abessinien. Zu den Versen sagen die Gegner um die Angelegenheit mit den Kranichen. Heißt es doch: ...und hätten Wir dich nicht gefestigt... In welcher Angelegenheit und in welcher Zeit, der Prophet sich den Mekkaner zuneigen wollte, bleibt wohl immer Spekulation, aber fest steht, durch die quranische Aussage, hätte der Prophet eine falsche Offenbarung verkündet, so wäre er der Bestrafung Allah anheim gefallen. In den Hadithen, die von dieser Begebenheit erzählen, sieht man an den Satzbau, das diese Hadithe gefälschte sind. So wird findet man: al gharanikul ula inna schafaatahum tutardscha, oder, inna schafaatahum tutardscha oder, al gharaniku, oder, wa innaha lahija al gharanikul ula, oder, wa inna schafaatahunna lahija allati tutardscha. Ibn Ishak sagte dazu: Damit will man die Leute in Zweifel bringen an der Wahrhaftigkeit von Muhammeds Übermittlung. Ein anderes Argument gegen die Kraniche ist der sprachliche Gebrauch. Weder in der Poesie noch in den Redewendungen der Araber ist es vorgekommen, dass sie ihre Götter als Kraniche bezeichnen. Der Quranvers 19 der 53 Sure berichtet: Wie seht es mit Al-Lat und Al-Uzza, sowie die andere dritte Manat? Ist euch etwa das Männliche und Sein das Weibliche? Dies ist sicher eine ungerechte Teilung. Es sind nur Namen, die ihr und eure Ahnen gegeben habt, für die Allah keinen Beweis hinabsandte... In diesen Versen werden Namen der Götter genannt, aber nirgendwo wird der Name „Kraniche“ als Götter erwähnt. Jene, die sie Erfanden, meinten wohl, man kann den Muslimen alles Erzählen und sie glauben alles ohne zu prüfen! So lässt Allah das Falsche vom Wahren unterscheiden. Dennoch nehmen gerade viele Orientalisten diese Erfindung her um der Lehre des Islams als Lügenreligion darzustellen. Sie planen, doch Allah ist der beste Planer! Christliche Gesandtschaft
...diejenigen die die Schrift erhalten haben, noch ehe der Quran da
war, glauben an ihn. Und wenn er ihnen verlesen wird, sagen sie: wir glauben
an ihn, es ist die Wahrheit von unserem Herrn...(28:52)
Der Dichter At-Tufail ibn Amr ad-Dausi
Er runzelte die Stirn
...er runzelte die Stirn und wandte sich ab, da der Blinde zu ihm kam. Was aber lässt dich wissen, ob er sich vielleicht reinigen wollte und ermahnen lassen, dass ihm das Ermahnen nützlich sein möge? Was nun den angeht, der genügend hat, dem wendest du dich zu, und du bist nicht verantwortlich dafür, dass er sich nicht reinigt. Was nun aber den angeht, der in Eifer zu dir kommt und voller Furcht ist, von dem wendest du dich ab. Nein! Dies ist fürwahr eine Ermahnung, und wer da will gedenke seiner (den Quran) auf ehrwürdigen Seiten, erhöhten, lauteren, durch die Hände von edlen, frommen Schreibern. (80:1-16) Der Tod Abu Talib und Khadidscha
Abu Talib erkrankte mit ca. achtzig Jahren, an deren Folgen er starb. Es war für Muhammed ein großer Verlust, hatte er sich doch seit seiner Kindheit um ihn liebvoll und zuletzt unter Repressionen von Seiten der Quraisch, gekümmert. Die Führer der Quraisch suchten Abu Talib am Sterbebett auf um mit ihn über Muhammed zu reden: Abu Talib! Du weißt ja, was zwischen uns und deinem Neffen steht. So rufe ihn und vermittle einen Kompromiss zwischen uns, damit sie uns in Ruhe lassen und er unseren Glauben in Ruhe lässt, wie wir dann den seinigen in Ruhe lassen. Abu Talib ließ Muhammed rufen und sagte zu ihm: Die Edlen dieser Stadt sind gekommen um dir Zugeständnisse zu machen, wenn du ihnen auch welche machst. Gut sagte der Prophet, gebt nur ein Wort! Gern sagte Abu Dschahl, und der Prophet sagte darauf: So sprecht: Es gibt keinen Gott außer Allah! Und sagt euch los von allem, was ihr neben IHM anbetet! Erstaunt riefen sie: Willst du alle Götter zu einem Gott machen? Sie sagten untereinander: Von Muhammed bekommen wir keine Zugeständnisse, gehen wir und bleiben wir bei unserer Religion. Muhammed redet noch in der Sterbeminute auf seinen Onkel ein: Sag: Es gibt keinen Gott außer Allah! Aber Abu Talib sagte: Müsste ich nicht fürchten, dass die Quraisch glaubten ich hätte jene Wörter nur gesagt aus Angst vor dem Tod, würde ich sie sagen – aber doch nur, um dir eine Freude zu machen. Sein Bruder Abbas der mit anwesend war, sah, wie Abu Talib die Lippen bewegte aus denen er heraushörte: Es gibt keinen Gott außer Allah. Doch der Prophet sagte, ich habe nichts gehört! Khadidscha starb mit ca. 65 Jahren. Einst galt sie als reiche Handelsfrau doch seit dem Auftreten Muhammed als Prophet schwand das Vermögen dahin. Khadidscha kümmerte sich neben ihren vier Töchtern, die ihr geblieben waren (zwei Söhne starben im Babyalter), auch um Muhammeds Adoptivsohn Zayd und Muhammeds Neffe Ali. Die Trauer um Khadidscha stand allen ins Gesicht geschrieben. Schließlich sagte der Prophet zu seinen Töchtern: Cibril kam zu mir und sagte: ich soll dir den Friedensgruß von ihrem Herrn bringen und soll sagen, für sie sei eine Wohnstatt im Paradies bereit. Verschlimmerung durch die Quraisch
Aufruf in at-Taif
Bis jetzt hatte Muhammed immer den Schutz seines Onkel und der Muslime genossen. Nun stand der Prophet aber ohne Schutz da. Daraufhin sandte Allah Muhammed die Botschaft zu, dass ER nun die Schutzfunktion übernehmen werde und er nach Mekka zurückkehren solle. Mirac die nächtliche Reise
Während ich diese Nacht bei Hind, der Tochter von Abu Talib verbrachte stand ich Nachts auf und ging zur Kaba um dort zu beten. Da überfiel mich die Müdigkeit und ich legte mich dort schlafen. Während ich schlief, kam Cibril zu mir und stieß mich mit dem Fuß. Ich setzte mich auf, sah aber nichts und legte mich wieder hin. Da kam er ein zweites Mal und stieß mich mit dem Fuß. Wieder setzte ich mich auf, legte mich aber wieder hin, als ich nichts sah. Schließlich kam er zum dritten Mal und stieß mich mit dem Fuß. Ich setzte mich auf, und er ergriff mich am Oberarm. Ich erhob mich, und er führte mich hinaus zum Tor der Kaba und siehe, da stand ein weißes Reittier, halb Maultier halb Esel. An den Schenkeln hatte es zwei Flügel, mit denen er seine Hinterbeine vorantrieb, während er seine Vorderbeine dort aufsetzte, wohin sein Blick reichte. Als ich mich dem Tier näherte, um aufzusteigen, scheute es, doch Cibril legte ihm die Hand auf die Mähne und sprach: Schämst du dich nicht, Buraq, über das was du tust? Bei Allah, kein edlerer hat dich vor ihm geritten! Da schämte es sich so sehr, dass es in Schweiß ausbrach, und hielt still, dass ich aufsteigen konnte. Ich ritt mit Ciril zusammen bis nach Jerusalem. Dort waren alle Propheten versammelt. Ich trat als Vorbeter vor und sie hin und sie betete mit mir. Sodann wurden mir zwei Gefäße gebracht, das eine mit Wein gefüllt, das andere mit Milch. Ich nahm das Gefäß mit Milch und trank es aus. Das Gefäß mit dem Wein ließ ich aber stehen. Da sprach Cibril zu mir: Rechtgeleitet wurdest du für die Schöpfung und rechtgeleitet wurde dein Volk, o Muhammed! Von Jerusalem aus, bestieg ich den Himmel über eine Leiter. Das Himmelstor wird von Engel bewacht, als wir ankamen sagte der Engel zu Cibril: Wer ist das bei dir? Dies ist Muhammed, erwiderte Cibril. Ist er gesandt worden? Ja. Darauf erflehte der Engel Allahs Güte für mich. Ich aber trat in den untersten Himmel ein und sah dort einen Mann sitzen, an dem die Seelen der verstorbenen Menschen vorüberzogen. Über die einen sprach er Gutes und freute sich, wobei er sagte: Eine gute Seele aus einem guten Körper. Zu den anderen aber sprach er mit finsterem Gesicht: Wie abscheulich! Eine schlechte Seele aus einem schlechten Körper! Wer ist dies? Fragte ich Cibril, und er sagte mir: Dies ist dein Vater Adam, an dem die Seelen seiner Nachkommen vorüberziehen. Die Seelen der Gläubigen erfreuen ihn, jedoch die Seelen der Ungläubigen verabscheut er. Dann erblickte ich Männer mit Lippen wie von Kamelen. In ihren Händen hatten sie faustgroße glühende Steine, die sie sich in den Mund warfen und die an ihrem Gesäß wieder herauskamen. Wer sind sie? Fragte ich Cibril, und dieser sagte: Diese sind jene, die den Besitz der Waisen ohne Recht aufgezehrt haben. Sodann erblickte ich Männer in der Art der Familie des Pharao mit Bäuchen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Über sie zogen Wesen hin wie vor Durst geplagte Kamele, wenn sie dem Feuer ausgesetzt werden. Sie traten auf die Männer, ohne dass sich diese von ihrer Stelle bewegen konnten. Wieder fragte ich Cibril: Wer sind diese Männer? Diese sind jene, die sch vom Riba/Fayz genährt haben! Und ich sah Männer, vor denen neben stinkendem, erbärmlichem Fleisch auch gutes fettes lag, doch nur von dem stinkendem konnten sie essen. Wer sind diese Cibril? Das sind jene Männer, die sich nicht die Frauen nahmen, die Allah ihnen erlaubte, sondern zu jene gingen, die Allah verboten hatte. Dann erblickte ich Frauen, die an ihren Brüsten aufgehängt waren. Wer sind sie? Diese sind jene Frauen, die ihren Männer Kinder unterschoben, die diese nicht gezeugt haben. Dann brachte er mich in den zweiten Himmel, und siehe da waren die beiden Vettern Isa und Yahya. Und Cibril brachte mich hinauf in den dritten Himmel, und dort war ein Mann mit einem Gesicht so schön wie der Vollmond. Ich fragte wer ist dieser? Das ist dein Bruder Yusuf. Und er brachte mich hinauf in den vierten Himmel, wo ein Mann war, von dem Cibril mir sagte, es sei Idris. In den fünften Himmel sah ich Aaron. In den sechsten Himmel sah ich Musa. Im siebten Himmel sah ich einen Mann im reifem Alter auf einem Stuhl am Tore zum Paradies sitzen. Nie habe ich einen Mann gesehen, der mir ähnlicher war und Cibril sprach: Dies ist dein Vater Ibrahim! Schließlich betraten wir das Paradies. Und ich sah das Dschennem (Hölle). Der Höhepunkt seines Aufstieges war der Lotusbaum am äußersten Ende, wie es eine Aya beschreibt. Ab hier konnte Cibril Muhammed nicht mehr begleiten. Cibril sagte: würde ich auch nur einen Schritt weitergehen, so würde ich durch das Licht verbrennen. Beim Lotusbaum war Muhammed mit Allah nur durch einen Vorhang getrennt. Allah grüßte den Propheten und der Prophet grüßte zurück, und die Engel sprachen den Segenwunsch (Salevat) über Muhammed. Hier erhielt Muhammed die Verpflichtung fünfzigmal am Tag zu beten. Bei seinen Abstieg, so wird berichtet, traf er Musa, der ihn fragte, welche Verpflichtungen er von Allah bekommen hat. Muhammed sagte, das seine Umma fünfzig Mal am Tag besten sollte. Musa wandte ein: das ist zu schwer für deine Umma, gehe zu Allah und bitte darum, ER solle euch weniger auferlegen. Dies tat Muhammed solange bis schließlich nur noch fünf Gebet pro Tag zu verrichten waren. Als Musa immer noch verlangte, er solle um weniger bitten, sagte Muhammed: weniger will ich nun nicht mehr bitten, es beschämt mich um noch weniger zu bitten. So erhält jeder Muslim, der seine fünf täglichen Gebete einhält, die Belohnung als hätte er fünfzig Mal am Tag gebetet. Einschub
...bei dem Stern, wenn er abstürzt! Eurer Weggenosse ist weder irregegangen, noch folgte er einer Verführung. Und er spricht nicht aus eigenem Gutdünken. Es ist nur Offenbarung, das zuteil wird. Ihn lehrte einer von enormen Kräften, von Intelligenz, dann stand er gerade, während er am höchsten Horizont war, dann näherte er sich (Cibril), dann stieg er hinab, so war er (so nahe) wie der Abstand zweier Bogenlängen oder noch näher, dann ließ ER Seinem Diener als Wahy das zuteil werden, was ER als Wahy zuteil werden ließ. Der Verstand log nicht, was er sah. Zweifelt ihr etwa an ihn, was er sah? Und gewiß, bereits sah er ihn gewiß schon einmal bei der äußersten Sirdra (Lotusbaum), bei dieser ist das Cennet der Unterkunft, da zur Sidra die kommen, die kommen. Weder verfehlte der Blick, noch überschritt er. Gewiss, bereits sah er von den großen Ayat seines Herrn! (53:1-18) Jene die sagen, al-Isra und al-Mirac hätten mit dem Geist Muhammeds stattgefunden, stützen sich auf einen Bericht von Umm Hani und auf das, was Ayse sagte: Der Körper des Gesandten Allahs wurde nicht vermisst, vielmehr ließ Allah ihn mit seinem Geist reisen. ...und Wir haben das Gesicht, das Wir dich sehen ließen, nur zu einer Versuchung für die Menschen gemacht. (17:60) Jene, die sagen, al-Isra geschah mit dem Körper, verweisen zur Begründung ihrer Meinung darauf, dass die Quraisch und die Muslime, als sie davon erfuhren, Muhammed nach einem Zeichen fragten, denn sie hätten desgleichen noch nie so etwas gehört. Da habe der Prophet ihnen eine Karawane beschrieben, die er unterwegs getroffen und zu einem ihrer Tiere geführt hätte, das sich verirrt hätte. Bei einer anderen Karawane hätte er aus einem Behälter Wasser getrunken, das er danach geschlossen habe. So warteten die Quraisch auf die Karawanen, fragten nach den geschilderten Vorfällen nach, und diese bestätigten die Aussagen. Fest steht auf jedem Fall, das Muhammed für dieses Unternehmen außerhalb von Zeit und Raum stand. Diese Reise ist mit unserem normalen Verstand nicht Wahrnehmbar. Nur eine übermenschliche Kraft ist dazu im Stande, einen Menschen solche Fähigkeiten zu verleihen. Teilweise ging unter den Quraisch ein höllisches Gelächter los, teilweise wunderten sie sich über solche Aussage des Propheten. Jedem Kind war bekannt, dass eine Karawane einen ganzen Monat braucht um von Mekka nach Syrien zu gelangen, und nun behauptet Muhammed, er habe in einer Nacht eine Reise von Mekka nach al-Aksa und wieder zurück gemacht. Einige Leute liefen zu Abu Bakr und sagten zu ihm: weißt du schon, der Prophet ist in einer Nacht nach Jerusalem gereist? Was hältst du jetzt von deinen Freund? sagten sie. Abu Bakr sagte, wenn es Muhammed so sagt, dann wird es auch so gewesen sein. Die Leute waren über diese Äußerung verwundert. Bei dieser Begebenheit gab der Prophet ihn den Namen „as-Siddiq“ (Bestätiger der Wahrheit). Zudem sagte Abu Bakr, berichte mir wie es in Jerusalem aussieht, ich war schon vor vielen Jahren einmal dort. Der Prophet erzählt den Anwesenden was er Unterwegs und in al-Kuds gesehen hatte und Abu Bakr und einige Karawanenbegleiter bestätigten seine Erzählungen. Die Fitne unter den Quraisch und Muslimen nahm solches Ausmaß an, das einige Muslime sich dazu verleiten ließen, den neugewonnen Iman abzuschwören. Das Gespött nahm solche Ausmaße an, das Allah eine Offenbarung sandte: ...und gib bekannt, was dir befohlen wird, und wende dich von den Muschrik ab. Wir genügen dir als Schutz gegenüber den Spöttern, die Allah einen anderen Gott zur Seite setzen. Sie werden es noch zu wissen bekommen. Als wieder die Spötter auf Muhammed einhackten, kam Cibril und warf Aswad der Sohn des Muttalib ein grünes Blatt ins Gesicht, worauf dieser erblindete. Dann zeigte Cibril mit seinen Finger auf den Bauch des Aswad den Sohn von Abdjachuth, worauf dieser anschwoll und an der Wassersucht strab. Als Walid vorbeikam deutete Cibril auf eine Narbe, die er sich von einen Pfeilschuss holte aber fast schon verheilt war, die Narbe platze auf und er starb an diesen Folgen. Dann deutete Cibril auf die Fußsohle von As, der Sohn von Wa’il. Auf dem Nachhauseritt fiel er vom Esel trat in einen Dornenbaum mit der Ferse und verstarb an den Folgen. Harith bekam im Kopf Eiter, als Cibril mit seinen Finger darauf zeigte, was später zum Tod führte. Es waren die Rädelsführer bei der Verspottung des Propheten über die Mirac. Das Abkommen von Aqaba
Zur diesjährigen Wallfahrt kamen zwölf Muslime aus Medina und trafen sich bei „Aqaba“ mit dem Propheten um ihn zu huldigen: ...ich war beim Ersten Aqaba dabei sagte Abu Marthad. Wir waren zwölf Männer und huldigten dem Propheten nach Art der Frauen, d. h. ohne Verpflichtung zum Kampf, die wir erst später erhielten. Bei der Huldigung verpflichteten wir uns, Allah nichts zur Seite zu stellen, nicht zu stehlen, nicht Unzucht zu treiben, unsere Kinder nicht zu töten, unsere Nachbarn nicht zu verleumden und ihm (den Propheten) in allem, was rechtens ist, zu gehorchen. Wenn ihr dies erfüllt, so sprach der Prophet zu uns, werdet ihr ins Paradies eingehen. Wenn ihr einem der Verbote zuwiderhandelt, liegt es bei Allah, ob ER auch strafen oder euch verzeihen will. Als die Männer den Propheten wieder verließen, schickte er Musab ibn Umair mit ihnen und trug ihm auf, ihnen den Quran vorzutragen, sie den Islam zu lehren und sie in der Religion zu unterweisen. Musab wurde in Medina der Leser genannt und wohnte dort bei Asad dem Sohn des Zurara. Musab blieb bei Asad in Medina und rief die Einwohner zum Islam auf, bis es kein Haus in Yatrib mehr gab, in dem nicht muslimische Männer und Frauen lebten. Fast ein Jahr später kehrte Musab nach Mekka zurück und im gleichen Jahr kamen die Ansar mit ihren Stammesgenossen zur Wallfahrt nach Mekka. Man traf sich ein zweites Mal bei Aqaba: Ka’b erzählt: wir machten uns zusammen mit unseren heidnischen Stammesgenossen auf den Weg. Wir hatten gebetet und die Unterweisungen im Din erhalten. Bei uns war auch Bara, der Sohn des Marur, unser Führer und unser Ältester. Nachdem wir uns auf die Reise gemacht und Medina verlassen hatten, sprach Bara zu uns: Ich bin zu einer Ansicht gekommen, von der ich aber, bei Allah, nicht weiß, ob ihr mir darin zustimmen werdet oder nicht. Nämlich! Ich bin der Meinung, ich sollte beim Gebet der Kaba in Mekka nicht den Rücken kehren, sondern mich ihr zuwenden. Da sagten einige, wir haben aber erfahren, dass sich der Prophet beim Gebet stets nach Syrien wendet, und wir wollen ihm nicht zuwiderhandeln. Bara sagte, ich werde mich trotzdem zur Kaba wenden. Wir aber nicht sagten die anderen. Darauf sagten Bara, lasst uns zum Propheten gehen und ihn wegen der Handlungsweise während der Reise fragen. Der Prophet saß nehmen Abbas seinen Onkel. Als Bara auf die beiden
zuging, fragte Muhammed seinen Onkel Abbas, kennst du die beiden? Abbas
sagte ja, das ist der Führer seines Volkes und der andere ist Ka’b
in Malik. Der Prophet sagte darauf: der Dichter? Ja, bestätigte Abbas.
Bara erzählt den Propheten die Geschichte mit der Gebetsrichtung und
der Prophet sagte: Du hättest eine Gebetsrichtung, wenn du dabei bliebst!
Bara wandte sich wieder der Richtung, wie die anderen es taten, zu.
Die zweite Huldigung von Aqaba
Volk von Chazradsch! Ihr wisst, welche Stellung Muhammed bei uns innehat. Wir haben ihn vor unseren eigenen Stammesgefährten beschützt, die über ihn genauso denken wie wir. Er lebte in Ansehen bei seinen Volk und in Sicherheit in seiner Heimat. Nun wollt ihr, dass er sich euch unbedingt anschließt. Wenn ihr meint, ihr könnt ihm gegenüber eure Versprechen einhalten und ihn vor seinen Gegnern schützen, dann übernehmt, was ihr euch aufgeladen habt. Wenn ihr aber glaubt, ihr werdet ihn, nachdem er zu euch gezogen ist, fallen lassen und verraten, dann lasst ihn lieber gleich in Ruhe, denn hier unter den Muslimen in Mekka lebt er in Ansehen und Sicherheit. Wir haben deine Wörter gehört. Gesandter Allahs, sprich du selbst und entscheide nach deinem Willen für dich und deinen Herrn. Muhammed ergriff das Wort, rezitierte aus den Quran vor, rief zum Gehorsam an Allah auf und stärkte unser Verlangen nach dem Islam. Dann sprach er: Ich nehme eure Huldigung auf der Grundlage an, dass ihr mich schützt wie eure Frauen und Kinder. Da ergriff Bara seine Hand und sagte: Ja, bei Dem, Der dich als Prophet mit der Wahrheit gesandt hat, wir werden dich schützen, wie wir unsere Frauen schützen. Lass uns dir huldigen, Gesandter Allahs. Wir sind, bei Allah, Männer des Krieges und besitzen Waffen, die wir von Geschlecht zu Geschlecht vererbt haben. Abu Haitham unterbrach Bara und fragte Muhammed: wir haben eine Bindung zu jenen Männer (die Juden in Medina) und wenn wir dies nun brechen, wirst du dann vielleicht, nachdem Allah dir den Sieg gescheckt hat, zu deinem Volk zurückkehren und uns alleine lassen? Da lächelte der Prophet und erwiderte: Nein! Blut ist Blut und nicht zu bezahlendes Blut ist nicht zu bezahlendes Blut. Was heißt: was euch heilig ist, ist auch mir heilig, was eure Blutschuld ist, ist auch meine Blutschuld. Ich gehöre zu euch und ihr gehört zu mir. Ich bekämpfe den, den ihr bekämpft, und bin in Frieden mit dem, mit dem ihr in Frieden seid. Wählt zwölf Verantwortliche unter euch aus, damit sie ihrem Volk in seinen Angelegenheiten voranstehen. Es wurden neun Männer vom Stamme Chazradsch und drei vom Stamme Aus gewählt. Zu diesen sprach der Prophet: Ihr seid die Bürgen für euer Volk, wie es die Jünger Isa waren. Und ich bin der Bürge für mein Volk, womit er die Muslime meinte. Die Verantwortlichen ihrer Stämme stimmten dem zu. Bevor die Huldigung begann erhob sich ein Ansar und sagte: Männer von Chazradsch! Seid ihr euch bewusst, was es für euch bedeutet, diesem Mann zu huldigen? Ja, kam aus der Menge. Ihr huldigt ihm auf den Krieg gegen alle Menschen. Wenn ihr meint, ihr werdet ihn aufgeben, wenn eurer Eigentum verloren ist und eure Edlen gefallen sind, so tut es lieber gleich, denn bei Allah, es wird euch sonst zur Schande im Diesseits und im Jenseits gereicht. Wenn ihr aber glaubt, ihr könnt eurer Versprechen ihm gegenüber halten, dann nehmt ihn, denn bei Allah, es wird euch im Diesseits und im Jenseits zum Wohle gereichen. Die Muslime aus Yathrib sagten:
Die Männer schlugen in dem Prophet seiner Hand ein, während die Huldigung bei den Frauen mittels eines Wasserbehälters, in dem der Prophet zuerst seine Hand hineintauchte und dann nach und nach die Frauen ihre Hand hineintauchten. Damit war die Huldigung abgeschlossen. Die Hicra
Ihr habt gesehen, was Muhammed getan hat. Wir können nicht länger davor sicher sein, dass er uns mit seinen Anhängern von außerhalb unseres Stammes plötzlich angreift. Lasst uns deshalb eine Entscheidung über ihn fallen! Es wurden ein paar Vorschläge unterbreitet, doch der „alte Greise“ hielt sie alle für nicht tauglich. Schließlich kam Abu Dschahl auf die Idee, aus jedem Stamm einen angesehenen und starken jungen Mann zu holen und jedem von ihnen ein scharfes Schwert geben. Diese sollten dann gleichzeitig mit einem einzigem Hieb Muhammed während des Schlafes töten. Wir hätten dann endlich Ruhe vor ihm, denn die Blutschuld würde sich auf alle Stämme verteilen und die Sippe Abdmanaf könnte nicht gegen sie alle Krieg führen. Das ist es rief der „Greise“, es gibt keinen Plan der besser wäre! Mit diesem Vorschlag wurde die Beratung beendet. Am Tag der Mordverschwörung kam Cibril zum Propheten und unterrichtete ihn von dem Mordanschlag. Er solle nicht im Bett schlafen, sondern diese Nacht die Hicra nach Yathrib zusammen mit Abu Bakr machen. Muhammed ging zum Hause Abu Bakr und sagte ihn, er solle heute Nacht seine beiden Kamelstuten bereithalten. Am Abend, von der Dunkelheit geschützt, versammelten sich vor der Tür Muhammeds die jungen Männer und Abu Dschahl. Muhammed rezitierte aus der Sure Yasin (36:1-9) und als er bei der Aya „und Wir verhüllen sie, so dass sie nicht sahen“, verließ er das Haus. Seine Belagerer konnten ihn nicht sehen, Allah hatte sie mit Blindheit geschlagen. Ali legte sich im Mantel des Propheten gehüllt in sein Bett und schlief. Beim heraustreten aus der Türe, nahm der Prophet Stand von Boden und streute auf die Häupter der jungen Männer und ging zu Abu Bakr. Ahnungslos warteten unterdessen die Verschwörer vor der Tür. Ein Mann, der des Weges daher kam und alles mit angesehen hatte, kam bei den wartenden jungen Männern vorbei und sagte zu ihnen: was macht ihr vor Muhammeds Türe? Und warum hat er euch Sand auf euer Haupt gestreut? Verwundert schauten Abu Dschahl und die anderen den Mann an und sagten, keiner kam aus der Türe und Muhammed erste recht nicht. Da strichen sich die Leute auf ihren Turban und es viel der Sand von ihrem Haupt. Verunsichert über die Erzählung des Mannes, wollten sie nun nicht länger warten traten ins Haus ein. Sogleich begaben sie sich zur Liegestätte, in der eine Person schlief. Sie zogen das Tuch von den Schlafenden und sahen, dass in dem Bett jemand anders lag. Da erkannten sie, das Ali im Bett lag. Wie konnte das nur geschehen, wunderten sich die Leute. Eilens suchten sie nach ihm im ganzen Haus, fanden ihn aber nicht. Die Flucht den Führern von Mekka mitgeteilt. Diese handelten sofort und setzten Kopfgeld in Höhe von 100 Kamelen auf Muhammed aus. Lebend oder Tod. Das Wunder mit der Höhle
Unter den Suchenden war ein guter Fährtenleser der einen kleinen Suchertrupp von etwa fünf Leuten anführte. Dieser Fährtenleser brachte schließlich den Trupp vor der Höhle, in der sich der Prophet und Abu Bakr versteckt hielten. Als die beiden die Stimmen vor der Höhle vernahmen, sage Abu Bakr zum Propheten: „Wenn einer von ihnen nach unten blickt, sieht er uns. Darauf sagte der Prophet: O Abu Bakr! Was soll man von zweien halten, deren dritter Allah ist! Der Suchtrupp schrie zur Höhle hinüber: Kommt raus Muhammed, dann werden wir auch nichts antun! Schließlich ging einer zur Höhlenöffnung und wollte hineinschauen, als er ein Spinnennetz sowie ein Taubennest vor dem Eingang der Höhle sah. Ebenfall war ein Baum vor dem Eingang der Höhle, bei deren Zutritt man die Äste hätte beiseitigen müssen. Der Beduine sagte zu den anderen: in dieser Höhle können sie nicht sein, eine Spinne hat ihr Netz über den Höhleneingang gesponnen, eine Taube hat ihr Nest am Höhleneingang mit frischen Eiern und die Äste sind nicht umgeknickt, sodass jemand in die Höhle hingegangen wäre. Einschub
Die Weiterreise
Die Muslime in Yathrib wurden immer ungeduldiger. Es verbreiteten sich schon Gerüchte, Muhammed sei in der Wüste umgekommen oder die Mekkaner hätten Muhammed auf der Flucht erwischt. Ein jugendlicher Jude schließlich, der auf einer Palme war, sah zwei Reiter und rief aus: Da kommen sie, da kommen sie! Auch die Juden in Yathrib waren gespannt auf den angekündigten Propheten. Schließlich wussten sie, dass in Yathrib oder in der Umgebung Allah einen Propheten entsenden wird. Schon vor langer Zeit sog es deshalb jüdische Gelehrte nach Yathrib um die Ankunft des ersehnten Propheten zu erwarten. Aller Dings zeigte sich, dass der Prophet der kam nicht der Prophet ihrer Vorstellung war. Die Juden hofften auf einen Propheten der ein Jude war und dazu die Juden aus der Knechtschaft der Römer befreien sollten. Nun aber kam einer, der von sich behauptet ein Prophet zu sein und das noch dazu ein Nichtjude ist. Die Ankunft
Als Muhammed schließlich in „deine Stadt“ >Medina< einzog, schloss sich eine große Schar ihm an. Die Stadt hieß nun nicht mehr Yathrib sondern sie wurde schlicht und einfach Medina genannt, was heißt „Stadt“ bzw. auf dem Propheten bezogen „Deine Stadt“. Von den beiden Stämmen al-Aus und Chazradsch wurde der Prophet in „Seine Stadt“ flankiert. Der Einzug in Medina übertraf alles bis jetzt da gewesenes. Männer, Frauen und Kinder säumten den Weg in die Stadt und jubelten und sagen dabei das berühmteste Lied „ „ .Qaswa, das Kamel des Propheten, gab durch ihre stetigen und heftigen Schritte den Rhythmus an. Viele rufen drangen zum Propheten und baten ihn, O Prophet sei du mein Gast. Würde sich der Prophet für eine Familie entscheiden, würden die anderen das als Beleidigung auffassen können. Deshalb sagte der Prophet sagte: lasst mein Kamel durch, dort wo es sich niederkniet, dort will ich absteigen und dort werde ich wohnen. Qaswa entscheidet
Sinn des raschen Moscheebaus
Nabia-Moschee
Die Wohnung des Propheten wurde an den Moschee-Hof angebaut. Die Bauart war genauso einfach und schlicht, jedoch besser abgeschirmt. Die Hausmauer war nur teilweise bis zum Dach hochgezogen. So konnten die Sahaba sehen, wenn der Prophet stand, was er hinter seiner Wohnungsmauer machte. Das war ihnen so wichtig, das ihnen keine Sunna-Art verloren ging. Sie wollten jede Sekunde des Propheten sehen, dass der Prophet sich genötigt sah, gewisse Ibadet-Handlungen im Sitzen zu verrichten, damit die „Hausbelagerer“ dies nicht mitbekamen. Dies tat der Prophet aber nicht, weil ihn die „Belagerer“ auf den Nerven gingen, sondern zum Schutz der Muslime allgemein. Damit die Muslime nicht alle Sunna-Handlungen als verbindlich für die Muslime festschrieben. Nach Beendigung der Bauarbeiten, bei dem der Prophet selbst hand anlegte, zog er von Ayüb’s Wohnung, in sein eigenes neues Zuhause ein. * Ayüb al-Ansari zog zur Da’wa noch mit 90 Jahren nach Istanbul aus, wo man sein Grab vor den Stadtmauer fand. (Gleichfalls gibt es Legenden die Berichten das Ayüb die Stadttore für Fatih Sultan Mehmet öffnete. Die Verbrüderung
Die Muhadschirun verließen Mekka und mussten sich von ihrem Frauen, Kinder, Besitz an Wertgegenständen, Haus und Haushaltswaren trennen. Da nun die Muhadschirun kein Geld und kein Besitz hatten, boten die Ansar ihnen von ihrem Geld die hälfte an. Diese jedoch lehnten es ab und boten ihre Arbeitskräfte zur Hilfe an. Entweder im Handel oder in der Landwirtschaft. Es gab einige, die hatten kein Dach über den Kopf in Medina gefunden, ihnen wies der Prophet eine Schlafgelegenheit in den bedachten Teil der Moschee zu. Dort wurden sie auch mit dem Nötigstem an Essen und Kleider versorgt. Nachdem sich der Prophet mit seinen ausgewanderten Brüdern in Medina eingerichtet hatte und die Lage der Ansar (Helfer) in der Stadt bereinigt war, verfestigte sich der Islam bei ihnen. Das „Salah“ war eingerichtet, die Zekat und das Fasten wurden zur Pflicht gemacht, gesetzliche Normen für das Zusammenleben wurden festgelegt, die Helal- und Haram-Normen wurden vorgeschrieben. Die Urkunde – die Charta von Medina Mit den ansässigen Juden und Nichtmuslime in Medina und in den Oasen vor Medina wurde ein Vertrag geschlossen, der die Beziehungen untereinander Regeln sollte: „Charta von Medina“ Mit dem Namen des barmherzigen und gütigen Allah. Dies ist eine Urkunde von Muhammed, dem Gesandten Allahs, über die Beziehungen zwischen den gläubigen Muslimen von Quraisch und Yathrib, jenen die ihnen folgten, sich ihnen angeschlossen haben und zusammen mit ihren kämpfen. Sie sind ein Cemat in Unterscheidung zu den anderen Menschen. Die Muhadschirun von den Quraisch sollen, entsprechend ihrer bisherigen Sitte, gemeinsam die Blutschuld unter sich bezahlen und ihre Gefangen auslösen mit der Billigkeit und Gerechtigkeit, wie sie unter Muslimen üblich sind. Die Banu Auf zahlen die Blutschuld entsprechend ihrer bisherigen Sitte und jede Untergruppe löst ihre Gefangenen aus, entsprechend der Billigkeit und Gerechtigkeit unter den Muslimen. Ebenso die Stämme Saida, Harith, Dschuscham, Naddschar, Amr ibn Auf, Nabit und Aus. Die Mumin geben keinen Schuldner unter ihnen auf, sondern helfen ihm nach Billigkeit, seine Auslösesumme oder das Blutgeld zu zahlen. Ein Mumin schließt kein Bündnis mit dem Freigelassen eines anderen Muslims ohne dessen Zustimmung. Die gottesfürchtigen Muslime stellen sich gegen jeden, der ungerecht gegen sie handelt oder versucht, Unrecht, Sünde, Feindschaft und Verderbtheit unter die Mumin zu streuen; gemeinsam wenden sie ihre Hände gegen ihn, und sei es der Sohn eines von ihnen. Ein Muslim tötet keinen Muslim wegen eines Kafir und hilft keinem Kafir gegen einen Muslim. Allahs Schutz ist ein einziger; gibt auch nur der geringste von ihnen einem Fremden Schutz, so ist dies für alle verpflichtend. Die Mumin stehen – gegenüber den anderen Menschen – gegenseitig in einem Verhältnis wie Herr und Freigelassener. Die Juden, die uns folgen, genießen die gleiche Hilfe und Unterstützung, solange sie die Muslime nicht unrecht behandeln und andere gegen sie unterstützen. Der Friede der Musliime ist ein einziger. Kein Mumin schließt für sich gegen einen anderen Mumin einen Frieden im Kampf für Allah, es sei denn auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Gleichheit. Auf jedem Feldzug wechseln sich die Reiter in der Führung ab. Die Muslime rächen für einander das im Dschihad vergossene Blut. Die gottesfürchtigen Muslime stehen unter der besten und richtigsten Rechtleitung. Kein Kafir aus Medina gewährt den Quraisch Schutz für Güter oder Personen, noch setzt er sich für einen Quraischiten gegen einem Muslim ein. Wenn jemand ungerechterweise einen Muslim tötet und dabei die Unrechtmäßigkeit eindeutig ist, dann ist jeder der Vergeltung unterworfen, es sei denn, der Vertreter des Ermordeten ist mit einer Zahlung zufrieden. Alle Muslime stehen gemeinsam gegen den Mörder und sind verpflichtet, sich gegen ihm zu wenden. Einem Mumin, der dem Inhalt dieser Urkunde zugestimmt hat und von Allah und den letzten Tag überzeugt ist, ist es nicht erlaubt, einem Übeltäter zu helfen oder ihm Zuflucht zu gewähren. Auf dem, der dies dennoch tut, liegen der Fluch und der Zorn Allahs am Tage der Auferstehung, und durch nichts kann er sich dafür entschädigen. In der Frage, in der ihr uneins seid, wendet euch an Allah und an Muhammed. Die Juden tragen ihre eigenen Unkosten, solange sie zusammen mit den Muslimen kämpfen. Die Juden im Stamme „Auf“ bilden mit den Muslimen eine Gemeinde. Den Juden ihrer Religion und den Muslimen ihre! Dies gilt für ihre Freunde wie für sie selbst, es sei denn, einer hat unrecht oder sündhaft gehandelt; er bringt Unheil nur über sich und seine Familie. Dies gilt gleichermaßen für die Juden in den Stämmen Naddschar, Harith, Saida, Dschuscham, Aus, Tha’Laba und Schutaiba. Treue geht vor Verrat. Für die Leute der Tha’laba gilt das gleiche und ebenso für die engen Freunde der Juden. Niemand aus der Gemeinde zieht ohne die Erlaubnis Muhammed in den Kampf, doch wird er nicht daran gehindert, Rache für eine Verwundung zu nehmen. Wer immer vorschnell jemand tötet, vernicht nur sich selbst und seine Familie, es sei denn, jener hat Unrecht getan; Allah wird mit ihm zufrieden sein. Die Juden tragen ihre Unkosten und ebenso die Muslime die ihren. Sie helfen einander gegen jeden, der gegen die Leute dieser Urkunde kämpft. Zwischen ihnen herrscht echte Freundschaft und Treue ohne Verrat. Ein Mann ist nicht schuld für den Verrat seines Bundesgenossen. Wem Unrecht geschieht, dem wird geholfen. Die Juden tragen ihre eigenen Unkosten, solange sie zusammen mit den Muslimen kämpfen. Das Tal von Yathrib ist ein sicherer Ort für die Leute dieser Urkunde. Der unter dem Schutz stehende Fremde wird behandelt wie derjenige, der ihm Schutz gewährt, solange er nicht schadet und keinen Verrat begeht. Einer Frau wird nur mit Zustimmung ihrer Familie Schutz gewährt. Immer wenn zwischen den Leuten dieser Urkunde etwas geschieht oder zwischen ihnen Streit entsteht, woraus Unheil zu befürchten ist, so ist dies Allah und Seinem Gesandten Muhammed vorzulegen. Allah nimmt aus dieser Urkunde an, was am frömmsten und rechtschaffensten ist. Den Quraisch und ihren Helfern wird kein Schutz gewährt. Die Leute dieser Urkunde helfen sich gegen jeden, der Yathrib überfällt. Wenn die Juden zu einem Friedenschluss aufgerufen werden, so tun sie es und halten ihn ein. Und wenn sie die gleiche Forderung an die Muslime stellen, so tun diese es ebenso, es sei denn, sie kämpfen für den Islam. Jeder erhält den Schutz von seiner Seite. Die Juden vom Stamme Aus, ihre Schutzbefohlenen wie sie selbst, haben die gleichen Rechte und Pflichten wie die Leute dieser Urkunde, solange sie sich diesen gegenüber aufrichtig verhalten. Treue geht vor Verrat. Jeder, der etwas erwirbt, erwirbt es für sich selbst. Allah billigt diese Urkunde. Sie schützt nicht den Übeltäter und den Sünder. Derjenige, der auszieht zum Kampf, ist in Medina sicher wie derjenige, der nichts unternimmt, solange er nicht Unrecht oder Verrat begeht. Allah schützt jeden, der aufrichtig ist und IHN fürchtet. Und Muhammed ist der Gesandte Allahs. Der Vertrag wurde von allen angenommen und für Rechtsverbindlich erklärt. Dies war die erste Vereinbarung zwischen Muslimen, Juden und Kafir. Solange sich jede Partei an die vertraglichen Vereinbarungen hält, solange kann jede Partei nach seinen Glauben und Ritualien leben und ist eine geschützte Person. Wird aber die vertragliche Vereinbarung nicht eingehalten, so erlischt der ganze Vertrag. Die Charta von Medina, bzw. der Staatsvertrag zwischen den Muslimen
und den Nichtmuslimen ist einmalig. Schon damals gab der Prophet durch
den Vertrag zu verstehen, das Muslime wie Nichtmuslime in Frieden miteinander
leben können. Solange bei Seiten sich an die Vereinbahrung halten.
Der Gebetsruf
Am nächsten Morgen ging Abdullah ibn Zaid zum Propheten und sagte ihn, ich hatte diese Nacht einen sonderbaren Traum: Letzte Nacht ging im Traum ein Mann an mir vorüber. Er war mit zwei grünen Gewändern bekleidet und trug eine Holzklapper in seiner Hand. Ich fragte ihn: Du Diener Allahs, verkaufst du mir die Klapper? Er erwiderte: was willst du damit machen? Ich sagte: wir rufen zum Gebet damit. Der Mann sagte: Soll ich dir dafür etwas Besseres sagen? Nämlich, sagte ich? Rufe lieber: „Allahu akbar, Allahu akbar, Allahu akbar, Allahu akbar .... Der Prophet rief aus: Wahrlich, ein Traum inschallah. Zur gleichen Zeit kam Umar und noch einige andere und erzählten, sie hatten den gleichen Traum heute Nacht gehabt. Der Prophet sagte darauf: Gehe zu Bilal und trage ihn deinen Traum vor. Er soll mit jenen Worten zum Gebet rufen, denn er hat eine wirkungsvolle und kräftige Stimme als du! Bilal stieg auf die Außenmauer der Moschee und rief somit das erste Mal zum Gebet: Allahu akbar, Allahu akbar
Der Neid der Juden
Eines Tages kam eine Gruppe jüdischer Rabis zum Propheten und sprachen: Wenn du uns vier Fragen, die wir dir stellen wollen, beantwortest, folgen wir dir und glauben an dich. Gebt mir darauf euer Versprechen bei Allah! Erwiderte Muhammed. Einverstanden! So fragt, was ihr wollt! Sag uns, wie es kommt, dass ein Sohn seiner Mutter ähnlich sehen kann, wo der Same doch vom Manne kommt? Ich beschwöre euch bei Allah und Seinen Zeichen für die Kinder Israels! Wisst ihr nicht, dass der Same des Mannes weiß und dick und der der Frau gelb und dünn ist und dass die Ähnlichkeit sich danach richtet, welcher der beiden zuerst den Orgasmus erreicht. Bei Allah, richtig! Nun berichte uns über deinen Schlaf! Wisst ihr nicht, dass die Augen dessen, der diesen Schlaf hat – wobei ihr behauptet, ich sei kein solcher -, schlafen, während sein Herz wacht? Bei Allah, richtig! Jetzt sage uns, was Israel sich selbst verboten hat! Wisst ihr nicht, dass Israel am liebsten Kamelmilch trank und Kamelfleisch aß, dass er sich dies aber selbst für verboten erklärte, um Allah dafür zu danken, dass ER ihnen einmal von einer Krankheit genesen ließ? Richtig, bei Allah! Nun erzähle uns noch über den Geist! Wisst ihr nicht, dass Cibril der Geist ist und er zu mir kommt? Bei Allah, richtig! O Muhammed, er ist uns ein Feind. Er ist ein Engel, der Ungemach uns Blutvergießen bringt. Wäre es nichts so, würden wir dir folgen. Da sandte Allah folgende Ayets herab. ...sprich: Wenn einer dem Cibril Feind ist – und der hat ihn (den Quran) doch mit Allahs Erlaubnis dir ins Herz herabgesandt, als Bestätigung dessen, was vor dem da war, und als Rechtleitung und Frohbotschaft für die Gläubigen -, wenn einer Allah und Seinen Engeln und Gesandten und dem Cirbril und Mikail Feind ist, so ist Allah den Kafir ein Feind...(2:99ff.) Eines Tages kam der Prophet bei jüdischen Kindern vorbei, die gerade Unterricht erhielten. Der Prophet forderte die Anwesenden auf, den Islam anzunehmen. Numan ibn Amr und Harith ibn Zaid aber fragten ihn: Was ist das für eine Religion, die du vertrittst, Muhammed? Er antwortete: die Religion Ibrahim! Ibrahim war aber Jude sagten die beiden darauf. Der Prophet sagte: So lasst die Thora zwischen uns entscheiden! Dies lehnten die beiden jedoch ab, worauf Allah die Ayat 3:23-24 herabsandte: ...hast du nicht jene gesehen, die einen Anteil an der Schrift erhalten haben? Sie werden zur Schrift Allahs aufgerufen, damit sie zwischen ihnen entscheide, worauf ein Teil von ihnen den Rücken kehrt und sich abwendet... Die ersten Streifzüge
Über 10 Jahre seit Muhammeds Verkündung, war es den Muslimen nicht gestattet, in irgend einer Gewalt gegen die Kafir anzuwenden. Erst in Medina erteilte Allah die Erlaubnis sich gegen diejenigen mit Gewalt zur Wehr zu setzen, die Gewalt gegen Muslime verüben. So war es nicht verwunderlich, als der Prophet den Mordanschlag in Mekka entging, dass die Quraisch den Muslimen auch in Medina nachstellen würden. Im zwölften Monat im Safar im folgenden Jahr, begab man sich erstmals auf einen Feldzug, den sogenannten Feldzug von Abwa. Der Feldzug war gegen die Quraisch und den Stamm der Damra gerichtet. Der Stamm schloss jedoch einen Friedensvertrag, so kam es nicht zu Kampfhandlungen. Mitte des Monat Rabi I zog der Prophet gegen die Quraisch in Buwat, auch dort kam es nicht zur Schlacht, und der Prophet zog wieder nach Medina. Im Monat Dschumada I zog er wieder gegen die Quraisch im Tal von Janbu. Dort wurde ein Friedensvertrag ausgehandelt, somit kam es nicht zur Schlacht. Schon wenige Tage nach seiner Ankunft in Medina erfuhr der Prophet von einen Überfall auf weidendes Vieh kurz vor der Stadt. Der Prophet verfolgte sie, jedoch konnten sie entkommen kurz vor Badr. Im Monat Radschab schickte der Prophet Abdullah ibn Dschahsch mit einer Gruppe von acht Muhadschirun - Ansar waren keine dabei - auf einen Streifzug in Richtung Mekka. Er gab Abdullah ibn Dschahsch ein Schreiben mit und befahl ihm, dieses erst zwei Tage nach seinem Aufbruch zu lesen und dann entsprechend dem Inhalt des Briefes zu handeln: wenn du diesen Brief gelesen hast, ziehe weiter bis nach Nachla zwischen Mekka und Taif, lauere dort den Quraisch auf und versuche für uns zu erfahren, was sie treiben. Bei Nachla sahen sie eine Karawane der Quraisch. Als die Karawane den Streifzug erblickten, fürchteten sie sich, sahen aber, das einer der Gefährten von Abdulla sich den Kopf geschoren hatte, wie das Pilgerer zu tun pflegten und fühlten sich wieder in Sicherheit. Abdullah beriet sich mit seinen Gefährten: Wenn wir sie diese Nacht unbehelligt ziehen lassen, werden sie morgen den unverletzlichen Bezirk von Mekka erreichen und dort vor uns sicher sein. Überfallen wir sie aber heute, so überfallen wir sie im Heiligen Monat. Sie zögerten und hatten Angst sie anzugreifen. Schließlich griffen sie die kleine Karawane an, töteten einige und nahmen die Güter und zwei Kriegsgefangene mit nach Medina. In Medina angekommen, war der Prophet nicht über diesen Streifzug erfreut: ich habe euch nicht befohlen, im heiligen Monat zu kämpfen. Er rührte die Karawane und die beiden Gefangenen nicht an und weigerte sich, etwas von den Waren zu nehmen. Auch die anderen Muslime machten den Streiftrupp vorwürfe. In Mekka waren die Quraisch empört: Muhammed und seine Anhänger haben den heiligen Monat verletzt, denn sie haben Blut vergossen, Güter beraubt und Männer gefangengenommen. Als die Diskussionen darum immer heftiger wurden offenbarte Allah folgendes: ...man fragt dich nach den heiligen Monat, ob es erlaubt ist, in ihm zu kämpfen. Sprich: in ihm zu kämpfen ist ein schweres Vergehen. Aber die Menschen vom Wege Allahs abzuhalten – und nicht an IHN zu glauben – und Gläubige von der heiligen Stätte abzuhalten, und deren Bewohner daraus zu vertreiben, all das wiegt schwerer bei Allah...(2:217) Änderung der Gebetsrichtung
...Wir sehen dich dein Antlitz zum Himmel richten, und Wir wollen dich zu einer Gebetsrichtung wenden, die dir zusagt. So wende also dein Antlitz in Richtung der reinen Moschee, und wo auch immer ihr seid, wendet euer Antlitz in Richtung zu ihr! (2:144) Diese Ayat wurde gerade Offenbart, als die Muslime sich im Gebet befanden. Noch während des Gebets wendeten sich die Muslime in Richtung der Kaba. Den Juden gefiel diese Änderung gar nicht und versuchten den Propheten mit folgenden Worten zu versuchen: Wenn ihr zu unsere Gebetsrichtung zurückkehrt, dann folgen wir euch sicherlich. Daraufhin offenbarte Allah der Erhabene: ...die Törichten unter den Menschen werden sagen: Was hat sie von ihrer Qibla abgebracht, die sie befolgten? Sprich: Allahs, ist der Osten und der Westen. ER leitet, wen ER will, auf den geraden Weg. Und so machten Wir euch zu einer auserlesenen Gemeinschaft, auf dass ihr Zeugen wider die Menschen seid und der Gesandte Zeuge wider euch sei. Und Wir setzten die Qibla, die du befolgst, nur ein, um zu wissen, wer dem Gesandten folgt und wer sich auf seinen Fersen umdreht. Und es war gewiss etwas Schwieriges außer für die, die Allah rechtleitete. (2:142-143) Gesandtschaft von Christen
...Sprich: O Leute der Schrift, kommt her zu einem Wort, das gleich ist zwischen uns und euch: dass wir niemanden anbeten außer Allah und IHM nichts beigesellen und nicht die einen von uns die anderen anstelle Allahs zu Herren nehmen. Doch wenn sie sich abwenden, so sprecht: Bezeugt, dass wir Muslime sind. (3:64) Weder die christliche Gesandtschaft noch die anwesenden jüdischen Gelehrten nahmen den Islam an, sondern sie vertieften sich in Streitgesprächen. Während die Juden Isa gänzlich leugneten, leugneten die Christen, dass nach Jesus noch ein Prophet zu kommen sei. Daraufhin folgte die Ayat des Verfluchungsschwur: ...mit Isa ist es vor Allah wie mit Adam. ER erschuf ihn aus Erde, dann sagte ER zu ihm: Sei! und er war. Es ist die Wahrheit von deinem Herrn. Darum sei nicht einer von den Zweiflern. Und wenn man mit dir darüber disputiert nach dem, was dir an Wissen gekommen ist, dann sprich: Kommt her, lässt uns unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen und dann den Gemeinschaftseid leisten und den Fluch Allahs auf die Lügner erflehen. (3:59-61) Die christliche Gesandtschaft beriet sich und meinte schließlich: es sei besser auf den Verfluchungsschwur zu verzichten und jeder solle bei der jeweiligen Religion belassen. Also den Muslimen ihr Glauben und den Christen ihr Glauben. So verabschiedete sich die christliche Gesandtschaft und verließ Medina und war froh nicht den Fluch auf sich belegen zu beschwören. Rabbiner wird Muslim
Die Schlacht von Badr
Es war die Zeit der Herbstkarawane, die von Abu Sufyan geführt wurde. Es war eine gewaltige Karawane von Syrien nach Mekka. Der Prophet erfuhr von dieser Karawane. Er rief zum Kampf gegen die Karawane aus und ließ eine Streitmacht aufstellen. Im Gegensatz zu den anderen Expeditionen, hielt der Prophet das Vorhaben nicht geheim. So konnten die Munafiq in Medina den Quraisch in Mekka von Muhammeds vorhaben unterrichten. Die Quraisch wiederum setzten Abu Sufyan von Muhammeds Absicht in Kenntnis. Die Karawane war nur von ca. 40 Mann zu Schutze begleitet. Dies würde gegen die Muslime nicht ausreichen, so entsandte Abu Sufyan seinerseits einen Boten nach Mekka, von wo ein Hilfstrupp ihn zu Hilfe eilen sollte. Um die Mekkaner zur Hilfsleistung zu bewegen, gab Abu Sufyan seinen Boten eine inszenierende Anweisung mit auf den Weg. Der Bote Damdam hatte kurz vor Mekka sein Kamel verstümmelt, schnitt in seiner Nase, zerriss sein Hemd vorne und hinten und schrie in Mekka: O ihr Quraisch! Euer Geld und euer Handel! Eurer Vermögen mit Abu Sufyan ist in Gefahr. Muhammed und seine Gefährten haben uns angeriffen, ich weiß nicht, ob ihr eure Güter noch zu fassen bekommt. Zu Hilfe, schnell zu Hilfe! Kaum dass Abu Dschahl ihn hörte, rief er die Leute von der Kaba aus zum Kampf. Jedoch zögerte man, gegen Muhammed und seine Gefährten zu ziehen. Man befürchtete es würde eine Fehde der verschiedenen Stämme heraufbeschwören. Vielmehr hoffte man darauf, das Abu Sufyan sich mit der Karawane in Sicherheit bringen würde. Schließlich gelang es Abu Dschahl, Amir ibn al-Hadrami und einige andere, der Quraisch für den Kampf zu gewinnen. Keiner der kampffähig war, blieb in Mekka zurück. 900 Kämpfer machten sich auf dem Weg um der Karawane zu Hilfe zu eilen. Muhammed wiederum erfuhr, dass Mekka eine große Streitmacht gegen ihn aufstellte. Der Prophet zog mit seinen Gefährten am achten Tag des Ramadan im zweiten Jahr der Hicra aus. Er bestellte Amr ibn Umm Maktum, der Blinde, wegen dem eine Offenbarung kam, zum Vorbeter. Die Muslime hatten bei ihrem Auszug zwei schwarze Flaggen dabei, von deren eine Flagge Ali trug und die andere einer von den Ansar. Musab vom Stamme Abd ad-Dar trug eine weiße Flagge. Auf siebzig Kamelen wechselten sich ca. 350 Kämpfer ab. Der Prophet, Ali und Rahman Auf teilten sich ein Kamel. 83 stellten die Muhadschirun, 61 von Stamme Aus und 206 von Al-Chazradsch. Jeder der Streitmächte, schickte Kundschafter aus um über den Gegner Einzelheiten zu erfahren. Die Muslime wussten nun, dass die Mekkaner der Karawane zu Hilfe eilten. Abu Sufyan erführ das Hilfe aus Mekka unterwegs ist. Der Prophet hat von Anfang an einen kriegerischen Konflikt mit den Mekkaner beabsichtigt. Nicht die Ware der Karawane war ihn wichtig, sondern den Mekkaner eine Lektion zu erteilen. Muhammed wusste, dass Abu Sufyan mit der Karawane eine andere Rute wählte um sich und die Ware in Sicherheit zu bringen. Hätte er es nur auf die Karawane abgesehen, wäre ihn noch genug Zeit geblieben, den Rückzug anzutreten. Statt dessen warten die Muslime drei Tage an den Brunnen von Badr bis die Streitmacht der Mekkaner eintraf. Der Prophet beriet sich mit seinen Gefährten über die neue Lage. Da stand al-Maikdas ibn Amr auf und sagte: O Gesandter Allahs, handle gemäß dem, was Allah dir gezeigt hat: wir sind mit dir. Bei Allah wir wollen nicht zu dir sagen, wie es die Banu Israil zu Moses sagten: „Geh du mit deinem Herrn, dann kämpf: wir aber bleiben gewiss hier, sondern wir sagen: Geh du mit unserem Herrn und kämpf, wir aber kämpfen gewiss mit dir! Sodann sagte der Prophet, ihr Leute (gerichtet an die Ansar) beratet mich! Das Abkommen von Akaba hatte nur einen Verteidigungsbündnis vorgesehen, keinen Angriff außerhalb Medinas. Da sagte Sad: wir bezeugen deine Gesandtschaft, handle wie du willst, wir sind mit dir! Da leuchtete Muhammeds Gesicht vor Freude und er sagte: so ziehen wir denn los und freut euch, denn Allah hat mir bereits eine der beiden Gruppen versprochen. Sie zogen allesamt bis in die Nähe von Badr. Muhammed schickte Ali als Kundschafter los. Dieser kam mit zwei Jungen zurück, die der Prophet ausfragte: Wie viele Leute führen die Quraisch mit sich? Da sagten sie, wir wissen es nicht. So fragte der Prophet: Wie viele Tiere schlachten sie pro Tag? Sie sagten, neun bis zehn. Daraus schloss der Prophet, dass sie ungefähr 900 bis 1000 sein mussten. Unterdessen hatte die Karawane von Abu Sufyan die Küste erreicht. Er schickte er einen Boten zu den Lagerplatz der Quraisch und ließ ihnen sagen: ihr seid ausgezogen, um eure Karawane, eure Männer und eure Güter zu schützen. Nun, da sie gerettet ist, könnt ihr wieder umkehren. Abu Dschahl hatte in Mekka viel Mühe aufbringen müssen, um die Quraisch zur Teilnahme zu überreden, und nun soll alles um sonst gewesen sein?! Nein! Wir werden nicht umkehren: Wir wollen wenigsten drei Tage dort in Tanz- und Saufgelagereh verbringen, damit man nicht sagen kann, wir hatten Angst und damit die Muslime vor uns in Zukunft mehr Respekt haben. So ritten sie weiter bis sie kurz vor den Brunnen von Badr waren. Ein plötzlich einsetzender Regen hinderte sie daran, sich an den Brunnen niederzulassen. In der Zwischenzeit ließ der Prophet die Brunnen besetzen. Einige von ihnen wurden verstopft, damit die Quraisch kein frisches Wasser schöpfen können. Sad wandte sich zum Propheten und sagte: sollen wir dir nicht eine Hütte bauen, in der du dich aufhalten kannst? Weil der Prophet ihre Hingabe und Besorgnis zu ihm erkannte, ließ er sich eine Hütte bauen. Am nächsten Morgen, als die Quraisch sich in Bewegung setzten zu die Brunnen von Badr, sprach der Prophet ein Du’a: O Allah! Da kommen die Quraisch in ihrer Eitelkeit und ihrem Stolz. Sie streiten gegen DICH und ziehen DEINEN Gesandten der Lüge. O Allah! Gib mir die Hilfe, die DU mir versprochen hast! O Allah! Vernichte sie an diesem Morgen! Aswad aus der Sippe Machzum ein gefürchteter Rohling, trat als erster von den Quraisch vor und rief: ich schwöre, ich werde aus ihrem Wasserbecken trinken oder es zerstören. Er kam heran, doch Hamza, der Onkel des Propheten trat ihm entgegen und versetzte, ehe er noch reagieren konnte, ihm einen Hieb am Becken, dass ihm ein Fuß und die Hälfte des Beines davonflog. Er fiel auf den Boden und versuchte zum Becken zu kriechen, um sein Schwur zu erfüllen. Bevor er jedoch das Becken erreichen konnte versetzte Hamza ihn einen weiteren Schlag, welcher tödlich war. Kaum war Aswad gefallen, zog auch schon Utba ibn Rabia, begleitet von seinem Bruder Schaiba und seinem Sohn Walid, los und riefen zum Zweikampf. Daraufhin kamen einige Jugendliche von Medina ihnen entgegen. Da riefen sie: Wir wollen Leute aus unserem Volk, O Muhammed sende uns Ebenbürtige von unseren Leuten zu uns. Da kam Hamza, Ali und Ubaida ibn al-Harith zu ihnen. Ehe Schaiba in Kampfstimmung kam, tötete Hamza ihn mit einen Schwertstreich. Ali machte es Hamza nach und tötete Walid. Die beiden kamen den verletzten Ubaida zu Hilfe und hieben auf Utba tödlich ein. Es war Freitagmorgen dem 17. Ramadan, als die beiden Heere aufeinander trafen. Muhammed ordnete die Aufstellung seiner Gefährten an. Beim Anblick auf die Gegner sah er, wie gering doch die seinigen waren und wie schlecht sie ausgerüstet seien im Gegensatz zu den Quraisch. Er begab er sich in sein Zelt und verrichtete ein Bittgebet: O Allah, diese Quraisch sind in ihrem Stolz gekommen, um zu versuchen,
DEINEN Gesandten als Lügner hinzustellen. O Allah, DEINE Hilfe, die
DU mir versprachst! O Allah, wenn diese Schar heute vernichtet wird, wirst
DU nicht mehr angebetet werden.
...O Prophet, sporne die Mumin zum Kampf an; wenn unter euch zwanzig Standhafte sind, überwinden sie zweihundert und wenn unter euch hundert sind, überwinden sie tausend von den Kufr-Betreibenden, da sie Leute sind, die nicht begreifen....(8:65) Der Prophet ging wieder aus dem Zelt und spornte die Muslime an. Dann drängten beide Seiten vor und gingen aufeinander los. Der Prophet übernahm das Kommando und ordnete an, erst dann anzugreifen, wenn er es befehle. Wenn sie euch umzingeln, sprach er, überschüttelt sie mit euren Pfeilen. Als erster Muslim wurde Mihdscha, ein Freigelassener Sklave von Umar, durch einen Pfeil ins Cennet geschossen. Als nächster wurde Haritha vom Stamme Naddschar Schehid. Nun nahm der Prophet eine Handvoll kleine Steine (Kies) und warf sie in Richtung der Quraisch. Freu dich Abu Bakr, sagte der Prophet zu ihm, Allah hat uns Hilfe geschickt, hier ist Cibril und führt ein Pferd am Zügel, dessen Vorderzähne Staub bedeckt sind. Ihm stehen Tausend Engel zur Seite. Der Prophet gab den Befehl des Angriffs und die Muslime stürmten auf die Quraisch mit voller Hingabe. Muhammed stand mitten im Schlachtfeld, und sah den Engel des Todes einhergehen, dem Kafir den Hals abzuschneiden. Die Muslime kämpften so verbissen, dass schon nach kurzer Zeit der Sieg für sie ersichtlich war. Bilal sah seinen früheren Herrn Umaija ibn Chalaf. Als Bilal sich zum Islam bekannte, ließ er ihn Foltern und wollte ihn töten, hätte Abu Bakr ihn nicht freigekauft. Nun sah er ihn auf seinen Pferd, daneben stand sein Sohn. Bilal rief Umaija zu: der Kopf des Kufar! Und schon stürmte Bilal mit seinen Schwert auf Umaija zu und tötete ihn. Muadh der Bruder des Auf, sah Abu Dschahl und rannte auf ihn zu, mit erhobenen Schwert. Er stieß Abu Dschahl zu Boden und wollte ihn den Kopf abschlagen, als Dschahls Sohn Ikrima Muadh einen Schlag versetzte, das sein Oberarm fast abgetrennt wurde. Doch Muadh gab nicht auf, sondern setzte sein Vorhaben fort. Mit dem heilen Arm kämpfte er weiter, während der andere Arm an seiner Seite baumelte. Als der Schmerz zu groß wurde, bückte er sich, stelle sich mit dem Fuß auf den abgeschlagenen Arm, um den Arm gänzlich vom Körper abzutrennen. Danach stürmte er wieder auf Abu Dschahl zu und versetzte ihn noch mal einen Schlag mit seinem Schwert. Muadh kämpfte weiter, bis er schließlich seinen Verletzungen erlag. Nach der Schlacht fragte der Prophet ob Abu Dschahl in der Schlacht umgekommen sei, worauf man ihn auf den Schlachtfeld suchte und ihn noch lebend am Boden liegend fand. Es wurde ihn ein letzter Schwerthieb versetzt und er teilte das Schicksal der anderen Götzendiener. Die Quraisch wurden unsicher als sie sahen, dass ihre Führer gefallen waren und lauter Tote auf dem Schlachtfeld lagen. So machten sie sich daran zu entfliehen. Die Muslime rannten ihnen hinterher töteten sie und nahmen einige gefangen. Die Schlacht gegen die Kufur-Betreibenden war gewonnen. So offenbarte Allah die folgenden Worte: ...und nicht ihr tötete sie, sondern Allah tötete sie; und nicht du warfst, als du warfst, sondern Allah warf...(8:17) Etwa 900 Quraisch kämpften gegen ca. 350 Muslime. Von der Ausrüstung her, waren die Quraisch den Muslimen weitaus Überlegen. Insgesamt sollen 14 Muslime Schehid geworden sein, während fast hundert Quraisch den Weg zur Höhle angetreten sind. Etwa 50 Quraisch wurden von den Muslimen gefangen genommen. Muhammed und seine Gefährten verbrachten die Nacht auf dem Schlachtfeld. Es wurden die Güter eingesammelt, die die Quraisch auf dem Schlachtfeld zurücklassen mussten. Es wurde ein Grube ausgehoben und alle gefallenen Muschrik wurden in die Grube gelegt. Spät in der Nacht, redete der Prophet zu den Kufar: O ihr Leute der Grube! O Utba ibn Rabia, O Schaiba ibn Rabia! O Umaija ibn Chalaf! O Abu Dschahl ibn Hischam! Und der Prophet erwähnte einen Namen nach dem anderen, die wo beragen wurden. O ihr Muschrik, habt ihr es als wahr gefunden, was euer Herr euch versprach? Denn ich habe als wahr gefunden, was mir mein Herr versprach. Da kamen einige seiner Gefährten zum Propheten und fragten: O Gesandter Allahs, redest du mit toten Leuten? Er entgegnete: Ihr hört das, was ich sage, und sie hören was ich sage, nur können sie mir nicht antworten. Die Beute
...und wisst: Wenn ihr etwas erbeutet, so gehört ein Fünftel davon Allah und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, dem Reisenden, so ihr Allah bezeugt. (8:41) Der Trupp bewegte sich samt Beute und Kriegsgefangene in Richtung Medina, das ungefähr 5 Tage entfernt war. Unter den Kriegsgefangenen waren zwei, die besonders heftig gegen die Muslime vorgingen. Da der Prophet keinen Sinneswandel bei ihnen feststellen konnte, bestand die Gefahr, dass, wenn sie freikämen, sie wieder gegen die Muslime kämpften, so wurde der Befehl erteilt Nadr und ad-Dar hinzurichten. Am letzten Tag der Heimreise, wurde die Beute unter den anwesenden zu gleichen Teilen verteilt. Auch die Kriegsgefangenen wurden als Beute verteilt, die später von ihren Verwandten freigekauft wurden. Einschub
Das Feuer der Kreuzzüge entfachten die Christen, nicht die Muslime. Hunderte von Jahren hindurch zogen christliche Heere von Europa im Namen des Kreuzes in den Orient, kämpften, und vergossen Millionen Menschen ihr Blut. Dabei fielen nicht nur Muslime zum Opfer. Tausende von Juden und Tausende von Christen anderer Glaubensrichtung fielen dem heiligen Schwert Christi zum Opfer. Das islamische Imperium hatte auch viele Kriege zu verzeichnen. Doch kein Krieg wurde um des Glaubenswillen geführt, um andere Völker zum Islam zu zwingen, wie die Päpste als Statthalter Christi, es taten. Alle islamischen Kriege entstanden durch Selbstverteidigung, als Hilfestellung oder aus politischen Gründen. Ruqayah stirbt
Schicksal der Gefangnen
Was Abu Bakr’s Meinung angeht, so gleicht er dem Erzengel Mikail, der mit der Zufriedenheit Allahs und Seiner Vergebung für Seine Diener herabkomme. Und sein Gleichnis unter den Propheten sei das von Ibrahim, der seinem Volk gegenüber weicher als Honig war. Sein Volk ihn aber ins Feuer warf. Umar’s Meinung gleicht den Erzengel Cibril, der mit dem Zorn Allahs und der Vergeltung auf die Feinde Allahs herabkomme. Und sein Gleichnis unter den Propheten sei das von Nuh, als er sagte: Mein Herr, lass auf Erden auch nicht einen einzigen von den Glaubensverweigerern übrig. Sodann sagte Muhammed: Ihr seid führwahr bedürftig, so lasst von ihnen keinen Frei außer durch Auslösung, andernfalls köpft sie. Allah sandte über die Gefangenen folgende Verse: ...es war keinem Propheten erlaubt, Gefangene zu haben, ehe er auf Erden
ein Gemetzel angerichtet hatte. Ihr wollt die Güter der diesseitigen
Welt, und Allah will das Jenseits, und Allah ist allgewaltig, allweise!
(8:67)
Einschub
Hätte der Prophet es nur auf die Karawane abgesehen, dann hätte er im Vorfeld solche Maßnahmen treffen können, dass weder die Quraisch noch Abu Sufyan etwas von seinen Absichten erfahren hätte. Er machte in Medina kein Geheimnis daraus, das er beabsichtigte die Karawane anzugreifen. Von anderen Unternehmungen, die der Prophet vorher unternehmen ließ, weiß man, dass er Anweisungen so geheim hielt, dass selbst die Ausführenden nicht wussten, was der Prophet vorhat. Und auch dann, als er wusste, dass die Quraisch der Karawane zu Hilfe kommen, hätte der Prophet das Unternehmen abbrechen können, in Anbetracht der Überlegenheit der Quraisch. Doch spätestens dann, als der Prophet erfuhr, dass die Karawane in Sicherheit war, hätte er das Unternehmen abbrechen müssen. Stattdessen zog er die Schlacht mit den Quraisch vor, und vertraute ganz auf Allahs Hilfe. Kein Mensch, der nicht Prophet wäre, hätte sich auf solchen Kampf, bei dem die Gegner in dreifacher Übermacht waren, eingelassen. Auch die Verteilung der Beute, lässt keine Schlussfolgerung zu, dass der Prophet sich nur bereichern wollte. Ein Fünftel wurde durch die Ayat den Gesandten zugesprochen. Aber von diesem Fünftel muss er andere Menschen versorgen. Während die Gefährten ihre Beute ganz alleine für sich verwenden dürften. Auch die Tötung von Kriegsgefangenen stellt einen normalen Ablauf eines Krieges dar. Es wurden diejenigen Hingerichtet, die eine Gefahr für die Zukunft darstellten. Ein Krieg bergt immer Leid und Trauer. Aber die Muslime hielten Leid und Trauer so gering wie es ihnen nur Möglich war. Man darf aber nicht vergessen, dass der Prophet ein Vorbild darstellt für alle Lebensbereiche. Der Prophet war einmal den religiösen Bereich und den weltlichen mit seinen polizeilichen und militärischen Bereich verpflichtet. Sein Auftrag war es nicht, unbegrenzte Nächstenliebe vorzuspielen, die die nachfolgende Generation nicht praktizieren kann. Man nehme nur das Beispiel von Isa’s Aussage her: Wenn dir einer auf die linke Wange schlägt, so halte auch die rechte Wange hin. Wer von der Christenheit hat dieses Beispiel je vollzogen? Gerade doch die Geschichte der Christenheit gibt uns grausame Beispiele: Wie verfuhren die Kolonialheeren mit dem Aufständischen? Die Niederwerfung der Aufständischen geschah unter brutalsten Methoden. Und dies, obgleich sie Missionare ins Land schickten. Welche Welle brach über Europa herein mit der französischen Revolution? Tausende wurden Opfer von barbarischen Hinrichtungen und Abschlachtungen. Oder die beiden Weltkriege! Von wem gingen sie aus? Wie gingen sie mit ihren Gefangen um? Noch heute meint die Weltpolizei Amerika sich an keine Vereinbarungen halten zu müssen. Siehe die Behandlung der Talibanenkämpfer und ihre unwürdige Unterbringung in Käfigen. Sexuelle Erniedrigungen und Ermordung in Gefängnissen, wie es im Irak der Fall ist. Oder ihr Einsatz für angebliches Recht und Ordnung, dabei andere Länder zu besetzen um sie für ihre wirtschaftlichen Interessen ausbeuten zu können wie es im Irak der Fall ist. Oder Erinnern wir uns an das Blutbad von St. Bartholomäuse das in der Nacht seinen Lauf nahm als sich die Katholiken erhoben und die Protestanten in Paris und in vielen Teilen Frankreichs in der abscheulichsten Form abgeschlachtet wurden. Zwei christliche Gruppen gehen mit brutalsten Mitteln gegeneinander los, und das im Namen Christi. Die Muslime haben nach der Schlacht von Badr zwei der verabscheuernsten Verbrecher getötet von den keine Besserung in Sicht war. In den ganzen Kriegen, an der der Prophet an knappen zehn Jahren beteiligt war, gab es nicht mehr als 350 Tote auf beiden Seiten. Im Vergleich zur einer einzigen christlichen Schlacht gab es nicht weniger als 200 Tote. Und als Gipfel des Verbrechens segnete der Papst die „Krieger Jesus“ vor und nach der Schlacht. Tod von Abu Lahab
Die Lage nach der Schlacht
In Medina war die Stimmung hingegen großartig. Der Iman an Allah wuchs durch den Sieg, den sie vorher auch nicht für möglich hielten, als sie die Streitmacht vor sich sahen. Nur die Juden und die Munafiq waren mit der gestärkten Situation nicht einverstanden. Sie hatten sich insgeheim auf eine Niederlage der Muslime eingestellt und hofften dadurch von ihnen befreit zu werden. Tragisches Ende einiger Juden
Gemischte Gefühle
Yubayr kam nach Medina um seinen Vetter freizukaufen. Muhammed empfing Yubayr und sagte zu ihm: würde dein Vater noch leben, so würde er ihm die drei Gefangenen auch ohne Lösegeld übergeben. Yubayr war von der Lebensart der Muslime in Medina beeindruckt. Er kam an der Moschee vorbei und hörte den Propheten wie er aus der Sure at-Tur (der Berg) rezitierte. Sein Herz nahm die Worte wohlwollen auf. Aber, als er an seinen Toten Onkel der Badr-Schlacht gedachte, verhärtete sich sein Herz wieder, und er schwor innere Rache. Umayr der Neffe von Ubay der in Badr fiel hatte einen Sohn der in Medina gefangen gehalten wurde. Umayr traf sich mit Safwan, der ebenfalls ein Neffe von Ubay war und beide beklagten ihre Trauer um den Verlust ihres Onkels. Da schworen sich die beiden, Muhammed zu töten und keiner solle es erfahren. Umayr sagte: ich will mit dem Vorwand meinen Sohn freizukaufen Muhammed töten. So machte er sich auf den Weg nach Medina. Als Umar ihn sah und das Schwert umgürtet, wollte er ihn festhalten, doch der Prophet sagte zu Umar, lass ihn kommen. Muhammed fragte ihn nach dem Grund seines Kommens. Er sagte, er wolle seinen Sohn freikaufen. Warum trägst du bei dir ein Schwert? fragte der Prophet. Ach dieses Schwert, es hat uns nichts genutzt. Sag mir die Wahrheit, warum bist du gekommen! Umayr sagte wieder, um meinen Sohn freizukaufen. Daraufhin wiederholte der Prophet Wortgenau die Unterredung zwischen Umayr und Safwan. Erstaunt sagte Umayr: wer hat dir das gesagt? wir beide waren ganz alleine! Muhammed sagte, Cibril hat eure Unterredung mit angehört und mir davon berichtet. Erschrocken sagte Umayr: Wir nannten dich einen Lügner, als du uns die göttliche Botschaft mitteiltest. Doch nun erkenne ich, dass es wirklich göttliche Botschaft war. Gelobt sei Allah der mich die Wahrheit erkennen ließ und mich zum Islam führte. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und das du Muhammed bist Sein Gesandter. Der Prophet sagte zu seinen Gefährten, unterweist ihm im Islam, rezitiert ihm den Quran und lasst seinen Sohn frei. Umayr erhielt vom Propheten die Erlaubnis nach Mekka zurückgehen zu dürfen und bekehrte viele zum Islam. Nur Safwan redete nicht mehr mit ihm, und stempelte ihn als Verräter ab. Nach einigen Monaten zog er nach Medina um dort mit den Muslimen zusammenzuleben. Verbannung der Bani Qaynuqa
Die Bani Qaynuqa verschanzten sich in ihrer Festung und riefen ihre alten Verbündeten Ubay und Ubadah zu Hilfe um die Muslime aus Medina zu verjagen. Ubay begab sich zu Ubadah um sich zu beraten. Ubadah hielt sich jedoch an die Vereinbarung, dass kein früheres Bündnis im Widerspruch zum Abkommen stehen dürfe. Ubay alleine wollte mit seinen Leuten kein Risiko eingehen und so standen die Qaqnuqa alleine da. Zwei Wochen schlossen sie sich in ihrer Festung ein, ehe sie sich ergaben. Ubay redete auf den Propheten ein, dass er ihnen kein Leid zufügte. Schließlich willigte der Prophet ein und die Qaynuqa mussten Medina nur mit dem verlassen, was sie tragen konnten. Sie hinterließen den Muslimen viele Waffen und Rüstungen, da viele von den Juden Schmiede waren. Ein Fünftel davon bekam der Prophet als Kriegsbeute zugesprochen. Hochzeit von Fatima
Hafsa
Enthaltsamkeit von Frauen
Allah offenbarte in Seiner Barmherzigkeit für Seine Geschöpfe eine Ayat: ...und es gehört zu seinen Zeichen, dass ER euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen wohnet. Und ER hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gemacht. Darin sind Zeichen für Leute, die nachdenken. ...und zu Seinen Zeichen gehört der Schlaf, und auch euer Streben nach etwas von seiner Huld, und (dies) in der Nacht und am Tag. Darin sind Zeichen für Leute, die hören. (30:21 und 23) Auswirkungen von Badr
Als Muhammed mal wieder einen Überfall zuvorkommen wollte und diese wieder entwischten, wurden sie durch einen starkeinsetzenden Regen zur Pause gezwungen. Muhammed ging von der Truppe einweinig Abseits um seine Kleider zutrocknen. Der Prophet legte sich schlafen und als er wieder erwachte, stand das Oberhaupt Duthru der Muharib über ihn mit gezücktem Schwert. O Muhammed, rief er, wer wird dich heute vor mir schützen? Allah! Antwortete der Prophet. Da kam Cibril dazwischen legte seine Hand auf den Mann und stieß ihn zurück. Das Schwert fiel ihn dabei aus der Hand, das der Prophet ergriff. Nun sagte der Prophet: Wer wird dich jetzt vor mir schützen? Keiner! rief Duthur, ich bezeuge, es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammed ist Sein Gesandter. Der Prophet überreichte ihn sein Schwert wieder und beide gingen zum Lager, wo man Duthur in der Religion unterwies. Die Mekkaner spürten empfindlich den Verlust ihrer Karawanenstraße am Roten Meer. Die einzige Straße, die ihnen jetzt noch offen stand hatte den Nachteil, dass die Brunnen verhältnismäßig weit voneinander entfernt waren. So waren sie gezwungen extra Kamel nur mit Wasser zu beladen, mitzunehmen um die weiten Strecken zwischen Oasen ohne Wassermangel zu überstehen. All das Missfiel den Quraisch sehr. Die Schlacht von Uhud
Muhammed sandte Kundschafter aus, die den Brief bestätigen sollten. Der Kunde kam zurück und bestätigte den Inhalt des Briefes. Der Prophet unterrichtete die Einwohner von Medina und forderte sie auf, ihn Ratschläge zu unterbreiten. Die älteren Bewohner der Stadt sprachen sich dafür aus, in Medina zu bleiben. Sie argumentierten, Medina bietet genug Schutzmöglichkeiten und man könnte von der Stadt aus, die Angreifer besser abwehren. Die jüngeren Sahaba sprachen sich für einen Kampf auf den Schlachtfeld aus. Diese Argumentieren, man wird sonst sagen, die Muslime trauen sich nicht mehr aus Medina, weil sie vor den Mekkaner angst haben. Außerdem sagten sie, die Quraisch betreten doch bereits schon unsere Palmgärten. Wenn sie uns nur ein Jahr lang belagern und noch mehr Stämme zu Hilfe holen. Was sollen wir dann eingesperrt in der Stadt machen? Die Reden der Befürworter zum Auszug brachte solche Stimmung auf, dass sich schließlich immer mehr der Ansicht anschlossen und für einen Auszug plädierten. Sieg für die Befürwörter des Auszugs
Es war Freitag und der Prophet leitete das Gebet und teilte ihnen mit, dass der Sieg ihnen gehöre, falls sie Geduld übten. Muhammed ging in sein Haus legte den Panzer an und rüstete sich für die Schlacht. Während sich der Prophet auf den Auszug vorbereitete war eine erneute Diskussion entstanden. So sagten einige, der Prophet habe sich für ein verbleiben in Medina ausgesprochen, doch durch die Mehrheit fühlte er sich gezwungen, sich ihnen anzuschließen. Muhammed kam aus seinem Haus und sprach zu den Leuten: ich rief euch bereits zu jenem Gespräch, aber ihr verhieltet euch ablehnend. Nun, es steht keinen Propheten zu, wenn er seinen Panzer angelegt hat, diesen abzulegen, bevor Allah nicht zwischen ihm und seinen Feinden entschieden hätte. Beachtet, was ich euch befehle, und befolgt es, und der Sieg gehört euch, sofern ihr Geduld übt. Auszug der Muslime
Die Quraisch haben sich unterdessen ebenfalls aufgereiht zur Schlacht. Auf der rechten Seite flankierte eine berittene Hundertschaft unter Khalid bin Valid. Ebenso stand eine Reiterschaft auf der linken Seite unter den Befehl Ikrima der Sohn von Abu Dschahl. Über das Fußvolk hatte Abu Sufyan den Oberfehl. Zwischen den Mekkaner, standen unter der Führung von Hind, die Frauen und feuerten ihre Leute durch Trommelschläge zum Kampf an. Als ersten Angriff versuchte Khalid bin Valid mit seiner Reiterschaft den Kampf einzuläuten. Aber die Bogenschützen ließen einen solchen Pfeilregen auf die Reiterei ab, dass das Gehwiehern der Pferde die Trommeln übertönte. Khalid musste seine Reiterei zurückziehen. Talha ibn Abu Talha der Bannerträger der Mekkaner rief aus: Wer misst sich mit mir im Duell? Da nahm Ali ibn Abu Talib die Herausforderung an. Ali versetzte ihn mit seinen Zweiklingen-Schwert so einen heftigen Schlag auf den Kopf, dass der Kopf samt Helm gespaltet wurde. Mit lauter Stimme rief der Prophet: Allahu akbar! Allahu akbar! Abu Dudschana, der der Auserwählte war und vom Propheten ein Schwert erhalten hatte um damit zu kämpfen, bis es sich verbog, rannte los und schlug mit dem Schwert ein, das die Köpfe nur so rollten. Die Schlacht am Berge Uhud war nun voll entbrand. Die Reiterschaft unter Ikrima ibn abu Dschahl versuchten die Muslime von der linken Seite her anzugreifen. Doch die Muslime bewarfen sie mit Steinen, bis sie wieder die Flucht ergriffen. Die Quraisch stürmten mit erhitzten Gemütern voran, um Rache für ihre Gefallenen von Badr zu fordern. Hamza’s Tod
Scheinbarer Sieg
Die fünzig Bogenschützen
Trügerischer Sieg
Khalid und seine Reiter drehten nun auf die hinteren Reihen der Muslime zu. Ikrima folgte seinem Beispiel und die mekkanischen Reiter begangen ein Blutbad in den nun ungedeckten Reihen der Muslime anzurichten. Die fliehenden Quraisch sahen die neue Lage und sammelten sich um die Muslime von vorne anzugreifen. Jetzt begangen einige Muslime vom Schlachtplatz zu fliehen. Der Prophet rief ihnen zu: zur Schlucht, zur Schlucht. Doch sie hörten nicht und rannten den Berg hinauf. Bei den Rückzug kam eine Reiterei kam auf den Propheten zu. Wer wehrt sie ab? rief der Prophet. Das will ich tun, sagte Wahb. Ohne zögern nahm er seinen Bogen und schoss so schnell und kurz nacheinander die Pfeile ab, dass es schien, als kämen sie von einer ganzen Gruppe Bogenschützer, und die Angreifer wichen zurück. Und wieder näherte sich eine Reitertruppe und wieder schoss Wahb einen Pfeilregen auf sie. Eine Truppe löste sich aus den Reihen. Wer will ihnen entgegentreten? fragte der Prophet. Und wieder antwortete Wahb: ich! Dann steh auf und freue dich, denn du hast das Paradies erreicht! sagte der Prophet. Wahb stand freudig auf, zog sein Schwert und rannte los. Er kämpfte sich mitten unter ihnen hindurch auf die andere Seite, kehrte auf das Zentrum der Schlacht und kämpfte solange bis er umzingelt war und fiel. Später fand man ihn von zwanzig Lanzen durchbohrt, von denen eine einzige genügt hätte, ihn zu töten, ganz abgesehen davon, wie zerschlagen sein Körper von Schwerthieben war. Sicherheit des Propheten
Rückzug in den Bergen
Verletzung des Propheten
Die Mekkaner waren immer noch der Meinung, der Prophet sei Tod. Abu Sufyan stand unten und rief immer nach dem Propheten, aber er meldete sich nicht. Mittlerweile hatten sich die überlebenden Muslime auf den Berg eingefunden. Die Zeit des Mittagsgebetes kam und der Prophet verrichtete mit den Anwesenden das Gebet im Sitzen. Verstümmelung der Toten
Abu Sufyan ahnte nun, dass der Prophet noch am Leben war, aber dieser Antwortete ihn nicht. Dies ist ein Tag für den Tag von Badr. Ruhm sei Hubal! Der Prophet ließ Umar antworten: Allahu ekbar! Wir stehen nicht gleich: Unsere Toten sind im Paradies, eure sind im Feuer. Abu Sufyan rief zu Umar, haben wir Muhammed getötet? Nein! sagte Umar. Dann sagte Abu Sufyan: Badr soll im nächsten Jahr wieder Treffpunkt sein. Der Prophet ließ durch Umar ausrichten, dieses Treffen ist verbindlich. Nach Abzug der Quraisch betrachtete der Prophet das Schlachtfeld. Als er seine Gefährten und seinen Onkel Hamza sah, wie sie verstümmelt wurden, schwor er ihnen Rache. Er sagte bei Allah, sollte Allah uns einen Sieg schenken, so werde ich sie verstümmeln, wie das noch niemand von den Arabern getan hat. Bei dieser Rede wurde offenbart: ...wenn ihr bestraft, so bestraft in gleichem Maße, mit dem ihr bestraft wurdet; und wenn ihr Geduld zeigt, so ist dies besser für die Geduldigen. Und gedulde dich, und deine Geduld ist nur durch Allah; und betrübe dich nicht über sie und sei nicht bedrückt ob dessen, was sie aushecken. Da übte der Gesandte Allahs Nachsicht und verbot die Verstümmelung von Toten und Lebendigem. Er bedeckte Hamza mit seinem Obergewand und betete für ihn. Der Prophet ordnete an, alle Gefallenen Schahid zu begraben. Es wurde keine Totenwäsche durchgeführt die Schahid wurden so begraben wie man sie vorfand. Einschub
Schon am nächsten Tag hatte der Prophet in Medina seine Gefährten und nur die, die auch in Uhud mitgekämpft haben, zur Verfolgung der Mekkaner aufgerufen. Sie sind ausgezogen um die Mekkaner einzuholen, aber diese wurden durch ein Spitzel gewarnt, und sind ohne Pause und in Eile nach Mekka zurückgekehrt. Diese Mekkaner, die sich als Sieger sahen, hatten trotz ihres scheinbaren Sieges immer noch Angst. Dreitausend gegen siebenhundert! Und schon nach kurzer Zeit wurden die Streitkräfte der Mekkaner gesprengt. Sie liefen davon um ihr Leben zu retten. Der Gehorsam war das Entscheidende über den Verlauf der Schlacht. Wären die Bogenschützern auf ihren Stellungen geblieben, hätten die Reiterschaften der Mekkaner ihnen nicht in den Rücken fallen können. In kurzer Zeit hatten die Muslime hohe Verluste hinnehmen müssen. Fast die Hälfte der Muslime kamen bei Auseinandersetzungen ums Leben. Dennoch hat der Verlust die Muslime nicht so geschwächt, dass die Anhänger des Islam gefährdet wären. Die Schlacht bei Uhud war eine Lehre für die Muslime. Ihr Imam und gehorsam wurde stärker. Man darf die damalige Situation nicht Außeracht lassen. Vor der Übernahme des Islams waren die meisten grobe, gewalttätige, selbstsüchtige Menschen. Erst die Annahme des Islam machte aus vielen erst „zivilisierte“ Menschen. Der Islam ist eine Religion in der man hineinlebt. Es geht nicht von heute auf morgen, Menschen umzuerziehen. Sie müssen dafür das Gespür bekommen, dass geht bei den einen schneller bei den anderen dauert es länger. Je nach dem, wie man sich für sein Din aufopfert und einsetzt. Worte des Trostes
...o ihr, die ihr glaubt, sucht Hilfe in Standhaftigkeit und Gebet! Siehe, Allah ist mit den Standhaften. Und sprechet nicht von denen, die im Wege Allahs erschlagen wurden: Sie sind tot! Nein, sprecht: sie leben, doch ihr versteht es nicht. Und wahrlich, prüfen werden Wir euch mit Furch und Hunger und Verlust an Gut und Seelen und Früchten; aber Heil verkünde den Standhaften: ihnen, die sagen, so sie ein Unglück trifft: Siehe, wir gehören Allah und siehe, zu IHM kehren wir zurück. Auf diesen liegt der Segen ihres Herrn und Barmherzigkeit! Und sie, sie sind die Geleiteten. Für jeden einzelnen Schahid verrichtete der Prophet das Totengebet, also siebzig Mal. Wo der Leichnam Hamzas war, wurden Gräber ausgehoben. Es wurden immer zwei oder drei Schahid in einen Grab gelegt. Hamza wurde mit seinem Neffen Abdullah zusammen in ein Grab gelegt. In Medina angekommen wurde der Prophet, trotz der hohen Verluste, wie ein Sieger gefeiert. Nur die Juden konnten es mal wieder nicht lassen und sagten: Euer Muhammed ist kein Prophet, noch nie hat ein Prophet solche Niederlage einstecken müssen, und noch nie wurde ein Prophet so verletzt, wie Muhammed. Muhammed will doch nur König sein! Als Umar davon erfuhr, bat er den Propheten um Erlaubnis diesen Heuchler zu töten, der Prophet lehnte dies aber ab. Erste Überfälle
Hohe Verluste
Eigenartigerweise wollten sie keinen der beiden töten, auch Harith nicht, der zwei ihrer Männer getötet hatte. Sie fragen den beiden ob sie einen Wunsch hätten und Harith sagte, er wolle seine Gefährten rächen und ebenfalls so sterben wie die anderen. Das wurde ihn bewilligt und er kämpfte gegen den Haufen und nahm zwei Angreifer mit in den Tod. Auch Amr durfte einen Wunsch äußern und er wählte die Freiheit und kehrte nach Medina zurück. Unterwegs traf er zwei von dem Stamme des Abu Bara. Da er dachte, diese beiden stehen ebenfalls hinter den Anschlägen. Kurzer Hand tötete er sie. Da die beiden aber mit den Anschlägen nichts zu tun hatte, zahlte der Prophet für die beiden ein Blutgeld. In kürzester Zeit hatte der Prophet hohe Verluste seiner Gefährten hinnehmen müssen. Bei der Schlacht von Uhud, bei der 70 Schahid wurden, kurze Zeit später starben noch einige in Medina an den Folgen ihrer Verletzung. 40 Muslime wurden niedergemetzelt, als sie zur Unterweisung ausgezogen waren. Ebenfalls wurden noch kleinere Gruppen von 3 bis 7 Muslime gefangengenommen und später getötet. Bani Nadir
Als sich die Bani Nadir mit dem Urteil abgefunden hatten, kam ibn Ubayy und drängte sie zum bleiben. Er versprach ihnen militärische Hilfe im Falle eines Angriffes von Seiten der Muslime zu. Ermutigt durch den Beistand von ibn Ubayy ließen sie den Propheten mitteilen: wir werden unsere Wohnung und unsren Besitz nicht verlassen, tue was du willst! Als der Prophet die Nachricht erhielt, rief er: Allahu akbar, die Juden haben den Krieg erklärt. Sofort ließ Muhammed ein Herr gegen die Bani Nadir aufstellen und übergab Ali das Banner und gingen zur Festung. Die Juden waren von den plötzlichen Angriff überrascht, doch trösteten sie sich damit, da ja bald Hilfe hier sein wird. Beide Seiten beschossen sich, bis zum Einbruch der Nacht mit Pfeilen. Am nächsten Tag warteten die Bani Nadir auf die versprochene Hilfe, doch sie blieb aus. Während dessen die Anzahl der Muslime immer größer wurde. Die Festung wurde belagert und der Prophet ließ nach einer Woche die Palmen vor der Mauer fällen. Die Juden mussten mit ansehen, wie ihr ganzer Stolz und ihre einzige Geldquelle zerstört wurde. Es war ihnen nun endgültig klar, es gibt kein zurück und keine Zukunft hier mehr für sie. Nach schließlich zwei Wochen Belagerung, signalisierten die Juden Verhandlungsbereitschaft. Der Prophet erlaubte ihnen den sicheren Abzug unter der Bedingung, dass sie nur noch zu dritt auf ein Kamel und nur Geld und Nahrung mitnehmen dürften. Die Besitztümer beschlagnahmte der Prophet und teilte sie unter den Muhadschirun auf, damit sie unabhängiger von den Ansar wurden. Die Juden hinterließen 340 Schwerte, 50 Rüstungen und jegliche Art von Agrarwerkzeugen. Das zweite Badr
Muhammed und 1.500 Kamelreiter sowie 10 Pferdereiter zogen mit Waren beladen nach Badr und Abu Sufyan zog Widerwillen mit 2.000 Kämpfer in Richtung Badr. Nach zweitägiger Reise fand Abu Sufyan einen Vorwand um sein Vorhaben doch noch abbrechen zu können: dieses Jahr ist sehr heiß und ein unfruchtbares Jahr. Wenn wir Erfolg haben wollen, dann muss es ein fruchtbares Jahr sein. So drehten sie nach Mekka um. Unterdessen wartete der Prophet und seine Gefährten volle achte Tage auf die Mekkaner. Als sich die Neuigkeit unter den verschiedenen Stämmen verbreitete, dass die Quraisch ihr Wort gebrochen hatten, während Muhammed mit seinen Leuten wie vereinbart zum Kampf erschienen, Spottete man im ganzen Land über die Quraisch und die Quraisch auf Abu Sufyan, da er schließlich das Wort erst gab und dann später nicht einhielt. Kurze Verschnaufpause
Die Grabenschlacht
Abu Sufyan zog von Mekka mit 4.000 Kämpfer, davon 300 Berittene zu Pferd und 1.500 Berittene mit Kamelen aus. Von den umliegenden arabischen und jüdischen Stämmen schlossen sich 8.000 Kämpfer an, davon über 1.000 Berittene mit Kamelen. Abu Sufyan übernahm den Oberfehl von 10.000 Kämpfern und man bewegte sich in Richtung Mekka. Ausheben eines Grabens
Die Ratlosigkeit
Letzter Versuch
Die jüdischen Stämme vereinbarten einen Angriff aus dem Hinterhalt. Während die Mekkaner sich in drei Bataillone zum Angriff formatierten. Die Moral unter den Muslimen zerbröckelte und einige stahlen sich mit Ausreden von der Front. Da sie den Feind nicht entgegentreten konnten, dachte der Prophet über eine List nach. Der Gesandte schickte Nuaim ibn Masud zu den Kuraiza, die nicht wussten, dass er Muslim geworden war. Er redete den Kuraiza ein, sie sollten für ihre Hilfe von den Quraisch ein Pfand verlangen, damit sie ihn nicht in Stich lassen würden. Dann ging er zu den Quraisch und sagte ihnen: die Kuraiza haben den Vertragsbruch bereut und wollen von euch Kämpfer als Pfand haben, die sie dann Muhammed als Entschädigung übergeben wollen. Aufgrund der Worte von Nuaims machte sich Argwohn bei den Quraisch, und den jüdischen Stämmen breit. Keiner wollte mehr den anderen glauben. Abu Sufyan sandte zu Kab dem Führer der Banu Kuraiza, um ihm zu sagen: O Kab, unser Aufenthalt zieht sich in die Länge, sehe zu, dass ihr Morgen gegen die Muslime losmarschiert. Wir werden hinter euch stehen. Kab misstraute diesen Worten und er ließ Abu Sufyan mitteilen: Morgen ist Sabbat. Wir vermögen am Sabbat weder zu kämpfen noch zu arbeiten. Da wurde Abu Sufyan wütend und glaubte an die Intrigen, die Nuaim ihn erzählte. Abu Sufyan schickte wieder einen Boten zu Kab und ließ ihn ausrichten, greife morgen an ansonsten lösen wir unser Bündnis mit dir, und wir werden dann dich vor Muhammed angreifen. Da ließ Kab über seinen Boten ausrichten: man solle Bürgen ihn schicken, damit sie Gewissheit hätten. Nun gab es für Abu Sufyan keinen Zweifel mehr, dass Nuaims die Wahrheit gesprochen hatte. Allah schickt ein Unwetter
Übereilter Abzug
Bestrafung der Bani Kuraiza
Kab verlangte nach Abu Lababa, ein Verbündeten des Stammes Al-Aus. Abu Lababa sah und hatte mitleid mit seinen Glaubensbrüdern. Kab fragte ihn: wie sollen wir uns verhalten? Er sagte: fügt euch den Worten Muhammeds, sonst werdet ihr alle streben. Als letzte Rettung schlug Kab seinen Volk vor: nehmt den Islam an, so rettet ihr euer Leben und euren Besitz. Doch das Volk sagte: niemals werden wir die Thora verlassen, eher sterben wir. Es kamen verschiedene jüdische Vertreter zum Propheten und versuchten ihn dazu umzustimmen, dass er die Bani Kuraiza wegziehen lasse. Schließlich willigte der Prophet ein, dass ein Mann aus ihrer Mitte das Urteil über die Kuraiza fällen soll. Alle Juden waren sehr zufrieden mit diesem Zugeständnis. Die Juden berieten sich, wem sie als Richter auswählen sollten und entschieden sich für Sad ibn Muadh. Als Kab den Vertrag mit den Muslimen aufkündigen wollte, war es Sad, der zu Kab ging und sie ermahnte, an den Vertrag festzuhalten, doch sie spotteten nur über die Muslime und über den Propheten. Schiedsspruch
Die Kinder und die Frauen wurden in die Stadt gebracht. Am nächsten Morgen wurde mit der Exekution auf dem Marktplatz begonnen. Der Prophet ließ lange, tiefe und schmale Gräben ausheben. Man holte die Männer in kleinen Gruppen, (die Meinungen gehen auseinander was die Anzahl der hingerichteten Juden anbelangt, die meisten gehen von 700 aus.) und hieß sie sich an den Graben setzen, der ihr Grab sein würde. Dann schlugen Ali und Zubayr und andere Gefährten den Verurteilten ihre Köpfe ab. Die letzten wurden bei Fackellicht hingerichtet. Die Juden hatten mit diesem Urteil nicht gerechnet. Wie kann einer, der ihrigen, so ein Urteil nur fällen? Sie hofften vielmehr, das sie des Weges ziehen durften, wie es den Bani Nadir erging. Sad war sich bewusst, wenn er nicht das Todesurteil über sie gesprochen hätte, würde sich so ein Vorfall wiederholen. Hujaij ibn Achtab, hetzte die Juden gegen Muhammed auf. Er teilte zwar das Schicksal und wurde enthauptet, doch durch seinen Hass auf den Propheten, riss er viele mit in den Tod. Vier Juden nahmen zur Rettung ihres Lebens und ihres Besitzes den Islam an. Den Rest ereilte ein Schicksal, dass aus ihrem Buche entnommen wurde: ..wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was darin männlich ist, mit des Schwertes Schärfe erschlagen. Aber die Frauen, die Kinder, das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Ware sollst du unter euch austeilen. (5. Buch Moses, Kapitel 20 Vers 13-14) Zeit der Ruhe
Piesacken eines Heuchler
Ayse und die Halskette
Als sie nun da wartete, kam Safwan ibn al-Muttal as-Salami, der den Trupp hinterher ritt. Er sah eine Frau, eingehüllt am Boden liegen. Aufgrund der Statur und weil er Ayse noch von früheren Zeiten kannte, war ihm klar, dass es nur Ayse, eine der Frauen Muhammeds sein kann. Er sagte zur Ayse: was ließ dich zurückbleiben? Ayse antwortete ihm jedoch nicht. Er stieg von seinen Kamel und sagte zur Ayse: steig auf! Da stieg sie auf und zogen eiligst hinter den anderen her. Aber auch diese hatten sich beeilt eiligst nach Medina anzukommen, um sich endlich von den strapazierten Marsch zu erholen, den ihn der Prophet wegen Abdullah aufgebrummt hatte. Am helllichten Tag unter den Augen der Leute, während Ayse sich auf dem Rücken des Kamels befand, und Safwan die Zügel hielt, kamen sie in Medina an. In den ersten Tagen der Rückkehr dachte sich keiner etwas dabei, warum Ayse mit Safwan alleine und als letztes Medina erreichten. Hamna eine Schwester von den Frauen des Propheten fing an ein Geflüster im Umlauf zubringen. Hasan bin Thabit half ihr dabei, ein Gerücht im Umlauf zusetzen. Schließlich gelangte das Gerücht an die Ohren des Propheten. Bald sprach die ganze Stadt davon. Keiner brachte den Mut auf, Ayse von den Gerüchten etwas zu erzählen. Sie merkte nur, dass der Prophet sich ihr gegenüber anders Verhält als sonst und gab der neuen Heirat mit Dschuwairija die Schuld. Nie kam ihr in den Sinn, dass man über sie ein Gerücht verbreitet hatte. Eine Frau von den Muhadschirun erzählte schließlich Ayse, dass ein Gerücht im Umlauf ist, zwischen ihr und Safwan. Nach fast einen Monat kam eine Offenbarung die Ayse Unschuld bestätigte: ...diejenigen, die die Verleumdung aufbrachten, sind eine Gruppe von euch. Jedem von ihnen gebührt, was er an Sünde erwirkt hat, und derjenige von ihnen, der dem Hauptanteil daran hatte, empfängt gewaltige Strafe....(24:11) ...und warum sprachet ihr nicht als ihr es hörtet: es steht uns nicht an, hierüber zu reden. Erhaben bist DU, dies ist eine arge Verleumdung? Allah ermahnt euch, nie wieder ähnliches zu tun, so ihr Mumin seid. Und Allah macht euch die Zeichen klar, und Allah ist allwissend, allweise. Diejenigen, die es lieben, dass sich Schändliches unter denen, die Iman haben, verbreitet, empfangen eine schmerzliche Strafe im Diesseits und Jenseits; und Allah weiß, und ihr wisst nicht....(24:16-20) ...und jene, die unbescholtene Frauen verleumden und danach keine vier Zeugen beibringen, denen verabreicht achtzig Peitschenhiebe und nehmt von ihnen nie mehr ein Zeugnis an, denn jene sind Frevler....(24:4) Die Bestrafung wurde sofort umgesetzt. Mistah ibn Athatha, Hasan ibn Thabit und Hamma bint Dschahsch wurden mit je achtzig Schlägen für ihre Verleumdung bestraft. Als Abu Bakr nun erfuhr dass Mistah einer der Verleumder war, schwor er ihn keine Unterstützung mehr zu kommen zulassen. Doch der Prophet redete auf Abu Bakr ein, dass er ihn weiter Versorgen sollte, was dieser auch tat und seinen Schwur zurücknahm. Ayse erlangte wieder die Stellung, die sie vor der Verleumdung inne hatte. Einschub
Die erste Hac-Reise
Der Prophet legte sich zwei weiße ungenähte Tücher um, ein Teil band er um die Lenden, das andere wurde über die Schulter gelegt. Mit zwei Rekat trat er in den Weihezustand ein und stimmte den Pilgerruf an: Labbayk Allahumme Labbayk (hier bin ich o Allah, hier bin ich). Einige taten es den Propheten gleich, andere Sahaba machten es später, weil der Weihezustand das Jagen einschränkt. Als die Quraisch von der Pilgerfahrt der Muslime erfuhren, waren sie voller Sorge und berieten, wie sie vorgehen sollten. Ihnen war bewusst, das sie die Hüter der Heiligen Stätte seien und so einen großen Pilgerzug kann man nicht einfach die Erlaubnis der Riten verweigern. Das Ansehen Mekkas stand auf dem Spiel. Auf der anderen Seite wurde das Betreten der Muslime einen klaren moralischen Sieg für Muhammed bedeuten. Der misslungene Angriff auf Medina würde Muhammed noch gestärkter aus der Pilgerfahrt hervorgehen lassen. Die größere Gefahr birgt der neue Glaube bei den Pilgern der alten Rituale. Sie können sich wohlmöglich von Muhammeds glauben anstecken lassen, sodass seine Anhängerzahl noch mehr ansteigen würde. Die Führer von Quraisch waren sich schließlich einig, dass man Muhammed und seine Gefährten auf keinem Fall den Zutritt zur Kaba erlauben könne. Bei Usfan traf der Kundschafter des Propheten auf die Pilgergruppe. Er berichtete, die Quraisch hätten Khaild und zweihundert Berittene losgeschickt, um ihnen den Weg zu versperren. Der Prophet und der Pilgerzug mit 1.400 Muslimen schlugen einen anderen Weg nach Mekka ein, um Khalids Truppe zu umgehen. Bei al-Hudaibiya blieb Qaswa, das Kamel des Propheten stehen und wollte nicht mehr weiter und ließ sich am Boden nieder. Der Prophet sagte, dies ist ein Zeichen Allahs und ließ ein Lager aufschlagen. Zusammentreffen Es dauerte nicht lange, und die Pilger klagten über Wassermangel: o Gesandter Allahs, in dem Tal, in dem wir lagern, gibt es kein Wasser, außer ein paar kleine Pfützen. Der Prophet rief einen der Pilger zu sich, gab ihn einen Pfeil und sagte zu ihm: stecke den Pfeil in einen der Wasserlachen. Der Mann tat dies und sobald der Pfeil in der Wasserlacke steckte, sprudelte Wasser hervor. Die Leute kamen und löschten ihren Durst. Die Quraisch schickten ein paar Boten zum Propheten um seine Absicht zu erfahren. Als die Boten wieder in Mekka waren, konnten sie nur berichten, der Prophet komme nur zur Pilgerfahrt und nicht zum Krieg. Muhammed schickte wiederum Uthman ibn Affan zu den Quraisch um ihnen ihr Vorhaben mitzuteilen. Uthmann konnte aber nicht die Herzen der Quraisch erreichen und kehrte zum Propheten zurück. Die Quraisch schickten auch noch Urwah zum Propheten und dieser begann den Muslimen angst einzujagen: O Muhammed! Hast du diesen bunten Haufen zusammengebracht und bist mit ihnen zu deinen eigenen Stamm gezogen um diese zu vernichten? Die Quraisch sind mit ihren Frauen und Kindern aufgebrochen und haben geschworen, dass du gegen ihren Willen Mekka niemals betreten wirst. Urwah war respektlos und behandelte den Propheten wie ein Schulkind. Er zog während des Gespräches immer am Bart des Propheten. Das mochten seine Gefährten nicht länger mit ansehen und so zog Mughirah ibn Schuba ein Muhadschirun sein Schwert und schlug mit der flachen Seite auf die Hand von Urwah und sagte dabei: wenn du nochmals den Bart berührst, kannst du sie nicht mehr wegziehen. Urwah wurde bleich und fragte den Propheten wer er sei: Es ist Mughirah ibn Schuba, der Sohn deines Bruder! Urwah war sprachlos und kräzte schimpfende Worte über seine Lippen zu Mughirah. Darauf hin kehrte Urwah nach Mekka zurück und verkündete: Männer von Quraisch! Ich war schon bei Chosroe in seinem Reich, beim Kaiser in seinem Reich und beim Negus in seinem Reich, aber ich habe nie einen König in seinem Volk gesehen wie Muhammed unter seinen Gefährten. Ich habe Männer gesehen, die ihn für nichts in der Welt jemals aufgeben werden. so macht euch nun eure eigenen Gedanken! Die Quraisch erkannten, dass man Muhammed nicht mit Gewalt begegnen könne. So schickten sie Suhail ibn Amr mit der Vollmacht einen Friedensvertrag auszuhandeln. Sie sagten ihn noch: sage Muhammed, er solle dieses Jahr wieder nach Medina zurückkehren, damit die Araber nicht sagen können, er habe Mekka jemals gegen unseren Willen betreten. Der Prophet willigte schließlich ein und so wurde ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den Quraisch und den Muslimen geschlossen. Vielen Muslimen gefiel diese Vereinbarung gar nicht. Umar war einer von diesen. Er ging zu Abu Bakr und fragte in verwunderten Ton: o Abu Bakr, ist er nicht der Gesandte Allahs?! Abu Bakr sagte: Gewiss! Darauf Umar: und sind wir nicht Muslime?! Gewiss antwortete Abu Bakr. So sag mir, warum wir in unsere Religion erniedrigt werden?! Abu Bakr sagte: O Umar, lass ab, denn ich bezeuge ja, dass Muhammed der Gesandte Allahs ist. Umar sagte darauf: ich bezeuge ebenfalls das Muhammed der Gesandte Allahs ist. Umar ging zum Propheten und sagte in etwa die gleichen Worte, wie er sie zu Abu Bakr sagte. O Umar: ich bin der Diener und der Gesandte Allahs, ich weiche von SEINEM Befehl nicht ab, denn ER lässt mich nicht zugrunde gehen. Bei diesen Worten kehrte Ruhe in Umars Herz wieder ein. Später sage Umar darüber. Wegen meines damaligen Verhalten dem Propheten gegenüber hörte ich nicht auf, Almosen zu geben, zu fasten, zu beten und Sklaven freizulassen. Ich fürchte nämlich, Allah werde mich für meine Worte bestrafen, die ich damals in der Hoffnung äußerte, meine Meinung sei die bessere. Offenbarung
...wir haben dir gewiss einen offenkundigen Sieg gegeben. Damit Allah dir vergibt, was an Sünde von dir bereits vorausging und was noch kommt, und SEINE Gnade an dir vollendet und dich einen geraden Weg leitet...(48:1) Allah spricht von einen Sieg, den die Muslime in der Herabwürdigung ihrer Religion anfänglich nicht erkennen vermochten. Die Muslime stellen sich darauf ein, nötigenfalls durch Kriegshandlungen in Mekka einzumarschieren um ihre Pilgerfahrt vollziehen zu können. Als dann der Prophet jedoch das Friedensabkommen unterzeichnete und auch noch Abu Dschandal die Hilfe verweigerte, war das für die Muslime nicht nachvollziehbar. Der eigentliche Sieg durch das Friedensabkommen wurde den Muslimen erst nachher bewusst. Sie konnten nun unbehelligt den Islam verkünden. Nächstes Jahr war ihnen die Pilgerfahrt erlaubt, ohne dass man mit Repressionen rechnen müsste. Es war das erste Mal, das die Quraisch Muhammed anerkannten und ihn – wenn auch nicht vom Herzen – respektierten. Muhammed wurde den Quraisch gegenüber Gleichgestellt er wurde ihnen Ebenbürtig. Das war ein Reisenerfolg, der den Muslimen bei Vertragsunterzeichnung nicht bewusst war und sie deshalb nicht mehr die Welt verstanden. Die Quraisch gaben Muhammed Zugeständnisse, die sie vorher nie geben wollten. Und in der Tat, verbreitete sich in nur zwei Jahren der Islam so rasant, das man erst in Nachhinein den „offenkundigen Sieg“ durch den Friedensvertrag erkannte. Die Aufforderung des Propheten, zu opfern und ihr Haar zu scheren, war keine Revolution, sondern die Sahaba standen unter Schock. Sie waren in der Erwartung ausgereist um die Pilgerfahrt zu unternehmen. Der Traum des Propheten stärkte sie in der Hoffnung, endlich mal wieder Mekka sehen zu können. Als sie in ihrer Freude enttäuscht wurden, vermochten sie nicht mehr zu handeln. Erst als der Prophet zur Tat schritt und opferte und sich das Haar scherte, begriffen die Muslime, es ist Realität und kein Traum. Waren die Sahaba bis jetzt ja auch immer gewöhnt, dass man keinen Schritt zurück macht, sondern die Situation ins Auge nimmt und danach handelt. Diesmal nun nahm der Prophet einen anderen Weg. Das Verhalten der Muslime, nehmen die Schi’iten gerne her um zu demonstrieren,
wie ungehorsam eigentlich die Sahaba und insbesondere Umar, waren. Aber
auch die Muslime sind nur Menschen die auch Schwächen haben. Dafür
war der Prophet ihnen ja ein Vorbild, damit sie lernen, Handlungen erst
einmal zu akzeptierten, bis sie es dann schließlich begreifen und
verstehen. Man darf nicht vergessen, das die Araber ein wildes und hartes
Volk waren, sie kannten nur das Naturgesetze des Überlebens und das
Gesetz des Stärkeren. Sich jemanden zu unterwerfen, war ein Schande
für sie. Die Lehre des Islam führte andere Moralvorstellungen
in die Lebensweise der Araber ein. Dieser Prozess kann nicht von heute
auf morgen umgesetzt werden. Die Geschichte lehrte uns, dass nach dem Ableben
des Propheten Streitigkeiten entbrannten, deren Feuer heute noch nicht
gelöscht werden konnte. Der Vorwurf des Ungehorsam gegenüber
den Propheten kann nicht aufrecht erhaltet bleiben. Die Offenbarungen sprechen
ein deutliches Wort, dass Allah mit den meisten zufrieden war. Es gab Heuchler
unter den Muslimen, aber diese waren bekannt, und sie zeichneten sich durch
Stänkereien und Fitneh selber aus.
Allahs Hilfe
Auf den Weg nach Mekka bei Dhul Hulaifa bat Abu Basir seinen Begleiter ihn sein Schwert zu zeigen, dieser willigte ein und Abu Basir tötete ihn damit. Er kehrte nach Medina zurück und rief den Propheten zu: o Gesandter Allahs, du hast dein Versprechen gehalten und Allah hat dich Entlastet. Da er aber aufgrund des Abkommen nicht in Medina bleiben konnte zog er nach zur Meeresküste und lauerte die Karawanen der Quraisch auf. Das Abkommen sah vor, das diese Handelsrute freigelassen werde und weder die Quraisch noch Muhammed ihn für Karawanenzüge sperren duften. Abu Basir war zwar ein Muslim, gehörte aber nicht zu den Medinern und war sozusagen Vogelfrei. Abu Basir schlossen sich etwa 70 Muslime aus Mekka an, die wegen ihrer Annahme zum Islam drangsaliert wurden. Mit dieser Bande überfiel er die Karawanen der Quraisch und nahm sie als Beute. Die Mekkaner wiederum konnten den Propheten keine Vertragsverletzung vorwerfen, weil Abu Basir auf eigene Faust handelte und sich den Muslimen in Medina nicht angeschlossen hatte. Warum gab Muhammed der Bedingung statt, einen Muslim an die Quraisch auszuliefern, wiederum aber ein Abfallender Muslim von den Mekkaner nicht ausgeliefert werden braucht? Der Prophet war davon überzeugt, dass, wer den Islam annimmt, und ihn verstanden hat, ihn nicht wieder ablegt. Andersrum war er auch davon Überzeugt, wenn ein Muslim in Bedrängnis gerät, dass Allah ihn einen Ausweg öffnet. Diese Überzeugung des Propheten sollte sich schneller bewahrheiten, als es die Muslime verstanden. Diese Denkweise, auf Allah zu Vertrauen fällt auch heute noch vielen Muslimen schwer. Vielmehr versuchen sie durch ihr eigenes und manchmal überflüssiges Handeln, ihr Lage zum eigenen Gunsten zu ändern. Die Quraisch erkannten mittlerweile, dass es nicht gut ist Muslime unter sich zu haben. Ihnen wurde bewusst, dass die festgehaltenen Muslime jede Chance wahrnehmen würden um zu fliehen um sich dann Abu Basir und seiner Bande anzuschließen. Sie erinnerten sich an die Hicra der Muslime und wie sie ihre Karawanen überfielen. Die Angst war groß, das Abu Basir das gleiche machen würde. Daher trafen sich die Führer der Quraisch und berieten, wie sie vorgehen sollten. Sie beschlossen Muhammed eine Botschaft zu schicken, mit der Bitte, die Muslime von Mekka aufzunehmen und das der Vertragsbestandteil der Auslieferung gestrichen werden sollte. Dafür aber sollte der Prophet garantieren, dass keiner von den Muslimen Karawanen überfällt. Muhammed willigte ein und seine zuversichtlichen Worte hatten ihre Erfüllung gefunden. Alle Muslime durften Mekka verlassen und fanden in Medina Aufnahme. Einige muslimische Frauen waren noch vor der Vertragsänderung von Mekka nach Medina geflüchtet. Es kamen ihre Brüder und Ehemänner und forderten die Rückgabe der Frauen. Der Prophet verneinte dies mit der Begründung, die Vertragsbestandteile beziehen sich nur auf die männlichen Muslime nicht auf Frauen. Und zudem darf eine Muslima nicht mit einem Kafir verheiratet sein, die Ehe muss nach Übertritt der Frau zum Islam geschieden werden. ...o ihr die ihr imam habt, wenn gläubige Frauen als Auswanderer zu euch kommen, so prüft sie, Allah kennt ihren Imam am besten. Wenn ihr sie jedoch als gläubige Frauen erkennt, so schickt sie nicht zu den Kafir zurück. Sie sind ihnen nicht erlaubt, noch sind jene diesen Frauen erlaubt...(60:10) Die Knotenbläser
Der Prophet bemerkte bald, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung war. Er fühlte sich schwach, und wenn man ihn zu Essen brachte, konnte er nicht essen. Im Traum sah er zwei Männer bei sich sitzen, einen bei seinem Kopf, den anderen zu seinen Füßen. Er hörte, wie der eine dem anderen den genauen Grund seiner Schwäche erklärte und auch den Namen des Brunnens. Als er erwachte, erschien ihm Cibril, der seinen Traum bestätigte und ihm befahl, die zwei Schutz-Suren zu rezitieren. Der Prophet schickte Ali zum Brunnen, um dort die beiden Schutz-Suren 113 und 114 zur rezitieren. Bei jedem Aufsagen der Verse, löste sich ein Knoten. Als alle Knoten geöffnet waren, bekam der Prophet seine volle geistige und körperliche Kraft zurück. Khaybar
Sie nahmen den geplanten Feldzug nicht ernst, und informierten nicht einmal ihre Verbündeten von Muhammeds vorhaben. Die Muslime zogen mit 1.600 Mann, darunter 100 Reiter aus. Nach drei Tagen marsch, erreichten sie die Festung von Khaybar. Vor der Festung wurde ein Lager aufgeschlagen und die Einwohner von Khaybar nahmen die Muslime erst am nächsten Morgen wahr, als sie zu ihren Feldern gehen wollten. Schreiend rannten sie in ihre Festung zurück, und verkündeten: Muhammed und seine Gefährten haben vor unseren Mauern ein Lager errichtet. Man hatte zwar von einen geplanten Feldzug gehört, aber ihn nicht ernst genommen, und nun standen sie vor der Festung. Der Prophet ließ Stellung beziehen auf dem Pfad, an denen die ghatafanischen Verbündeten ihnen zu Hilfe kommen könnten. Somit wurde ihnen der Weg zur Festung abgeschnitten. Die Quraisch hielten sich bei den Auseinandersetzungen heraus. Sie hofften nur, dass Muhammed endlich von den starken Khayber besiegt und vernichtet werden. Die Kämpfer in der Festung galten als die besten Bogenschützen. Und so fiel ein Hagel von Pfeilen auf die Schutzschilder der Muslime. Einige Tage vergingen ohne großen Erfolg. In der sechsten Nacht wurde ein Spion gefasst, der, um sein Leben zuretten, wertvolle Geheimnisse preisgab und erzählte welche der drei Festungen am leichtesten einzunehmen sei. Festung Na’im
Ali war der auserwählte, der, diesmal eine besonders große schwarze Fahne überreicht bekam. Er zog mit dem Banner los. Als er sich der Festung näherte, kamen ihm Kämpfer entgegen. Ein Mann schlug so auf Ali ein, dass er sein Schild aus der Hand verlor. Da hob Ali kurzerhand das Tor aus der Verankerung und nahm dieses als Schutzschild. Als er die Angreifer abgewehrt hatte, legte er das Ausgestemmte Tor als Brücke über den Graben, damit die Muslime in die Festung einmarschieren konnten. Die Muslime stürmten die Festung und als ihr Führer al-Harith ibn abu Zainab gefallen war, ergaben sich die Bewohner den Muslimen. Einigen Einwohnern gelang die Flucht zur einer anderen Festung durch ein Tor an der Rückseite. Festung Az-Zubair
Festung Qamus
Aufgabe der anderen Festungen
Das Alkoholverbot
Das Alkoholverbot vollzog sich in drei Stufen. ...sie fragen dich nach dem Alkohol und Losspiel. Sprich: in beiden liegen großes Übel und Nutzen für die Menschen, doch der beider Übel ist größer als beider Nutzen....(2:219) ...o ihr, die ihr bezugt nähert euch nicht dem Gebet, wenn ihr berauscht seid, auf dass ihr wisst, was ihr sagt...(4:43) ...o ihr, die ihr bezugt, der Alkohol, das Losspiel, die Götzenbilder und die Orakelpfeile sind fürwahr ein Greuel vom Werk des Satans. So meidet es, vielleicht habt ihr Erfolg. Der Satan will durch Alkohol und Losspiel nur Fitneh und Haß unter euch säen und euch vom Gedanken Allahs und vom Gebet abhalten. Hört ihr denn also auf?...(5:90-91) Als bei der zweiten Offenbarung der Alkoholgenuss eingeschränkte
wurde, tranken sich die Muslime nach dem letzten Gebet voll und gerieten
in Streitigkeiten. Es waren manchmal die Auseinandersetzungen so hart,
dass Umar Allah um Rat erfehlte, worauf das endgültige Alkoholverbot
herabgesandt wurde. Als die Verse des Alkoholverbotes unter den Muslimen
verbreitet wurden, glichen die Straßen einen Fluss. Der ganze Alkoholvorrat
wurde auf den Straßen gekippt. Und es gab keinen, der sagte: ich
trinke noch schnell mein Becher leer, oder ich fange Morgen damit an, kein
Alkohol mehr zu trinken. Wenn eine Offenbarung kam, die ein Verbot aussprach,
so wurde dies im gleichen Moment, als die Verse verkündet wurden,
umgesetzt. Es gab zwar einige, die das Alkoholverbot nicht verstehen konnten
und sagten: Soll der Alkohol ein Greuel sein, wo er sich in den Bäuchen
von einigen befindet, die in der Schlacht von Badr und Uhund fielen? Daraufhin
sandte Allah erneut einige Verse herab:
...diejenigen, die überzeugt und rechtschaffen handeln, trifft keine Sünde in dem, was sie aßen, wenn sie nur gottesfürchtig waren und iman hatten und rechtschaffen handelten und abermals gottesfürchtig waren und bezeugten, und nochmals gottesfürchtig waren und Gutes taten. Und Allah liebt die, die Gutes tun.....(5:93) Gesandtschaften
Bismillahir-rahmanir-rahim.
Ich lade dich zur Religion des Islam ein: Werde Muslim, dann bist du
sicher, und Allah gibt dir doppelten Lohn; wenn du dich aber abwendest,
so lastet auf dir die Sünde deiner Untergebenen.
Das Schreiben an Heraklius übergab der Prophet Dihiy ibn Chalifa al-Kalbi, das Schreiben an Chosroes bekam Abdullah ibn Hufafa as-Sihmi, das Schreiben an den Negus bekam Umar ibn Umaiya ad-Damri, das Schreiben an Al Mukaukis bekam Hatib ibn abu Balta, das Schreiben an die Könige von Umman bekam Amr ibn al as-Sihmi, das Schreiben an die Könige von Yamama bekam Salit ibn Amr, das Schreiben an den König von Bahrain bekam al Ala ibn Al-Hadraami, das Schreiben an Harith von Ghassan bekam Schudscha ibn Wahb al-Asadi, das Schreiben an den König von Jemen bekam Al Muhadschir ibn Umaija al-Machzumi. Sie alle zogen los, ein jeder in die Richtung, in der sie der Prophet schickte. Reaktionen der Könige
Benehmen der Frauen
Ein anderes Mal wies Umar die Frauen zurecht, weil ihr Benehmen immer schlechter wurde. Er ging zu seiner Tochter Hafsa, die ebenfalls eine der Frauen des Prophet war und sagte: Bist du dir so sicher, dass Allah dich nicht im Zorn vernichtet, wenn du dem Propheten ärger machst? Zu dieser Zeit kam die Gesandtschaft aus Ägypten zurück, mit zwei weiblichen Geschenken. Eine der beiden Mädchen, Maria nahm der Prophet für sich, die andere gab er Hasan. Der Prophet verbrachte gar viel Zeit bei Maria, was die Eifersucht der anderen Frauen hervorrief. Die Frauen, darunter Hafsa und Ayse, trieben ihre Intrigen soweit, dass schließlich der Prophet den anderen Frauen ein Versprechen gab, nicht mehr bei Maria einzukehren. Sodann schickte Allah eine Offenbarung der Sure 66 ff.: ...o Prophet, weshalb verbietest du dir, was Allah dir erlaubt hat, deinen Gattinnen zu gefallen?... ...möge sein Herr ihm, wenn er euch (alle) entlässt, zum Tausch andere Gattinnen geben, die besser sind als ihr; muslimische Frauen, die iman und demütig ergeben sind, bereit zur Umkehr sind, (Allah) dienen und umherziehen, ob sie früher verheiratet waren oder Jungfrauen sind.... ...O Prophet, sprich zu deinen Gattinnen: Wenn ihr das diesseitige Leben und seine Schmuck begehrt, dann kommt her, ich werde euch eine Versorgung sichern und euch auf eine schöne Weise freilassen. Und wenn ihr Allah und Seinen Gesandten und die jenseitige Wohnstätte begehrt, so hat Allah für die Rechtschaffenen von euch einen großartigen Lohn bereitet. (33:28-29) Danach beruhigte sich die Lage und die Frauen erkannten ihren Hochmut ein und gelobten, sich mehr zurückzuhalten. Vereinbarte Umra
Viele wurden Muslime
In der Zwischenzeit war auch Amr in Medina eingetroffen. Es war derjenige, der zum König nach Abessinien ging um die Auslieferung der Muslime zu verlangen. Nun kam er nach Medina um den Islam anzunehmen. Danach sprachen Uthman und Amr den Treueid. Kurze Zeit später erschienen in Medina Jafars und Ali Bruder Aqil sowie Yubaryr. Leid und Freude
Schlacht bei Muta
Im achten Jahr der Hicra zog man nun gegen die Ghassanen Die Römer erfuhren von dem Unternehmen und zogen bis zu 100.000 Mann zusammen. Als die Muslime an der syrischen Grenze ankamen, erfuhren sie, dass man nicht nur gegen den Stamm der Ghassan zu kämpfen hätte, sondern das der Kaiser von Rom noch zusätzlich Soldaten schickte. Zayd briet sich mit seinen Gefährten, was sie tun sollten. Einige brachten den Vorschlag, einen Boten zum Propheten zu schicken und ihn die Stärke der Gegner mitzuteilen und dann auf neuen Befehl zu warten. Abdullah wandte sich gegen die Meinung und sprach: O Leute! Das, was ihr nun hasst, ist doch das, wofür ihr auszoget: der Märtyrertod! Wir bekämpfen die Leute nicht mittels Ausrüstung, Kraft und Vielzahl von Kämpfern, wir bekämpfen sie nur mittels dieser Religion, mit der uns Allah beschenkt hat. So marschiert vorwärts, denn es wird ein gutes Ende geben – sei es nun der Sieg oder der Märtyrertod. Die Rede Abdullahs griff auf die anderen über, bei Allah Abdullah hat recht! Sie rückten vor, bis sie nahe von Balka auf die Truppen der Römer stießen. Als der Feind anrückte, wichen die Muslime zum Dorf Muta aus. In diesem Dorf entbrannte die Schlacht 100.000 Römer einige sprechen auch von 200.000 gegen 3.000 Muslime. Zayd gab den Befehl zum Angriff und wurde durch viele Verletzungen Schahid. Jafar übernahm die Fahne und kämpfte bis auch er Schahid wurde. Dann übernahm Abdullah die Fahne und ihm ereilte das gleiche Schicksal, Schahid zu werden. Die Muslime einigten sich darauf Khalid die Fahne und somit das Oberkommando zu übergeben. Nach anfänglichen Zögern, stimmte er zu und die Muslime formierten sich neu. Trotz der Tausendfacher Überlegenheit gelang es Khalid die Römer am Vormarsch zu hindern. Übernacht schickte Khalid ein paar Leute hinter den Linien der Römer und gab die Order, bei Sonnenaufgang Lärm zu machen, damit der Feind meinte, Verstärkung sei gekommen. Die Römer dachten nun, es sei Verstärkung gekommen und wagten keinen erneuten Angriff. Khalid ordnete den Rückzug der Muslime an und sie kehrten nach Medina zurück. Der Prophet sagte: Schließlich wurde die Standarte von einem der Schwerter Allahs ergriffen, und Allah öffnete ihnen den Weg, einen Weg, die Muslime in Sicherheit zu bringen. Seit dieser Zeit bekam Khalid den Titel „Schwert Allahs“. In dieser Nacht hatte der Prophet einen Traum, in dem er Zayd, Jafar und Abdullah und die anderen Märtyrer sah wie sie von Engel begleitet ins Cennet folgen. Als der Trupp unter Khalids Führung Medina erreichte, standen die Einwohner an den Straßen und beschimpften sie als Feiglinge und bewarfen sie mit Staub. Der Prophet jedoch sagte: Nein! sie sind keine Feiglinge. Sie werden in die Schlacht zurückkehren, so Allah es will. Aufstand der arabischen Stämme
Vertragsverletzung
Die Quraisch entsandten sofort eine Delegation unter der Führung Abu Sufyan zum Propheten um ihn mitzuteilen, sie stünden nicht hinter den Überfall und hätten keine Gemeinsamkeiten mit den Banu Bakr. Der Prophet war jedoch nicht bereit mit der Delegation zu verhandeln. Abu Sufyan versuchte mit einigen Gefährten zu reden und sie für seine Sache zu gewinnen. Doch alle gaben ihn eine Absage und warnten ihn nur vor den Folgen. Die Delegation ritt nach Mekka zurück und teilte ihnen das Scheitern der Verhandlungen mit. Unterdessen wurde an alle Verbündeten mit dem Muslime, eine Botschaft überbracht mit der Aufforderung sich Kampfbereit zu machen um Mekka einzunehmen. Alle Verbündeten folgten den Aufruf des Propheten. Der Feldzug gegen Mekka wurde in aller eile vorangetrieben, damit die Quraisch nicht die Möglichkeit hätten Verbündete zu suchen. Eroberung Mekkas
Die Quraisch berieten sich noch immer, was sie unternehmen könnten um einen Kampf mit den Muslimen auszuweichen. Sie hatten jedoch keine Ahnung, wie viele Gegner sie gegen sich hatten. Sie rechneten nur mit den Muslimen aus Medina und waren überzeugt, das Verhandlungen die Absicht eines Krieges verhindern würde. Die Quraisch unter Abu Sufyan ritten aus um die Lage zu erkundschaften. Jetzt erst nahmen sie das riesige Lager vor den Toren Mekkas wahr. Abu Sufyan und seine Begleiter stellten Vermutungen darüber an, wem dieses Heer gehöre. In Hörweite hatte Al Abbas, der Onkel des Propheten, rast eingelegt und hörte das Gespräch mit. Er rief zu Abu Sufyan, wehe euch Quraisch, wie werdet ihr dastehen, wenn Muhammed mit die seinen in Mekka einzieht? Abu Sufyan fragte: was können wir tun, gib uns Rat? Er sagte: schicke deine Begleiter nach Mekka zurück und komme du mit mir zum Lager des Propheten. Al Abbas kam zum Zelt von Muhammed und bat um Einlass. Der Prophet jedoch verwies sie auf den morgigen Tag. Am nächsten Morgen wurde Abu Sufyan vor dem Propheten gebracht, beidem auch die ältesten der Muhadschirun sowie der Ansar anwesend waren. Der Prophet sagte zu Abu Sufyan: wehe dir, o Abu Sufyan! Ist es nicht Zeit für dich zu wissen, dass es außer Allah keinen Gott gibt? Abu Sufyan sagte: Trotz meiner Feindseligkeiten euch gegenüber, warst du mir immer sanftmütig, großzügig und verwandtschaftsbewusst gegenüber. Wenn es einen anderen Gott gäbe, wäre er uns beigestanden. Der Prophet wiederholte die Worte und Abu Sufyan sagte: Es regt sich noch etwas in meiner Seele. Da mischte sich al-Abbas ein und sprach zu Abu Sufyan: werde endlich Muslim! Von seinen Stolz herabgestiegen sprach Abu Sufyan das Bekenntnis zum Islam und wurde somit Muslim. Dann sagte der Prophet zu Abu Sufyan: Kehre nach Mekka zurück und sage dort deinen Leuten: alle die sich in deinen Haus aufhalten sind sicher, alle die in ihren Häusern sind, sind sicher. Muhammed ließ an Abu Sufyan das Heer vorbeiziehen, damit er sich von der gewaltigen Masse ein Überblick verschaffen konnte und gehieß ihn nach Mekka zurückzukehren. In Mekka angekommen rief er mit lauter Stimme: O ihr Quraisch, Muhammed steht mit einen gewaltigen Heer vor den Toren Mekkas. Ihr könnt sein Heer nicht widerstehen. Er ist mit zehntausend gerüsteten Kämpfern angerückt. Muhammed versicherte mir aber, das jeder, der in meinem Haus ist, und jeder der sich in seinen Haus einschließt sicher ist. Da kam seine Frau Hind heraus und schrie zum Volk: Tötet diesen Nichtauge, diesem Feigling, du erbärmlicher Beschützer deines Volkes. Abu Sufyan erwiderte darauf: Wehe euch, lasst euch von einer Frau nicht besseres Wissen verführen. Vor den Toren steht eine Macht, die ihr nicht widerstehen könnt. Wer aber in seinen Haus bleibt ist sicher. Da schrieen einige: Gott soll dich töten! Was soll uns das Haus helfen? Als sich die Lage beruhigte und die Quraisch nachdachten, erkannten sie, dass es heute keinen anderen Ausweg mehr gibt, als sich zu ergeben. Einzug in Mekka
Einige Quraisch, darunter Ikrima, Safwan und Suhayl wollten die Stadt nicht kampflos übergeben und stellten sich den Muslimen zum Kampf. Sie ritten aus der Stadt und trafen auf Khalid’s Truppen. Als die Quraisch sahen, wie Khalid’s Truppen sich auf das untere Tor der Stadt zu bewegten, griffen sie an. Zwei Kämpfer von Khalid’s Trupp wurden Schahid, während dreißig Feinde getötet wurden. Schließlich ergriffen die restlichen die Flucht. Auf den Anhöhen von Mekka hatte man ein Zelt für den Propheten aufgebaut. In ihr warteten einige seiner Frauen und Fatima, die Tochter des Propheten. Im Zelt angekommen, vollzog der Prophet Ghusl und betete acht Rekat und ruhte sich ca. eine Stunde aus. Der Prophet ritt auf Qaswa in Mekka ein und trug einen roten Turban jemenitischen Stoffes. Er umritt die Kaba, siebenmal, wobei er jedes Mal wenn er am schwarzen Stein vorbeikam, ihn mit seinen Stock berührte. Als die Umschreitung vollendet war, ließ er Uthman ibn Talha rufen, der im Besitz der Schlüssel war. Im Türpfosten stehen sagte Muhammed zu den herbeiströmenden Leuten: ...o ihr Menschen, WIR haben euch fürwahr aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander erkennt. Der vor Allah am höchsten Geehrte unter euch ist gewiss der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend und kundig....(49:13) Dann fragte er das Volk: o ihr Quraisch, was denkt ihr, was ich mit euch tun werde? Sie erwiderten: Gutes, denn du bist ein edler Bruder und der Sohn eines edlen Bruders! Er sagte: so geht, denn ihr seid frei. Mit diesen Worten wurde den Quraisch und den Mekkanern insgesamt eine Generalamnestie erteilt. Ausgenommen waren zuvor schon einige Quraisch. Vor dem Einzug, wies er seine Gefährten an, einige zu töten. Diese Verurteilten waren: Abdallah ibn Sad, Abdallah ibn Chatal, Huvairith ibn Nuqaid, und Ikrima, der Sohn Abu Dschal. Tatsächlich wurden jedoch nur Chatal und Huvairith getötet, während die anderen es schafften sich durch list dem Tod zu entziehen. Einige wurden später Muslime, wie Ikrima. Muhammed betrat die Kaba und stürzte die Götzen um. Die Kaba wurde von 360 Götzenbildern und Statuen gereinigt. Der Prophet vollendete durch die Einnahme Mekkas, wozu er seit zwanzig Jahren aufgerufen hatte und worin ihn Mekka aufs heftigste bekämpft hatte. Nachdem die Kaba gereinigt war, ging der Prophet zum Hügel Safa wo ihn die Quraisdch, die noch kurz vorher seine Feinde waren, den Treueid schworen und den Islam annahmen. Darunter war auch Hind, die Frau Abu Sufyan. Sie kam verschleiert zum Propheten, da sie befürchtete, sie würde vorher getötet werden, bevor sie das Bekenntnis des Islams sprechen konnte, welches sie vor Verfolgungen schützte. Als sie das Treugelöbnis ablegte, hob sie ihren Schleier und der Prophet grüßte sie höfflich. Das hatte Hind nicht erwartet, nach all dem, was sie mit den Muslimen und Hamza tat. Einschub:
Khalid’s Feldzug gegen Al-Uzza
Feldzug gegen Hunayn
Malik schickte drei Kundschafter aus um über die Truppenstärke der Muslime Auskunft einzuholen. Die Kundschafter kamen zurück und sagten: wir empfehlen dir, kehre um, denn wir kämpfen nicht gegen Erdenmenschen sondern gegen Himmelsscharen! Malik beschimpfte die Kundschafter als Feiglinge. Am nächsten Tag gab er den Befehl zum Tal von Hunayn vorzurücken, durch das die Muslime kommen mussten und sich in der Talenge zu verstecken. Nicht weit entfernt, am anderen Ende des Tales, lagerten ca. 12.000 Muslime. Der Prophet versprach ihnen den Sieg, wenn sie standhaft seien. Nach dem Morgengebet machten sich die Muslime auf den Weg. Khalid führte einen Trupp der meist aus den neuen Muslimen bestand, während die Truppe des Propheten aus den Muhadschirun und Ansar bestand. Der Zug der Muslime hatte das Tal erreicht, als sie im Dämmerlicht die stehenden Scharen der Hawazim sahen. Die Muslime erkannten, dass ihnen der Weg in dieser Richtung abgeschnitten war. Bevor sie jedoch neue Anweisungen erhalten konnten, gab Malik das Zeichen zum Angriff. Die Reiter der Hawazin preschen aus den Schluchten hervor und fielen über Khalid’s Trupp ein. Der Angriff war so überraschend und heftig, dass es Khalid nicht gelang, seine Leute zusammeln. Viele flohen vor der Schlacht. Auch der Trupp des Propheten wurde gesprengt. Er hatte alle mühe seine Leute zu sammeln. Schließlich gelang es dem Propheten seine Gefährten um ihn zusammeln, und sie schafften es für eine Weile den Angriff aufzuhalten. Als der Feind sich neu Sammelte, sprach der Prophet ein Bittgebet: o Allah, ich bitte DICH um das, was DU versprochen hast! Dann bat er seinen Milchbruder um eine Handvoll Kieselsteine. Er nahm sie in die Hand und warf sie – wie in Badr – dem Feind entgegen. Plötzlich wendete sich der Schlachtausgang. Die Kämpfer von Malik erlitten solche Niederlage das ihnen nur noch die Fluch in den Bergen und in die nahe gelegene Stadt Ta’if übrig blieb. Die Frauen, Kinder und Viehherden konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und fielen als Beutegut den Muslimen zu. Feldzug gegen Ta’if
Die Thaqif hatten in ihrer Stadt genug Reserven für ein ganzes Jahr. Der Prophet ließ Kampfmaschinen gegen die Stadt einsetzen und ein heftiger Pfeilwechsel fand statt, aber dennoch war nach einen halben Monat der Belagerung keine Veränderung eingetreten. Nach fast einer weiteren Woche der Belagerung hatte der Prophet einen Traum: Er sah, wie man ihm eine Schale Butter gab und wie ein Huhn kam und daran pickte und sie verschüttete. Aufgabe der Belagerung
Aufteilung der Beute
Nach der Beuteaufteilung unternahm der Prophet die kleine Pilgerfahrt und kehrte nach Medina zurück. Dort verbrachte er sechs Monate in dem nur kleine Feldzüge unternommen wurden. Die islamische Lehre weitete sich aus und Medina wurde zu einer Stadt des ständigen kommen und gehen. Feldzug gegen die Römer
Die Muslime erreichten die Quellen von Tabuk, und errichteten ein Lager. Zwanzig Tage blieb das muslimische Heer bei den Quellen und wartete auf die kaiserlichen Truppen. Ob die Römer je vorhatten gegen die Muslime zu ziehen, oder ob alles nur als Verwirrung für die Muslime sein sollte, dass konnte nie geklärt werden? Es wird berichtet, als die Römer hörten, Muhammed zieht ihnen entgegen, haben sie ihren Plan aufgegeben und sich in Sicherheit zurückgezogen. Tatsache ist nur, der Prophet zog aus um gegen die Römer zukämpfen. Aber er wartete vergeblich, kein Römer ließ sich blicken. Am Grenzgebiet wurden mit christlichen Gemeinden Friedensverträge abgeschlossen und gegen der Festung Duma schickte der Prophet Khalid mit 500 Mann hin um einen eventuellen Hinterhalt vorzubeugen. Khalid nahm den Fürsten der Festung gefangen und kehrte mit reicher Kriegsbeute nach Medina zurück. Der Kriegszug von Tabuk war der letzte, an dem der Prophet selber teilnahm. Von nun an blieb der Prophet nun noch in Medina Tod seines Sohnes Ibrahim
Entweder war es ibn Umm Buradda oder al-Fadl ibn Abbas, der am kleinen Ibrahim die Todeswäsche vornahm. In einem kleinen Bett wurde Ibrahim zur Grabesstelle getragen. Als seine Beerdigung beendet war, befahl der Prophet das Grab mit Erde aufzufüllen. Er ebnete es mit eigener Hand, besprühte es mit Wasser, markierte es mit einem Zeichen und sagte dazu: es schadet weder noch nützt es, aber es ist ein Augentrost für die Lebenden. Der Tod Ibrahim traf mit einer Sonnenfinsternis zusammen. Einige Muslime wollten darin ein Wunder sehen und sagten: die Sonne habe sich wegen Ibrahims Tod verfinstert. Der Prophet hörte dies und erwiderte darauf: Die Sonne und der Mond sind zwei Zeichen. Sie verfinstern sich weder wegen des Todes noch wegen des Lebens von irgendjemandem. Wenn ihr also desgleichen seht, so nehmt durch das Gebet Zuflucht im Gedenken Allahs. Das Jahr der Delegationen
Nach dem Fall Mekkas zog sich Waschi, der Mörder von Hamza einen Onkel des Propheten nach Ta’if zurück. Als nun auch die Einwohner Ta’if den Islam annahm wusste Waschi nicht, wohin er nun gehen sollte. Aber einige Einwohner sagten zu ihm: gehe zum Propheten und leiste ihm den Treueschwur, denn er wird keinen töten, der den Islam annimmt. So ging Waschi nach Medina und leistete den Treuschwur und nahm den Islam an. In diesem Augenblick erkannte ein Sahaba, Waschi und schrie: das ist Hamzas Mörder! Muhammed sagte aber nur: Lasst ihn zufrieden, denn der Islam eines einzigen Mannes ist mir mehr wert als tausend getötete Kafir. Dann schaue er Waschi lange an und sagte: Bist du tatsächlich Waschi? Und als er dies bejahte, forderte ihn der Prophet auf zum Setzen. Erzähle mir, wie du meinen Onkel getötet hast. Waschi erzählte und als er fertig war, sagte Muhammed: Gehe mir aus den Augen, wenn ich dich sehe, erinnerst du mich an meinen verstümmelten Onkel. Ich will dein Gesicht nie wieder sehen. In diesem Jahr kamen zahlreiche Delegationen aus ganz Arabien um den Propheten zu huldigen und dem Islam anzunehmen. Ganz wenige aus Medina gingen wieder fort ohne Muslim geworden zu sein. Einer von diesen war Amir ibn Tufayl. Er stelle Forderungen die nicht stattgegeben werden konnten. So sagte er: ich möchte dein Nachfolger werden. Als diese Bitte abgelehnt wurde, verlangte er über die Zeltbewohner verfügen zu dürfen. Auch diese Bitte wurde abgelehnt. Der Prophet sagte: ich will dir die Reiterei anvertrauen, denn du bist ein sehr guter Reiter. Da fauchte Amir ibn Tufayl den Propheten an: ich soll nichts erhalten für das ich den Islam annehme? Er wandte sich zum Gehen und redete vor sich hin: ich will mein ganzes Volk mit Reitern gegen dich schicken. Der Prophet erwiderte darauf nichts, sondern sprach ein Du’a: O Allah leite die Bani Amir und erlöse den Islam von Amir ibn Tufayl. Noch auf der Heimreise erkrankte er und starb noch bevor er seine Stadt erreichen konnte. Wahlfahrt
Am Tag des Opferfestes als alle Pilger bei Mina versammelt waren um ihre Tiere zu schlachten, verkündete Ali die göttliche Botschaft der Sure Tauba Vers 1-36. Im Gegensatz zu allen anderen Suren, fing Ali nicht mit der Einleitung der Besmele an um die Härte der Verse zu betonen: ...eine Lossagung von Allah und Seinen Gesandten an den Kufr-Betreibenden, mit denen ihr ein Abkommen geschlossen habt. So zieht vier Monate im Land umher und wisset, dass ihr vor Allah schwach seid und dass Allah die Kafir verächtlich macht. Und eine Verkündung von Allah und Seinen Gesandten von den Kufr-Betreibenden frei sind. Wenn ihr bereut, so ist es besser für euch; und wenn ihr euch abwendet, so wisset, dass ihr vor Allah schwach seid. Und verkünde den Kafir schmerzliche Strafe. Ausgenommen sind diejenigen der Kafirun, mit denen ihr ein Abkommen geschlossen habt und die es auch in nichts fehlen ließen und keinem wider euch beistand. So erfüllt ihnen ihr Abkommen bis zu ihrer Frist, denn Allah liebt fürwahr die Gottesfürchtigen. Wenn aber die segenvollen Monate verflossen sind, so tötet die Kafirun, wo ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen überall auf.... Im Klartext heißt es, dass die Götzendiener sich noch vier Monate nach Belieben in Sicherheit bewegen könnten, danach aber seien Allah und Sein Gesandter frei von Verpflichtungen gegen sie. Man würde ihnen den Krieg erklären und sie töten oder gefangen nehmen, wo immer man sie fand. Zwei Ausnahmen wurden gemacht: für die Götzendiener, die ein besonderes Abkommen mit dem Propheten geschlossen und diese getreu gehalten hatten, für denen sollte die Ausnahme nur solange der Vertrag lief, gelten. Und derjenige der Asyl bei einen Muslim ersucht, der soll ihm den Islam erzählen und ihn an einen sicheren Ort bringen. Die Zeit danach
Zu den Schlimmsten, die sich weigerten Muslim zu werden, gehörte Musailima ibn Habib. Er kam mit der Delegation der Banu Hanifa von den Einwohnern von Al Jamama. Er blieb die ganze Zeit bei den Kamelen und bewachte das Gepäck. Als die Delegation auf dem Rückweck Musailima vom Propehten erzählten, sah er sich auch als Prophet berufen. In seiner Heimat erklärte er sich zum Propheten und versuchte Verse ähnlich dem Quran zu erdichten. Er erzählte seien Leuten, Allah habe ihm Muhammed als Prophet zur Seite gestellt. Musailima erklärte das Alkoholverbot und den Ehebruch für aufgehoben. Eine kleine Gefolgschaft schloss sich Musailima an. Jedoch trieb er sein Unwesen nicht lange. Unter der Kalifenzeit Abu Bakr wurde ein Strafexpedition gegen ihn entsandt und Waschi tötete Musailima mit einen gezielten Speerwurf wie er es bei Hamza tat. Eine Vielzahl der Konvertierten waren kaum spirituell motiviert. Viele nahmen den Islam aus Gründen des Schutzes und der besseren sozialen Absicherung an. Wer nun Arm war, konnte sich an den islamischen Staat wenden, der Übrings nie feste Grenzen besaß, um dort etwas für seinen Lebensunterhalt zu erhalten. Bald darauf offenbarte Allah folgenden Vers: ...die Araber sprechen: wir sind überzeugt. Sprich: ihr seid nicht überzeugt, sprecht vielmehr: Wir haben uns ergeben (Muslim); denn der Iman ist noch nicht in eure Herzen eingekehrt. Wenn ihr aber Allah und Seinen Gesandten gehorcht, so wird ER euch um den Lohn für euer Tun nicht betrügen...(49:14) Dieser Vers zeigt uns, dass es Unterschiede bei der Annahme zum Islam gibt. Muslim ist zwar jeder, der die Schahade ausspricht, doch Allah schaut auf das Innere eines Muslim. Am Tage des Jüngsten Gerichtes wird es dann auch drei verschiede Gruppen von Muslimen geben: jene zur Linken, jene zur Rechten und die Vordersten. Die Rechten sind die Geretteten, die Linken sind die Verdammten, die Vordersten sind diejenigen die Allah besonders nahe stehen und die höchste Belohnung erhalten werden. Der Islam ist eine Lebensart, in der man sich hineinleben muss. Wer die Lehre und den Sinn nicht gleich verstanden hat, der kann sie während seines Lebens verstehen und wird dann ein aufrichtiger und mit Taqwa versehen ein Diener Allahs sein. Viele Menschen die anfänglich den Islam nur aus Vorteilen annahmen, erkannten später den Sinn der Lehre und wurden vorbildlich-praktizierende Muslime. Herkunft der Delegationen
Muzaina, Asad, Tamim, Abs, Fazara, Murra, Thalaba, Muharib, Sad ibn Bakr, Kilab, Ruas ibn Kilab, Ukail ibn Kab, Dschada, Kuschair ibn Kab, Banu al-Bakka, Kinana, Aschdscha, Bahila, Sulaim, Hilal ibn Amir, Amir ibn Sasa, Thakif, Abd al-Kais, Bakr ibn Wail, Taghlib, Hanifa, Schaiban Aus dem Jemen kamen:
Somit gab es keinen Stamm mehr auf der arabischen Halbinsel, der nicht dem Islam beigetreten wäre. So mussten sich die Kufr-Betreibenden beieilen dem Islam anzunehmen, oder das Land zu verlassen. Ganz Arabien wurde schließlich von den Götzen und ihrer Anbetung gereinigt. Es gab somit nur noch Muslime, Juden und Christen auf der arabischen Halbinsel. Schriftbesitzer durften ihre Religion behalten und mussten nicht zum Islam übertreten. Aber dennoch konvertierten im Laufe der Jahrhundert viele Christen und Juden zum Islam. Durch das Vorleben der Muslime hatten sie die Überzeugung gewonnen, dass der Islam eine göttliche Offenbarung ist und wollten nicht zu den verdammten der Hölle gehören. Der Prophet Muhammed durfte noch die Vollendung seiner Botschaft erleben und hat somit seinen Auftrag erfüllt, dass nur noch Allah Alleine angebet wird. Erstaunen und Verwunderung
Besondere Stellung „Christen u. Juden
...Kämpft wider jene, denen die Schrift gegeben ward, die nicht von Allah und den Jüngsten Tag überzeugt sind und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und sich nicht zur Religion der Wahrheit bekennen, bis sie die Schutzsteuer (Dschizya) eigenhändig entrichten und demütig sind. ...(9:29-30) ...o hier, die ihr die iman haben,, viele von den Schriftgelehrten und Mönchen fressen fürwahr das Vermögen der Leute zu Unrecht auf und halten vom Wege Allahs ab. und denjenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Wege Allahs ausgeben, denen verkünde eine schmerzliche Strafe. ...(9:34-35) Die Schriftbesitzer dürfen nur dann ihre Religion ungehindert ausüben, wenn sie die Forderungen der Sure Tauba zustimmen, ansonsten haben sie mit den gleichen Konsequenzen zurechnen wie die Kufr-Betreibenden (Muschrik). Erkennen sie es an und entrichten die Dschizya (Extra-Steuer) so dürfen sie ihre Religion mit all ihren Ritualien ungehindert ausüben, während dies den Muschrik verwehrt bleibt. Zufriedenheit
Abu Bakr, Umar al-Khattab, Uthman ibn Affan, Ali ibn Abu Talib, Abd ar-Rahman ibn Awf, Abu Ubaydah, Talha, Zubayr, Sa’d von den Zuhrah, Sa’d ibn Zayd Über die Frauen sagte der Prophet zu seiner Tochter Fatima: Mit Ausnahme der Jungfrau Meryem, bist du die höchste unter den Frauen im Paradies. Über Ali sagte der Prophet: ich bin die Stadt des Wissens, Ali ist ihr Tor. Und über seine Gefährten sagte er: Meine Gefährten sind wie die Sterne: ganz gleich, wem ihr folgt, ihr werdet rechtgeleitet sein. Prophezeiung
Ein anderes Mal sagte der Prophet: O meine Brüder, o meine Brüder! Seine Gefährten fragten ihn: O Gesandter Allahs, sind wir nicht deine Brüder? Worauf er sagte: Meine Brüder sind unter denen, die noch nicht erschienen sind. Sie haben mich nicht gesehen wie ihr, doch sie folgen meiner Sunna. Diese sind meine Brüder, denn sie leben in einer Zeit, da es viele Muslime geben wird, aber wenige, die meine Sunna beachten. Dann sagte er ihnen noch: Es wird der Tag kommen, das den Muslimen wieder hoffen lässt, am Tag, wenn Mahdi kommt. Er wird von meiner Rasse sein, mit einer breiten Stirn und einer gebogenen Nase. Er wird mit Recht und Gerechtigkeit regieren, auch wenn sie zuvor voll Not und Schlechtigkeit gewesen ist. Er wird sieben Jahre regieren. Gegen ende seiner Regierungszeit wird der Dadschal erscheinen. Dadschal hat nur ein Auge zum sehen, auf der Stirn steht „kafir“ und er wird Verderben auf Erden bringen. Er wird Wunder vollbringen, sodass mehr und mehr Menschen ihn folgen werden. Aber eine kleine Gruppe von Muslimen wird mit Mahdi gegen ihm kämpfen. Während sie sich zum Gebet versammeln und den Ezan rufen, wird Isa herabsteigen und mit ihnen das Gebet verrichten, er wird ihr Vorbeter sein. Wenn Daschal Isa erblickt, verliert er seine Wunderkraft und flieht vor dem Propheten. Schließlich wird Isa Dadschal mit einem Speer töten. Er wird heiraten Kinder bekommen und in Medina neben meinen Grab beerdigt werden. Des weiteren sagte er: Die Sklavin wird ihre Herrin gebären; jene, die als arme barfüssige Hirten waren, bauen immer höhere und höhere Häuser; ein großes Tier wird aus der Erde kommen und zu ihnen sprechen; ein Feuer wird ausbrechen dessen Rauch über Länder hinweg sichtbar sein wird; es werden sich zwei mächtige Gruppen bekämpfen, in dem beide das gleiche Anliegen vertreten; die Erde wird häufiger beben, das Töten wird mehr, die Lieblosigkeit gegenüber den Eltern nimmt zu; das Wissen über den Din wird entzogen und die Unwissenheit verbreitet sich; es werden Gelehrte auftreten die keine sind sie werden viele in die Irre leiten; die Unzucht breitet sich aus; Alkohol wird im Übermassen getrunken; die Anzahl der Männer wird weniger, die der Frauen mehr; die Männer ahnen den Frauen und die Frauen den Männern nach; Männer werden sich mit Männer begnügen; die Anzahl der durch Unzucht gezeugten Kinder wird zunehmen; in einer Familie wird die Mutter einer anderen Religion angehören als der Vater und die Kinder; die Erde wird an drei Stellen versinken, im Osten, im Westen und auf der arabischen Halbinsel; zwei verborgene Völker Yadschudsch und Madschusch werden von Osten nach Westen laufen und alles was ihnen in den Weg kommt, werden sie zerstören; schließlich wird am Ende der Zeit, die Sonne von Westen heraufsteigen; wer an diesem Tag Töbe (Reue) macht, von dem wird sie nicht angenommen werden. Und es gibt noch eine Reihe von Anzeichen des Jüngsten Tages. Mit meinen Erscheinen hat die Stunde begonnen. Die große Pilgerfahrt
Bei Duhl Hulaifa verbrachte die Pilgerschar die Nacht. Am nächsten Morgen sollten sich die Muslime in den Zustand des Ihram versetzen. Ein jeder von ihnen bekleidete sich mit seinem Lenden- und Schultertuch. Ein einfaches weißes Gewand vereinte Tausende von Menschen. Dann rief der Prophet die „Talbiya“: DIR zu Diensten, o Allah, DIR zu Diensten, DIR zu diensten. DU hast keinen Teilhaber, DIR zu diensten. Das Lob und die Ehre und der Dank gehören DIR, DIR zu diensten, DIR zu diensten. DU hast keinen Teilhaber, DIR zu diensten. Aus Tausenden von Kehlen klang die Talbiya. In den Tälern und Wüsten vernahm man nur den Ruf der Pilger. Als die Pilger Sarif, einen Ort zwischen Mekka und Medina erreichten, sagte Muhammed: Wer von euch kein Opfertier bei sich hat und Umra machen will, soll es tun, und wer ein Opfertiertier dabei hat, der vollzieht die Hadsch. Nach 9 Tagen ereichte der Pilgerzug Mekka. Als erste ging Muhammed zur Kaba und berührte den Stein und umschritt die Kaba siebenmal, wobei er die ersten drei Male schnell ging. Nachdem er beim „Makam Ibrahim“ (Platz-Ibrahim) gebetet hatte, kehrte er zurück und küsste den schwarzen Stein erneut. Dann ging er aus der Moschee heraus zum Hügel Safa und lief zwischen Safa und Merwa. Danach erinnerte er diejenigen, die kein Opfertier dabei hatten, dass sie nicht länger im Ihram-Zustand bleiben dürften. Abschiedspredigt
O Leute, hört meine Rede, denn ich weiß nicht, ob ich euch nach diesem Jahr an diesem Ort überhaupt noch einmal treffen werde. O Leute, euer Blut und euer Vermögen sind euch unverletzlich, bis ihr euren HERRN trefft, so wie dieser euer Tag unverletzlich ist, und wie dieser euer Monat unverletzlich ist. Ihr werdet euren HERRN treffen und ER wird euch über eure Taten
befragen, und ich habe bereits berichtet.
Schleichender Abschied
Eines Tages rief der Prophet seinen Diener Abu Muwayhibah und sprach zu ihm: mir wurde befohlen für die Toten auf dem Friedhof um Vergebung zu bitten. Komm mit mir! Beide gingen zum Friedhof Baqi wo Muhammed sprach: Selamun alaykum, o ihr Menschen in den Gräbern. Freut euch euer Lage: Wieviel besser ist sie als die Lage derer, die jetzt leben! Zwietracht wird kommen wie Wellen der finsteren Nacht, eine nach der anderen, und jede Zeit wird schlimmer sein als die letzte. Dann sagte er zu seinen Diener: Mir wurden die Schlüssel zu den Schätzen dieser Welt angeboten und die Unsterblichkeit darin, gefolgt vom Paradies, und ich wurde vor der Wahl gestellt: zwischen all dem und der Begegnung mit meinem HERRN einschließlich des Paradieses. Abu Muwayhibah flehte: O Prophet nimmt die Schlüssel zu den Schätzen dieser Welt und Unsterblichkeit, gefolgt vom Paradies. Doch Muhammed sagte: ich habe schon die Begegnung mit meinem HERRN und das Paradies gewählt. Dann betete er um Vergebung für die Toten in Baqi. Der Prophet hatte bei all seinen Krankheiten nie eine schlimmere Auswirkung durchgemacht, als die der Appetitlosigkeit. Im sechsten Jahr der Hicra wurde er krank, ein anderes Mal brachte eine Jüdin den Propheten vergiftest Schaffleisch, hinzu kommt, dass er sehr spärlich aß. Doch all das konnte seinen Gesundheitszustand nicht stark beeinträchtigen. Nun aber erkrankte der Prophet erkennbar für jeden. Es fing mit Kopfschmerzen an, dennoch leitete er das Gebet und setzte sich nach dem Gebet auf die Kanzel um eine Predigt zu halten. Bei der Predigt sagte er: unter den Diener Allahs gibt es einen, den Allah zwischen dieser Welt und der Welt, die bei IHM ist, wählen ließ, und der Diener hat jene bei Allah gewählt. Als Abu Bakr diese Worte hörte, begann er zu weinen, wusste er doch, dass der Prophet sich selber meinte. Als der Prophet die Tränen in Abu Bakr Augen sah sprach er: O ihr Menschen, der Mann, der mir durch seine Freundschaft uns seinen Beistand am wohlsten tut, ist Abu Bakr. Müsste ich von allen Menschen der Welt einen Freund auswählen, von dem ich mich niemals trennen wollte, dann wäre es Abu Bakr. Aber wir sind Gefährten und Brüde im Islam, bis Allah uns in SEINER Gegenwart wieder vereint. Bevor er von der Kanzel stieg sagte er noch: Ich gehe vor euch und bin euer Zeuge. Eurer Treffen mit mir ist beim Wasserbecken, das ich von dieser Stelle, an der ich jetzt stehe, sehen kann. Ich fürchte nicht, ihr könnt Allah andere Götter zur Seite stellen, sonder ich fürchte für euch diese Welt und dass ihr darin um weltlichen Gewinn wetteifern werdet. Geschwächt durch die Predigt und dem steigenden Fieber ging der Prophet zum Gemach seiner Frau Maymunah, diese war an der Reihe. Sein Zustand verschlimmerte sich und er fragte Maymunah: wo bin ich Morgen? Als er nicht die ersehnte Antwort erhielt, fragte er weiter: und wo Übermorgen?. Maymunah merkte, auf was der Prophet hinauswill und suchte die anderen Frauen auf und sprach zu ihnen: Muhammed ist sehr krank, ermöchte bei seiner Lieblingsfrau Ayse sein, aber sie ist noch nicht an der Reihe. Wollen wir auf unser Vorrecht verzicht und Ayse unsere Zeit geben? Die Frauen willigten ein und brachten Muhammed den Vorschlag, der dankend einwilligte. Der Prophet erfuhr von Abbas das der Feldzug noch nicht losgezogen ist und das Kritik an den jungen Kommandanten Usama lautgeworden ist. Mit Hilfe von Ali und Abbas bestieg er die Kanzel und ermahnte die Leute, sie sollten sich beeilen und nicht seine Wahl kritisieren im Bezug auf den Kommandanten. Usama konnte schließlich mit seinem Heer losziehen. Das Heer zog aber nicht weit, sondern errichteten erneut ein Lager und warteten ab. Das nächste Gebet nahte und der Prophet fühlte sich nicht in der Lage das Gebet weder im stehen noch im sitzen zu leiten. Deshalb ließ er an Abu Bakr ausrichten, er sollte das Gebet leiten. Der Gesundheitszustand verschlimmerte sich zusehnst. Der Prophet lag nun die meiste Zeit im Schoße von Ayse. Nur wenn seine Tochter Fatima ihn besuchen kam, ging sie von ihm, damit die beiden allein sein konnten. Letztes Schreiben
Dieser Wunsch des Propheten etwas aufschreiben zu lassen, ist den Schi’iten ein wichtiger Indiz dafür, dass der Prophet Ali als seinen Nachfolger bestellen wollte. Wenn man aber bedenkt, dass der Prophet am nächsten Tag noch am Frühgebet teilgenommen hat und den angeblichen Wunsch nicht den Beteten mitteilte, ist davon auszugehen, dass das Schreiben keinen Nachfolger beinhalten sollte. Hoffnung auf Besserung
Unter den Betenden war auch der Kommandant Usama der kurz vorher aus dem Lager kam. Als er den Propheten sah, war er überaus glücklich. Nach dem Gebet sagte Muhammed zu ihn: Rückt aus, mit Allahs Segen! Usama ging strahlend zu seinen Heer und sie zogen gegen den Feind. Alle Anwesenden dachten, der Prophet habe das Schlimmste überstanden. Muhammed ging zu Ayse und legte sich wieder hin. Abd ar-Rahman ging an der offenen Tür von Ayses Gemach vorbei, als der Prophet ihn mit Miswak in der Hand sah. Der Prophet betrachtete es und Ayse war klar, er würde gerne seine Zähne damit putzen. Sie ging zu Rahman und er gab ihr den Miswak. Der Prophet nahm es mit lächeln und putzte seine Zähne damit. Die Todesstunde
Die Überlieferer sind sich bei dem Todestag nicht einige. Die Mehrheit vertritt jedoch die Meinung, dass er am 8. Juli 632 an einem heißen Tag verstarb. Verwirrung unter den Muslimen
In der Zwischenzeit kehrte Abu Bakr zurück und hörte die Totenklagen der Frauen. Er ging zu Ayses Gemach und fand den Propheten liegend am Boden auf einer Palmenfasermatratze zugedeckt mit einen Tuch aus Baumwollengewebe. Er ging hin, nahm das Tuch weg, verbeugte sich küsste ihn, bedeckte ihn wieder und ging in die Moschee. Dort standen immer noch alle um Umar herum, der immer wieder sagte: Muhammed ist nicht tot. Umar! rief Abu Bakr, aber Umar hörte nicht sonder redete weiter. Die Leute hatten nun Abu Bakr Stimme vernommen und lauschten was er zu sagen hätte. Abu Bakr pries Allah und sagte: O Leute, wer auch immer Muhammed verehrt hatte, der wisse, Muhammed ist tot. Und wer auch immer Allah verehrte, der wisse Allah lebt! Allah ist der Lebendige und stirbt nicht. Dann trug er folgende Verse vor: ...Muhammed ist nur ein Gesandter, schon vor ihm gingen die Gesandten dahin. Und so, ob er stirbt oder getötet wird, werdet ihr umkehren auf euren Fersen? Und wer umkehrt auf seinen Fersen, nimmer schadet er Allah; aber Allah wird die Dankbaren belohnen...(3:144) Es schien so, als hätten die Muslime bis zum Augenblick, in dem Abu Bakr diesen Vers rezitierte, nichts von seiner Existenz gewusst. Als Umar die Verse vernahm, beruhigte er sich. Seine Beine wurden schwach und er sang zu Boden. Nun war ihn bewusst: Muhammed ist gestorben! Ratlosigkeit und Uneinigkeit
Abu Bakr, Umar und Abu Ubayda gingen zum Versammlungsplatz der Ansar. Während die Ansar ihre Stellung um die Verdienste des Islams hervorhoben, tat dies Abu Bakr mit den Muhadschirun’s. Er rezitierte einen Vers aus dem Quran: ...und die Vorangehenden, die ersten von den Muhadschirun und den Ansar und jene, die ihnen mit Gutem folgen... Um der Sache ein schnelles Ende zu bereiten, ergriff Abu Bakr Umar’s und Ubayda’s Arm streckte sie in die Höhe und sprach: ich schlage euch einen dieser beiden zum neuen Oberhaupt vor. Schwört einen von diesen beiden den Treueid. Da ergriff ein Ansary das Wort und schlug vor, man solle doch zwei zum Oberhaupt bestellen. Schließlich entbrannte eine heftige Diskussion. Nun ergriff Umar das Wort und sagte: o ihr Ansar, wisst ihn nicht, dass der Gesandte Allahs Abu Bakr damit beauftrage, ihn zu vertreten und das Gebet für ihn leitete? Wir wissen es, riefen sie, und er fuhr fort: Wer von euch will sich dann vor ihn stellen? Allah bewahre uns, dass wir uns vor ihn stellen! In diesem Moment ergriff Umar Abu Bakr’s Hand und schwor ihm die Treue. Abu Ubayda folgte seinem Beispiel und die anderen Muhadschirun die hinzukamen taten es ihnen gleich. Schließlich schworen auch die Ansar den Treueid und der Streit um die Nachfolge war fürs erste beigelegt. Am nächsten Tag, nach dem Frühgebet als Abu Bakr eine Ansprache hielt, erhob sich Umar und forderte alle Anwesenden auf, die es noch nicht getan haben, Abu Bakr den Treueid zu schwören. Umar sagte: Abu Bakr sei der beste unter uns und einer der zwei die in der Höhle genannt wurden. Alle legten sie den Treuschwur ab. (Nach einigen Überlieferer soll Ali den Treuschwur erst später abgelegt haben. Es war ein Streit über die Erbschaft des Propheten zwischen Abu Bakr und Fatima entstanden. Wie weit da schi’itischer Einfluss die Gesichte verdrehte lässt sich heute nicht mehr feststellen. Gewiss ist, Ali leistete den Treuschwur, wenn er es auch später tat.) Einer Überlieferung zu Folge soll sich folgendes zwischen Abu Bakr und Ali abgespielt haben: 6 Monate später, nach dem Tode Fatima, sprach Ali zu Abu Bakr: Wir wissen wohl um deinen Vorrang und um das, was Allah dir bestimmte, und wir neiden dir keine Gunst, die ER dir gewährt. Aber du hast uns vor vollendete Tatsachen gestellt und uns keine Wahl gelassen, und wir meinten, wir hätten aufgrund unserer nahen Verwandtschaft mit dem Gesandten Allahs doch einigen Anspruch darauf. Da füllten sich Abu Bakr Augen mit Tränen und er sprach: Bei Dem, der meine Seele in Händen hält, es wäre mir lieber, zwischen mir und meiner Familie des Gesandten Allahs stünde alles zum Besten als zwischen mir und meiner Familie. An diesem Tag zur Mittagsstunde entlastete er Ali öffentlich in der Moschee von seiner Schuld, sein Kalifat nicht anerkannt zu haben, woraufhin Ali das Recht Abu Bakr bestätigte und ihm den Treueid schwor. Abu Bakr Rede
O Leute, ich wurde zu eurem Führer gewählt, wenn ich auch nicht der beste von euch bin. Wenn ich also gut handle, so helft mir; und wenn ich schlecht handle, so korrigiert mich. Aufrichtigkeit ist Treue, und Lüge ist Verrat. Der Schwache von euch ist stark bei mir, bis ich ihm sein Recht verschaffe, so Allah will. Und der Starke unter euch ist schwach bei mir, bis ich sein angemaßtes Recht von ihm nehme so Allah will. Kein Volk vernachlässigt das Kämpfen auf dem Wege Allahs, ohne dass Allah es mit Erniedrigung heimsucht, und in keinem Volk verbreitet sich Unzucht, ohne dass Allah es dem Unglück aussetzt. Gehorcht mir, solange ich Allah und Seinem Gesandten gehorche. Wenn ich aber Allah und SEINEN Gesandtem ungehorsam bin, so obliegt euch kein Gehorsam gegenüber mir. Beerdigung
Nun war noch die Frage zu klären, wie soll Muhammed bestattet werden? Da hatte Ayse und einige andere einen Traum in dem ihnen gesagt wurde, beerdigt Muhammed mit dem was er am Leibe trägt. So taten sie es dann auch. An der Stelle, wo er lag, wurde ein Loch ausgehoben, in welches er dann hingelegt werden sollte. Ali, al Abbas, dessen beiden Söhne Fadl und Kutham sowie Usama ibn Zaid und Schukram nahmen am Propheten die Waschung vor. Ali wusch ihm in sein knielanges Hemd. Während Ali ihn so wusch, nahm er den Duft des Propheten wahr: du bist mir wie Vater und Mutter! Wie wohlriechend bist du sowohl lebendig als auch tot! Usama goss Wasser über den Propheten, Abbas und seine beiden Söhne wendeten den Körper. Nach der Waschung hüllten sie ihn in drei Leichentücher: zwei aus Suhar und eins aus Hibara im Jemen. Besonderes Totengebet
Größte Verlust aller Zeiten
Verwendete Literatur:
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| Vor Muhammad hat es andere Propheten gegeben, die die Lehre Allahs
verkündet haben. Abraham, Moses, Jesus um nur einige Namen zu nennen.
Sie gelten im Islam als Propheten Allahs, die die Botschaft den Menschen
übermittelt haben. Doch wurden sie, bis auf dem Propheten Muhammad,
zu einem bstimmten Volk gesandt. So ist Noah "zu seinem Volk" (7:59; 71:1)
gesandt, ebenfalls Hud (7:65), Saleh (7:73) und Schuaib (7:85). Entsprechendes
gilt auch von Moses (Al Baqara:49ff.) und Jesus, der als "gesandten an
die Kinder Israels" (Al Imran, 48) gesandt wurde. Von dem Propheten Muhammad
aber heißt es in der Sure Saba, Vers 28, daß er "für die
Menschen allesamt als Freudenbote und Warner gesandt ist". In der Sure
Al Araf, Vers 158 kommt dies folgerdermaßen zum Ausdruck: : Und sprich:
O Ihr Menschen, ich bin an euch alle als der Gesandte Allahs geschickt,
der die Herrschaft über die Himmel und die Erde hat. Die Botschaft
des Propheten Muhammad wird wird auch von der Sure Al Anbiya, Vers 108
auf die ganze Menschheit bezogen. Wir entsandten dich als eine Gnade für
alle Welten.
Die Frauen des Propheten als Lererinen
Von keinen anderen Menschen gibt es solche detaillierte Darstellung über das Leben wie von Muhammed. Schon früh bildete sich die Quran die Hadite-Wissenschaft heraus. Aussprüche und Handlung wurden über den Propheten gesammelt und in Sammlungen der Nachwelt übergeben. Al-Buharyy (geb. 810) ist einer der bedeutesten Hadit-Sammelern, der in die Geschichte eingegangen ist. Al-Buharyy begann mit 11 Jahren die Hadit-Wissenschaft. Mit 16 Jahren unternahm er die Wahlfahrt nach Mekka. Auf der Suche nach den Hadit-Quellen durchstreifte er fast die ganze islamische Welt. Bis über 600.000 Hadite sammelte er. Wovon er 7.000 auswählte die seinen kritischen Maßstab standhielten. Bescheidenheit des Propheten
Wundertätigkeiten des Propheten
Sure 54 Vers 1
Bei der Verbannung des Propheten und seiner Gefährten, machte der Prophet aus wenig Wasser solche Mengen, das die Leute trinken und ihre Gebetswaschung machten konnten. Ein andermal hat er aus ein Stück Brot so viele Stücke herausgebrochen, das die ganze Gemeinde davon satt wurde. Eine Frau schickte den Propheten ein Gefäß mit Speise. Der Prophet lies ca. 300 Personen kommen sprach ein Gebet über das Gefäß und die Leute aßen und am Ende der Mahlzeit, war das Gefäß immer noch mit Essen voll. Ein anderes Mal nahm er eine Hand voll Steine, die das Bezeugnis aussprachen „es gibt keine Gottheit außer Allah und Muhammed ist Sein Prophet. Oder es kam mal ein Reisender vorbei und wollte vom Propheten eine Bestätigung haben, das er der Gesandte Allahs sei, worauf der Prophet sich umsah und sagte: der Baum dort ist mein Zeuge. Der Baum ging auf die Beiden zu und sprach das Bezeugnis aus über die Gesandtschaft, anschließend ging er zu seinen Platz zurück. Die Frau von Cabir ibn ‘Abdullah sandte einmal ihren Mann aus, heimlich den Propheten einzuladen, damit er mit ihnen von ihrem karges Mahl speise. Diese Einladung, die ihm leise mitgeteilt wurde, gibt derProphet aber gleich freudig an die Umstehenden weiter, und die Gastgeber sind sichtlich entsetzt, als Muhammad mit so vielen Leuten bei ihnen eintrifft, dass sie Haus und Hof füllen. Die Frau macht ihrem Gatten den Vorwurf, sich nicht an ihre Anweisung gehalten zu haben, doch da sprach der Prophet schon ein Bittgebet über das wenige Essen, das er verteilte, und zu ihrer Überraschung blieb, als alle gesättigt waren, sogar noch etwas übrig. Ähnliches geschah bei einem Feldzug: Er hieß die Leute ihr restliches Proviant zusammentragen und verteilte es neu, und am Ende gab es immer noch Speise. Eine Gruppe von Gefährten des Propheten kam in der Wüste bei
Ummu Ma‘bad vorbei und versuchte, Fleisch und Datteln von ihr zu kaufen,
aber sie besaß nichts. Als der Prophet auf ihr einziges Schaf deutete
und sagte: "Hat es Milch?", erwiderte sie: "Es ist zu schwach.".
Cabir ibn ‘Abdullah berichtet: "Bei Hudaibiya traf uns ein schwerer Durst. Weinend nahmen wir zum Gesandten Gottes unsere Zuflucht; vor ihm stand ein kleines Gefäß mit Wasser. Er tat seine Finger hinein, und schon quoll das Wasser zwischen seinen Fingern hervor, sodass es für uns alle reichte. Ein Mann trat während der Freitagspredigt zum Propheten und flehte ihn an: "O Gesandter Allahs, das Vieh ist verendet, und wir sind ratlos geworden , so bitte Allah darum, dass Er uns Rettung bringt." Da erhob der Prophet die Hände zum Gebet und bat Gott um Wasser; da hob es unaufhörlich zu regnen an, bis derselbe Mann nach einer Woche wiederkam und den Propheten darum bat, dem Regen Einhalt zu gebieten. Da erhob der Gesandte wieder seine Hände zum Bittgebet und deRegen hörte auf. Heilungswunder
Der Prophet besaß setzte das zerflossene Auge des Qat?da ibn al-Nu‘m?n wieder ein, das danach zum besten seiner beiden Augen wurde; mit seinem Speichel heilt er auch das Auge ‘Al?s und die Pfeilwunde Ab? Qat?das. Die Heilkraft seines Speichels nutzte er auch um einen alten Mann zu heilen, der an Magenkrebs litt; er tat dies, indem er auf ein Kügelchen Erde spie, das dieser dann aufgelöst trinken sollte. Aber auch das Waschwasser des Propheten wurde zu "medizinischen" Zwecken genutzt: Es gab einem ermüdeten Kamel, das damit übergossen wurde, wieder Tragfähigkeit, und Abdallah ibn Ubay versuchte, durch eine ähnliche Behandlung den hartnäckigen Unglauben seines Vaters zu kurieren Der Prophet ließ auch Abdullah ibn Utaiq genesen, der sich im Kampf gegen Abu Rafi ein Bein gebrochen hatte, indem er sagte: "Strecke dein Bein!" Er gehorchte; da strich der Prophet über das Bein, und er wurde von allen Beschwerden befreit. Tierwunder:
Ein Adler hat eines Tages den Schuh des Propheten entführt, um ihn vor einer giftigen Schlange zu bewahren, die sich darin versteckt hatte, oder dass ein Kamel, das geschlachtet werden sollte, nur knapp diesem Schicksal entkam, weil es fortlief und bei dem Gesandten Gottes Zuflucht suchte, indem es seinen Kopf in seinen Schoß legte. Naturwunder:
Während der Schlacht von Badr zerbarst das Schwert von ‘Uk?ša, und da dies seine Kampfbereitschaft hingegen nicht zu brechen vermochte, begab er sich zum Propheten und verlangte ein anderes Schwert. Dieser gab ihm stattdessen einen blattlosen Zweig, der sich dann in ein Schwert verwandelte, das er bis zu seinem Tode als Märtyrer zur Zeit Abu Bakrs trug. Der Prophet pflegte sich beim Predigen auf einen Palmstumpf zu stützen,
bevor man für ihn eine einfache Kanzel errichtete, sodass der Palmstumpf
überflüssig wurde. Tiefbetrübt seufzte und klagte das Holz,
weil es sich nach dem Propheten sehnte; da ließ er es zum Trost in
seine Nähe bringen.
Kenntnis des Verborgenen:
Die Wunder die der Prophet neben den Quran tat, dienten nicht als Beweis für sein Prophetentum. Lediglich als Bestärkung seiner Anhänger. So spielen die anderen Wunder auch bei den Muslimen nur eine Untergeordnete Rolle. Der Quran ist Beweis genug. Keine andere Schrift Allahs blieb erhalten und findet auch in unserer Heutigen Zeit so viele Anhänger, die vom Quran fasziniert werden, das sie sich schließlich zum Islam bekennen. Ob ein Auftrag seine Bestimmung erreicht hat, zeigt sich erst im Nachhinein. Muhammed hatte seinen Auftrag erfüllt und auch noch heute folgen Millionen von Menschen die Botschaft des Propheten. Trotz der vieler Verehrung die den Propheten Muhammed zu Teil wird, blieb der Prophet doch nur ein Mensch. Daran läßt sich die wahre Botschaft Gottes erkennen. Im 21. Jahrhundert, in der die geistigen Kreuzzüge gegen den Islam entfacht wurden, lässt es sich nicht verhindern, das Tausende jährlich sich zu Allah bekennen. Weltweit wird versucht die Lehre des Islam als veraltet, rückstündig, unmoralisch, brutal, gewalttätig darzustellen. Da werden Terror, und Kriege im Namen des Islam verübt. Da versuchen sich die Agrressoren dieser Welt, sich als Retter der Muslime gegenüber dem Islam aufzuspielen. Um in Europa den Islam erst gar nicht in die Herzen der Menschen kommen zu lassen, wird von politischer Seite her alles nur erdenkliche Unternommen um den Menschen ihr Seelenglück zu berauben. Dennoch, Allah volldendet sein Licht! |